Letztes Update: 11. Februar 2026
Das Doppelalbum 'Der schwere Mut' und 'Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde' zeigt Heinz Rudolf Kunze in sehr persönlicher, textstarker Form. Wir erläutern Klang, Songtexte und Produktion, heben gelungene Stücke hervor und benennen Längen sowie Brüche. Ihre kompakte Orientierungshilfe vor dem Hören.
Der Name dieses Werks wirkt wie ein Gedicht. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde legt den Ton fest. Er ist schwer. Er ist ruhig. Er ist wach. Sie merken es sofort. Der Titel beschreibt einen Zustand. Mut fühlt sich an wie Last. Städte liegen da wie Tiere. Sie scheinen friedlich. Doch sie könnten jederzeit zucken. Dieses Bild führt Sie durch das ganze Set. Es ist ein Versprechen. Und es ist ein Alarm.
2014 erscheint diese Sammlung. Sie greift in viele Schubladen. Sie bringt Gegenwart, Vergangenheit und Bühne zusammen. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde ist daher kein simples Studioalbum. Es wirkt wie ein Archiv. Zugleich wie ein neues Statement. Das macht die Sache spannend. Und es macht sie groß.
Der Umfang ist beachtlich. Es sind mehrere CDs. Zusammen kommen sie auf 49 Stücke. Die Spannweite reicht von Songs bis zu Sprechtexten. Dazu kommen Live-Momente und Demos. Dieser Mix ist klug. Er öffnet Räume. Er zeigt Werk und Werkstatt zugleich. So erleben Sie den Autor in vielen Rollen. Als Sänger, als Erzähler, als Chronist.
Diese Vielfalt ist Absicht. Sie führt Sie durch Stimmungen. Mal ist es rau. Mal ist es zart. Dann wieder direkt politisch. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde hat daher einen eigenen Rhythmus. Er gleicht einer Lesung mit Musik. Oder einem Hörspiel mit Gitarre. Sie können es am Stück hören. Oder in Etappen. Beides ist sinnvoll.
Die Titelliste macht neugierig. Namen wie “Willkommen in meiner Lagune”, “Der schwere Mut”, “Auf der Durchreise” und “Geht das nicht alles nochn bisschen schneller” öffnen Szenen. Dazu kommen Stücke mit Biss. “Die Fütterung”, “Sicherheitsdienst”, “Deutschland (Verlassen von allen guten Geistern)”. Auch leise Töne sind da. “Arme Johanna”, “Keine Angst”, “Lebensabend”. Vieles wiederkehrt in anderen Fassungen. Es gibt Solo-Demos. Es gibt Live-Versionen. So entsteht ein Mosaik.
Die Sammlung berührt viele Jahre. Sie klingt aber geschlossen. Das ist die Kunst. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde webt Fäden zusammen. Ein Faden gehört der Sprache. Ein anderer der Haltung. Ein dritter der Melodie. Diese drei halten alles.
Kunzes Stimme ist ein Werkzeugkasten. Sie kann schmeicheln. Sie kann ritzen. Sie kann schlagen. In ruhigen Momenten liegt sie knapp über dem Flüstern. Dann rückt sie nahe an Ihr Ohr. Bei den anklagenden Stücken geht sie nach vorn. Sie wird hart an der Konsonante. Dabei bleibt sie stets verständlich. Das ist entscheidend. Denn in Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde zählt jedes Wort.
Auch die Sprechstücke haben Gewicht. “Variationen über einen Satz des Bundesinnenministers aus dem Monat Juli des Jahres 1963” zeigt das. Hier ist Timing alles. Pausen formen Sinn. Betonungen schneiden Pfade in Sätze. Sie hören eine Schule der Artikulation. Sie hören Erfahrung. Das ist nicht Bühnenroutine. Das ist Handwerk mit Haltung.
Die Themen kreisen um Herkunft und Gegenwart. Um das Land. Um das Ich im Land. “Deutschland (Verlassen von allen guten Geistern)” ist ein roter Faden. Er zieht sich durch verschiedene Platten dieser Auswahl. Er zeigt, wie ein Song wächst. Und wie er sich in neuen Zeiten neu anfühlt. “Sicherheitsdienst” ist trocken und sarkastisch. “Ich bin gegen den Frieden” irritiert, wie es soll. Es treibt die Frage: Was heißt Frieden? Ist er nur Ruhe? Oder ein Auftrag?
Die Privatstücke sitzen davor und danach. “Arme Johanna”, “Keine Angst”, “Du also bist mein Tod”. Hier wird es intim. Doch nie weinerlich. Da spricht ein Autor, der weiß, wie man nah ist, ohne zu drängen. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde balanciert beides. Nähe und Distanz. Pathos und Ironie. Das ist die alte Schule des Chansons. Und sie wirkt hier frisch.
Der Einstieg mit “Willkommen in meiner Lagune” hat etwas Filmisches. Er lädt ein in einen Ort. Der Ort ist Kopf und Bühne zugleich. Dann setzt “Der schwere Mut” den Ton. Der Song hängt wie ein Gewicht an der Brust. Er kennt Furcht. Doch er geht weiter. Diese Idee trägt. Sie hält die Platten zusammen. Stücke wie “Auf der Durchreise” und “Erdgeschoss / Folgen Sie mir weiter” treiben den Fluss.
In der Mitte stehen die großen Brocken. “Die Fütterung” ist so ein Brocken. Das Stück ist lang. Es arbeitet in Bildern. Es geht um Konsum. Um Appetit. Um Kreisläufe, die fressen und füttern zugleich. Danach ist man nicht satt. Man ist wacher. Genau das leistet Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde immer wieder. Es weckt ohne zu schreien.
Mehrere Songs kehren zurück. “Der schwere Mut”, “Keine Angst”, “Deutschland (Verlassen von allen guten Geistern)”. Sie kommen in anderen Fassungen. Mal länger. Mal schroffer. Mal schlichter. Das hat Methode. Es zeigt, wie ein Text atmet. Und wie Musik den Sinn bewegt. Eine Live-Version spürt dem Risiko nach. Ein Demo legt den Kern frei. Beides ist reizvoll. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde nutzt das für Tiefe statt Fülle.
Die Musik meidet Ăśberfluss. Sie gibt dem Wort Platz. Gitarren dominieren. Tasten setzen Farben. Das Schlagzeug ist Diener, nicht Herr. So kann die Stimme fĂĽhren. Und doch gibt es Ecken. Kleine BrĂĽche. Ein Klavier, das reibt. Ein Bass, der kurz schiebt. Ein Groove, der den Text fordert. In Summe entsteht ein Klang, der kantig bleibt und doch warm wirkt.
Die Produktion ist transparent. Sie trägt die Texte nach vorn. Höhen sind hell. Mitten sind voll. Der Raum wirkt echt. Nichts klingt muffig. Das passt. Denn Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde lebt von Klarheit. Wer verstecken will, mischt dunkel. Wer zeigen will, mischt hell. Hier wird gezeigt.
Kunze schreibt in Bildern. Aber er badet nicht darin. Ein Bild kommt. Es sitzt. Es bleibt. Dann geht es weiter. Die Ironie ist Werkzeug, nicht Maske. Das unterscheidet ihn von bloßer Satire. Er baut keine Wand aus Spott. Er zieht Vorhänge auf. Sie sehen mehr. Und Sie hören mehr. Das gilt für die politischen Texte. Es gilt für die Liebesstücke. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde zeigt diese Übung auf ganzer Strecke.
Bemerkenswert ist die Ökonomie. Viele Zeilen sind kurz. Wörter sind präzise. Kein Kitsch. Kein Klotz. Der Reim dient dem Sinn. Nicht umgekehrt. Das ist selten. Und es ist wohltuend.
“Der schwere Mut” bleibt im Ohr. Der Titel gibt die Richtung. Die Melodie trägt das Gemisch aus Last und Wille. Hier kommt der Autor als Bürger zu Wort. “Sicherheitsdienst” blickt in Systeme. Es tut das ohne Zeigefinger. Eher mit einem kalten Lächeln. “Man kann doch zu sich stehen wie man will” setzt Selbstbehauptung gegen Druck. Der Satz wirkt simpel. Er ist es nicht. Er ist Haltung.
Aus diesen drei Stücken lesen Sie die Klammer. Individuum und Umfeld. Anspruch und Zumutung. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde bringt das in viele Formen. Das macht die Reise lang. Und es macht sie reich.
Ein besonderes Plus liegt in den Rohversionen. “Peter Paletti (Solo Demo)” hebt die Decke an. Sie hören, wie eine Idee klingt, bevor sie sich kleidet. “Wir gratulieren (Live)” bringt die andere Energie. Publikum hebt und zieht. Tempi atmen anders. Pointen sitzen anders. Beides sind keine Beilagen. Sie sind Teil der Aussage. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde beschreibt so die Wege eines Songs. Von der Küche zur Kantine. Vom Tisch zur Tafel.
Solche Einblicke lohnen. Sie schärfen das Ohr für Nuancen. Sie zeigen das Gewicht von Timing und Ton. Und sie erinnern daran: Ein Lied ist nie fertig. Es lebt, solange es gespielt wird.
Die Sammlung legt Fährten. Ein Track wie “Noch hab’ ich mich an nichts gewöhnt” öffnet frühere Räume. “Bestandsaufnahme” setzt einen Rahmen. “Lisa” kippt Licht auf Figuren. Spätere Stücke spiegeln diese Namen. Das ergibt Dialoge über Jahre. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde hört man so auch als Chronik. Nicht als Nostalgie. Eher als Selbstprüfung. Was bleibt? Was ändert sich? Wo täuscht Erinnerung?
Diese Fragen schwingen in vielen Zeilen. Sie bleiben offen. Das ist ein Gewinn. Denn es lädt Sie ein, selbst zu antworten. Beim nächsten Hören vielleicht anders.
Es gibt klare Kanten. Doch nie Plakate. “Deutschland (Verlassen von allen guten Geistern)” setzt Schmerz in Form. Es ist Wut da. Aber kein Geheul. “Ich bin gegen den Frieden” stellt die bequeme Ruhe in Frage. Es zwingt zum Denken. Es ist nicht bequem. Aber es ist fair. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde führt so vor, was engagierte Kunst kann. Sie macht klüger. Ohne zu belehren.
2014 war ein Jahr mit viel Lärm. Viele Stimmen wollten recht haben. Diese Sammlung antwortete mit Genauigkeit. Sie setzte auf Text. Auf Ton. Auf Pausen. So stach sie heraus. Heute wirkt das fast noch wichtiger. Der öffentliche Raum ist lauter. Geduld ist rar. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde lädt zur Langsamkeit ein. Nicht zur Flucht. Zur Konzentration.
Das Set ist daher mehr als Rückschau. Es ist Werkzeug. Für Sie. Für alle, die Worte mögen. Für alle, die Haltung suchen. Für alle, die Musik auch als Denken hören.
Kunzes Werk ist groß. Viele Alben. Viele Bücher. Viele Bühnen. Dieses Set steht mittendrin. Doch es hat eigenes Gewicht. Es verdichtet. Es bündelt Linien. Es lässt Wurzeln sehen. Und es zeigt neue Triebe. Vielleicht erinnert es an Sammelwerke früherer Liedmacher. Doch es klingt nach Heute. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde setzt damit ein Zeichen. Es ist kein Abschluss. Es ist ein Knotenpunkt.
Wer neu einsteigt, findet hier einen breiten Einstieg. Wer schon lange hört, entdeckt Neues. Beide Wege führen. Das spricht für die Auswahl. Und für den Mut, Fassung an Fassung zu legen.
Die Texte haben Anspruch. Doch sie bleiben zugänglich. Die Musik ist fein. Doch sie bleibt klar. Diese Balance ist selten. Sie entsteht nur, wenn jemand Dinge weglässt. Das geschieht hier. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde vertraut seinem Kern. Es braucht keine großen Effekte. Es braucht Konzentration.
Die Fülle kann fordern. 49 Stücke sind viel. Nicht jeder Tag taugt dafür. Manche Hörer mögen Straffung wünschen. Auch die Wiederkehr mancher Titel wird nicht allen schmecken. Wer nur “die Version” will, muss wählen. Dazu streuen die Sprechtexte die Stimmung. Sie treiben den Geist. Doch sie bremsen den Fluss der Melodien. Das ist eine Frage des Geschmacks.
Gleichwohl passt es zum Konzept. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde ist kein Snack. Es ist ein Menü. Mit Vorspeisen, Zwischengängen und kräftigem Hauptgang. Am Ende steht ein Digestif. Sie nehmen sich Zeit. Dann zahlt es sich aus.
Diese Sammlung zeigt einen Autor im vollen Spektrum. Sie zeigt die Stimme. Sie zeigt die Feder. Sie zeigt den Blick. Sie mischt Nähe und Distanz. Sie wagt Politik und Poesie in einem Atem. Das ist viel. Und es gelingt. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde ist so ein Werk, das wächst. Mit jedem Hören. Mit jeder Stimmung. Es altert nicht. Es reift.
Wenn Sie Worte lieben, hören Sie zu. Wenn Sie Streit schätzen, hören Sie hin. Wenn Sie Ruhe brauchen, hören Sie weiter. Dieses Set gibt nicht nur Antworten. Es stellt gute Fragen. Es schärft das Ohr. Es stärkt den Rücken. Genau das macht den schweren Mut leichter. Und die Städte weniger schläfrig. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde ist am Ende ein Angebot. Ein gutes. Ein wichtiges.
Beginnen Sie mit “Der schwere Mut”. Gehen Sie dann zu “Keine Angst”. Hören Sie “Deutschland (Verlassen von allen guten Geistern)” in den verschiedenen Fassungen. Nehmen Sie sich “Die Fütterung” für einen ruhigen Abend. Schließen Sie mit “Wir gratulieren (Live)”. Danach kennen Sie den Puls. Danach kennen Sie den Ton. Dann tauchen Sie tiefer. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde belohnt Ihren Weg.
Es wird Sammler geben, die dieses Werk als Referenz halten. Es wird Neugierige geben, die hier einen Schlüssel finden. Beide liegen richtig. Denn diese Sammlung zeigt, dass Haltung und Handwerk Partner sind. Sie zeigt, dass Kunst im Kleinen entscheidet. Im Wort. Im Klang. In der Pause. Heinz Rudolf Kunze Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde beweist das mit Ruhe. Und mit Nachdruck.
Vielleicht ist das das schönste Lob. Es ist Musik, die bleibt. Nicht weil sie laut ist. Weil sie genau ist. Sie wird mit Ihnen gehen. Über Jahre. Über Themen. Über Zeiten. Genau dafür ist sie gemacht.
Das neue Album von Heinz Rudolf Kunze, "Der schwere Mut & Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde", zeigt einmal mehr seine musikalische Vielseitigkeit und poetische Tiefe. In diesem Werk vereint Kunze eindrucksvoll seine lyrischen Fähigkeiten mit eingängigen Melodien. Es ist ein Muss für alle Fans des Künstlers und für Liebhaber tiefgründiger Musik.
Wenn Sie mehr über Heinz Rudolf Kunzes musikalische Reise erfahren möchten, empfehle ich Ihnen einen Blick auf sein Album "Heinz Rudolf Kunze Ich brauch dich jetzt: 13 Balladen". Dieses Album zeigt eine andere Facette seines Schaffens und bietet eine Sammlung von berührenden Balladen, die tief unter die Haut gehen.
Ein weiteres Highlight in Kunzes Diskografie ist das Album "Heinz Rudolf Kunze Das Original". Hier zeigt er seine Fähigkeit, Geschichten zu erzählen und gleichzeitig musikalisch zu überraschen. Es ist ein Werk, das sowohl alteingesessene Fans als auch neue Hörer begeistern wird.
Für einen tieferen Einblick in Kunzes künstlerisches Schaffen und seine Entwicklung als Musiker, sollten Sie sich auch das Album "Heinz Rudolf Kunze POE - Pech und Schwefel" anhören. Es bietet eine spannende Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen und zeigt Kunze von seiner experimentellen Seite.
Mit diesen Alben können Sie die musikalische Bandbreite von Heinz Rudolf Kunze voll ausschöpfen und seine Entwicklung als Künstler nachvollziehen. Tauchen Sie ein in die Welt dieses außergewöhnlichen Musikers und lassen Sie sich von seinen Liedern inspirieren.