Letztes Update: 06. Dezember 2025
Heinz Rudolf Kunze prĂ€sentiert auf Hier rein da raus ein Album aus Chanson und Songwriter-Rock. Der Text erklĂ€rt Entstehung, Produktion und Schwerpunkte, lobt Stimme und Texte, kritisiert LĂ€ngen und lĂ€dt sie ein, LieblingsstĂŒcke neu zu hören.
Ein neues Album von Heinz Rudolf Kunze ist nie nur ein Satz neuer Lieder. Es ist ein Blick durch ein Brennglas. Sie hören ein Denken in Bewegung. Sie hören eine Sprache, die kratzt und tröstet. Mit dem im September 2012 erschienenen Hier rein da raus legt er ein Werk vor, das nah am Alltag ist. Es ist wĂŒtend, zĂ€rtlich und zynisch zugleich. Und es ist klug gebaut. Die Songs greifen ineinander. Die kurzen StĂŒcke tragen die langen. Das Ganze klingt frisch, doch mit Erfahrung geerdet. Genau darin liegt die Spannung.
Sie stehen vor einem Album, das zwei Gesichter zeigt. Auf der einen Seite die 16-Track-CD mit ausgearbeiteten Liedern. Auf der anderen Seite eine Fassung mit 18 StĂŒcken, die Miniaturen, Sketche und Blicke hinter die Kulissen liefert. Beide Ausgaben bilden zusammen einen Kosmos. Sie können die Platten getrennt hören. Doch richtig lebendig wird das Bild, wenn Sie beides zusammen denken. Dann wirkt die Musik wie die BĂŒhne, und die kurzen Texte wie Kulissenschieber. So entsteht eine klare Dramaturgie.
2012 war ein unruhiges Jahr. Die Krise und ihre Schlagworte prĂ€gten den Ton. Man hörte viel Misstrauen. Auch in der Popkultur. Kunze hĂ€lt in solchen Zeiten gern gegen. Er liefert keine Parolen, aber Haltung. Er beobachtet scharf. Er bringt das Unbehagen auf den Punkt. Und er tut es in einfachen SĂ€tzen. Das macht seine Kunst zugĂ€nglich. Es öffnet RĂ€ume. Sie spĂŒren das schon im ersten Track.
Hier rein da raus erscheint am 7. September 2012. Die Zeit war reif fĂŒr klare Worte. Doch Kunze weiĂ: Moral funktioniert besser, wenn sie sich selbst nicht zu wichtig nimmt. Also mischt er Sarkasmus unter Empathie. Sein Humor ist trocken. Er lacht nicht ĂŒber, sondern mit den Menschen. Dabei bleibt er unbequem. Er sucht Risse, nicht FlĂ€chen. So zieht er Ihr Ohr in jeden Vers hinein.
Der Titel ist Programm. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus verspricht DurchlÀssigkeit. Es geht um den Weg der Worte. Um das, was im Kopf bleibt. Und um das, was durchrutscht. Sie hören SÀtze, die hÀngen. Andere ziehen wie Wolken weiter. Diese Idee ist mehr als ein Gag. Sie prÀgt Form und Inhalt. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus arbeitet mit Kontrasten. Laut neben leise. Spott neben Zuneigung. Abstrakt neben greifbar. So kann die Platte atmen.
Er nutzt die deutsche Sprache wie ein Instrument. Das kennen Sie von ihm. Doch Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus zeigt die Technik im Feintuning. Keine Vokabel ist Schmuck. Jedes Wort trÀgt Last. Diese Genauigkeit macht den Sog. Sie können beim ersten Hören folgen. Beim zweiten hören Sie doppelte Böden. Beim dritten entdecken Sie Details, die vorher verborgen waren. Das ist Pop mit TiefenschÀrfe.
Kunze ist seit den frĂŒhen Achtzigern prĂ€sent. Er schrieb Hits. Er schrieb BĂŒcher. Er war im Radio. Er steht in einer Tradition, die Chanson, Rock und Kabarett mischt. Das prĂ€gt auch dieses Album. Er klingt hier nicht nostalgisch. Er klingt wach. Er denkt mit und voraus. Die Stimme ist gereift. Sie trĂ€gt die BrĂŒche stolz. Genau das macht die StĂŒcke glaubwĂŒrdig. Es klingt nie glatt, aber auch nie fahrlĂ€ssig.
Er meidet den schnellen Effekt. Stattdessen baut er Szenen. Figuren tauchen auf. StÀdte bekommen Stimmen. Fehler werden nicht versteckt. So werden Themen konkret. Sie hören keine Streitschrift. Sie hören Geschichten, die bei Ihnen weitergehen. Das ist ein starkes Angebot. Sie können mitdenken, ohne belehrt zu werden.
Der Sound ist warm, aber nicht weich. Gitarren prÀgen den Grund. Das Schlagzeug setzt klare Akzente. Die Arrangements wirken wie handgemacht. Es gibt Luft zwischen den Instrumenten. Nichts drÀngt nach vorn, wenn es nicht muss. Diese Balance trÀgt die Texte. Die Produktion setzt auf NÀhe. Sie sitzen quasi im Proberaum. Das passt zu der direkten Ansprache der Songs.
Viele StĂŒcke sind knapp gehalten. Sie enden, wenn die Aussage sitzt. Bei den lĂ€ngeren Nummern entsteht Raum fĂŒr Blicke zur Seite. Kleine Motive wiederholen sich. Ein Ton, eine Geste, ein Akkord. Dadurch wirkt das Album geschlossen. Die Abfolge ist klug gewĂ€hlt. Nach schweren Momenten folgt oft ein kurzes, helles StĂŒck. Oder ein spitzer Kommentar. So bleibt der Puls stetig.
Kunze schreibt mit feiner Klinge. In diesen Liedern spĂŒrt man Zorn. Aber er dreht ihn um und macht Kunst daraus. Er schafft Bilder, die schnell fassen. Er meidet Fachsprache. Er nutzt Alltagssprache. Das erhöht die Reibung. Sie erkennen Orte und Situationen. Sie hören Begriffe, die Ihnen vertraut sind. Doch im Lied wirken sie neu. Das öffnet die Ohren. Und es schĂ€rft das Thema.
Der Humor ist dabei zentral. Er entlĂ€dt Druck. Er sticht in die Blase. Er enttarnt Posen. Aber er verrĂ€t nie die Figuren. Das ist wichtig fĂŒr den Ton. Es schĂŒtzt vor Zynismus. Es erlaubt NĂ€he. So kann man lachen, ohne zu verletzen. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus zeigt, wie stark dieses Gleichgewicht sein kann.
Berlin ist in der deutschen Popmusik ein Reizwort. Kunze umgeht Klischees. Er schreibt kein Touristengedicht. Er schreibt ein urbanes SelbstgesprĂ€ch. Es geht um Distanz. Es geht um Sehnsucht. Und es geht um das, was StĂ€dte mit uns machen. Der Text bleibt klar. Keine Floskel, kein Postkartenblick. Die Musik stĂŒtzt das mit einer offenen Harmonie. Es klingt weit. Aber es bleibt persönlich.
In anderen StĂŒcken spricht er das Ich direkt an. Mal streng. Mal tröstend. Mal ironisch. So entsteht ein Katalog innerer Stimmen. Das passt zum Albumnamen. Was geht in uns hinein. Was geht aus uns heraus. Und was bleibt hĂ€ngen. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus arbeitet diese Fragen konsequent ab.
Das Album startet mit Das Dasein und ich. Ein Auftakt wie ein Kammerspiel. Ein Mensch und sein Alltag. Die Musik bleibt gedĂ€mpft. Der Text leuchtet. Im zweiten StĂŒck, Das Pony, schimmert der Witz durch. Es ist ein Lied ĂŒber kleine Fluchten. Es ist leicht, doch nicht banal. Dann folgt Sie hassen dich. Das ist ein kalter Satz, aber kein kaltes Lied. Es benennt die HĂ€rte der Welt. Es nimmt sie nicht hin. Das macht stark.
Lied fĂŒr Berlin sitzt frĂŒh im Set. Es erdet die Platte. Danach kommt Die Waffe. Ein schweres Thema, sachlich verpackt. Wenig Pathos, viel PrĂ€zision. Der Refrain brennt sich ein. Ein Wirtshaus voller Probleme ist knapp und hell. Ein Zwei-Minuten-Film. Es funktioniert wie Atemholen zwischen den groĂen Themen. Ein und aus setzt das fort. Es gilt dem Rhythmus des Lebens. Es atmet, wie der Titel sagt.
Milderne UmstĂ€nde hĂ€lt das Tempo moderat. Der Text ist fein geschnitten. Es geht um Schuld und Schonraum. Es geht um Rechtfertigung. Nimm es nicht persönlich klingt wie ein Rat, der selten klappt. Genau das macht den Reiz. Mach es wie ich spielt mit dem Ton des Allwissenden. Aber der Song entlarvt die Pose. RĂ€uberzivil erzĂ€hlt vom Leben auf der Kante. Es riecht nach StraĂe, aber nicht nach Pose. Das macht es stark.
Ăberall liegen Dinge ist ein kurzer Blick in den Raum. Es geht um Chaos und Ordnung. Es klingt klein, zeigt aber eine groĂe Idee. Die Gefahr zieht die Schraube wieder an. Ein bedrohlicher Puls, klare Worte. Bleib Schmerz bleib ist die Ballade des Albums. Sie ist dunkel, aber nicht dĂŒster. Sie schaut dem Schmerz in die Augen. Das ist mutig. Sisyphos TV probt Medienkritik. Der Titel verrĂ€t den Ansatz. Wieder Humor, wieder Ernst, eng verwoben. Der Kartenleger schlieĂt die 16 StĂŒcke. Ein langer Track, der Geschichten sammelt. Er bleibt hĂ€ngen. Er klingt aus, ohne zu verflachen.
Warum trĂ€gt dieser Anfang so weit? Weil er nahe an Ihrer eigenen Stimme ist. Die Worte sind einfach. Die Bilder sind klar. Der Song nimmt Sie mit. Er stellt Fragen, keine Thesen. Er öffnet den Raum. So fĂŒhlt sich das Album von Beginn an wie ein GesprĂ€ch an. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus zeigt gleich hier seine StĂ€rke: Tempo ohne Hast. Druck ohne LĂ€rm.
Die Band arbeitet prÀzise. Kleine Figuren auf der Gitarre. Ein ruhiger Beat. Kein Ornament ist zu viel. Das hÀlt den Fokus auf dem Text. Und es erlaubt Ihrer Fantasie, den Rest zu malen. So entsteht Kino im Kopf. Leise, aber eindringlich.
Dieses StĂŒck ist ein Beispiel fĂŒr Kunzes Minimalismus. Zwei Minuten reichen. Er setzt Figuren in den Raum. Er lĂ€sst sie reden. Und Sie wissen: Dieses Wirtshaus kennen Sie. Diese Stimmen kommen Ihnen bekannt vor. Der Trick ist klar: Er vermeidet Kommentare. Die Szene spricht fĂŒr sich. Das macht sie stark. Und es macht sie lustig, ohne einfach zu sein.
Auch hier zĂ€hlt der Sound. Die Instrumente treten zurĂŒck. Der Takt ist federnd. Sie lĂ€cheln, aber das LĂ€cheln bleibt hĂ€ngen. Das ist gute Satire. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus nutzt diese Form mehrfach. Das hĂ€lt den Fluss lebendig.
Die Ballade ist ein PrĂŒfstein. Kunze besteht ihn. Er meidet Kitsch. Er meidet zu dicke Bilder. Stattdessen setzt er auf Ruhe. Die Melodie versteckt sich nicht. Sie trĂ€gt den Text. Der Gesang ist nah, fast spröde. Das passt. Schmerz wird hier nicht verklĂ€rt. Er wird betrachtet, als Teil des Lebens. Das ist ehrlich. Es ist hilfreich. Es zeigt Haltung.
Im Album-Kontext wirkt der Song wie ein Anker. Er gibt Tiefe. Danach können wieder leichtere Töne kommen. Der Wechsel tut gut. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus gewinnt so an Dynamik. Der Bogen hÀlt, obwohl die Stimmungen wechseln.
Die Version mit 18 StĂŒcken erweitert den Blick. Hier finden Sie Miniaturen wie Rede an die Nasen, Sitz oder Tja. Kurze Formen, pointierte Themen. Es gibt Sprechpassagen. Es gibt Skizzen. Es gibt Szenen aus Hotel, Bus und Backstage. Die StĂŒcke lesen sich wie Notizen eines Tourtages. Sie sind oft witzig. Manchmal beiĂend. Manchmal nur achselzuckend. Das ist charmant, aber nie belanglos.
Es ist Krieg stellt die politische Achse scharf. Gesichter Gesichter ist lang und hypnotisch. Es wirkt wie ein kleines Hörspiel. Im nĂ€chsten Leben werdâ ich Spielerfrau setzt Popkultur auf die Schippe. Als der Teufel kam, Tot, WaschbĂ€r, Putzfrau Jesus â diese Titel zeigen den Ton. Sie sind neugierig. Sie ziehen Sie rein. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus bekommt durch diese Sammlung eine zweite Ebene. Das Album wird zu einem Raum, in dem Musik und Sprache gleich stehen.
Die kurzen Tracks befreien das Ohr. Sie geben Pausen, aber auch Stiche. Sie sind wie Randnotizen an den groĂen Text. Kunze erlaubt sich Verspieltheit. Die Stimme ist nah. Die Instrumente sind sparsam. Hier zĂ€hlt Rhythmus der Sprache. Dadurch entsteht eine IntimitĂ€t. Sie haben das GefĂŒhl, im Studio zu sitzen. Oder im Tourbus. Sie hören das Denken in Echtzeit.
Diese Ebene ist nicht Beiwerk. Sie ist Baustein. Sie erweitert die Themen. Sie stellt RĂŒckfragen an die Songs. So wird aus einer Sammlung von Liedern ein ErzĂ€hlsystem. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus zeigt hier seine modernste Seite.
Wo steht dieses Album im Gesamtwerk? Es steht stabil in der Mitte. Es blickt zurĂŒck, ohne RĂŒckschritt zu sein. Es zeigt neue Formen, ohne die Basis zu verlassen. Kunze bleibt Liedermacher. Aber er nutzt die Freiheit des Formats. Er denkt das Album als BĂŒhne. Diese Haltung hat er in frĂŒheren Werken vorbereitet. Hier bringt er sie auf den Punkt.
Die literarische Handschrift ist prÀsent. Doch sie dominiert nie die Musik. Der Song bleibt König. Das hÀlt die Balance. So kann auch ein neues Publikum andocken. Kenner hören Anspielungen. Neueinsteiger hören starke Lieder. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus vereint beides. Das ist selten.
Wenn Sie klare Worte lieben, sind Sie hier richtig. Wenn Sie einfache Reime und groĂe Gesten suchen, eher nicht. Die Platte will Aufmerksamkeit. Sie dankt es mit Tiefe. Sie funktioniert im Auto. Sie funktioniert mit Kopfhörern. Am stĂ€rksten wirkt sie am StĂŒck. Sie erzĂ€hlt dann eine Bewegung. Von der Selbstbeobachtung zur Welt. Von der Welt zurĂŒck zum Ich.
Auch fĂŒr Freundinnen und Freunde des Chansons ist viel dabei. Das gilt fĂŒr die Balladen und die Sprechtexte. Sie hören Haltung, nicht AttitĂŒde. Sie hören Witz, nicht Witzelei. Das macht das Album langlebig. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus verliert kaum an Spannung. Auch Jahre nach dem Release trĂ€gt es noch.
Ein starkes Merkmal ist die Artikulation. Kunze setzt auf klare, kurze SĂ€tze. Er nutzt Pausen. Er vermeidet Fremdwörter, wenn einfache Worte reichen. Das erhöht die VerstĂ€ndlichkeit. Es passt zur Musik. Beides greift ineinander. So erfĂŒllt er den Anspruch, den der Titel setzt. Was rein geht, kann raus. Was raus geht, bleibt im Ohr.
Die Reime sind oft unsichtbar. Sie stĂŒtzen, ohne zu glĂ€nzen. Der Takt folgt dem Sinn. Nicht umgekehrt. Dadurch klingen auch harte Themen leicht. Sie bleiben beweglich. Sie können sich damit bewegen. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus beweist: Sprache kann grooven.
Mehrere Motive ziehen sich durch die Tracks. Zum Beispiel Verantwortung. Der Ton schwankt zwischen Appell und Selbstkritik. Auch das Thema Medien spukt herum. Sisyphos TV zeigt das klar. Beziehungen erscheinen als wechselnde Kulissen. Mal als Schutz, mal als PrĂŒfung. Die Stadt als BĂŒhne ist ein weiteres Element. Berlin ist nur ein Name dafĂŒr. Gemeint sind viele Orte. Gemeint sind die Menschen, die sie fĂŒllen.
Ein anderes Motiv ist die Körperlichkeit. Die Stimme spricht oft vom Atmen, vom Gehen, vom Sehen. Das erdet die Texte. Es holt groĂe Themen auf den Boden. Sie können sie anfassen. Das ist eine StĂ€rke dieses Albums. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus bleibt konkret, auch wenn es groĂ denkt.
Bei Erscheinen war die Platte kein greller Hype. Sie ist dafĂŒr nicht gebaut. Sie wollte reifen. Genau das ist passiert. Viele Songs klingen heute sogar klarer. Die politischen Linien haben sich eher vertieft. Der Witz ist nicht gealtert. Er sitzt immer noch. Und die Balladen haben an Gewicht gewonnen. Das spricht fĂŒr die handwerkliche QualitĂ€t.
In Konzerten wirkten die StĂŒcke besonders gut. Sie sind robust. Sie halten Reduktion und Ausbau. Mal nur mit Gitarre. Mal mit voller Band. Beides trĂ€gt. Das zeigt die StabilitĂ€t der Kompositionen. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus hat damit einen festen Platz in Setlisten gefunden.
Dieses Album ist eine Einladung zum genauen Hören. Es ist klug, ohne trocken zu sein. Es ist politisch, ohne Parolen. Es ist persönlich, ohne Nabelschau. Es lebt von Sprache, aber es singt. Das ist keine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Die Produktion lĂ€sst Luft. Die Band spielt dienlich. Der SĂ€nger fĂŒhrt durch den Stoff. Und am Ende bleiben Bilder zurĂŒck. Sie bleiben lĂ€nger, als der letzte Ton klingt.
Wenn Sie einen Einstieg suchen, probieren Sie Das Dasein und ich, Die Waffe, Lied fĂŒr Berlin und Bleib Schmerz bleib. Hören Sie danach Ein Wirtshaus voller Probleme und Ăberall liegen Dinge. Wechseln Sie dann zur 18-Track-Version. Legen Sie Gesichter Gesichter und Es ist Krieg auf. So spĂŒren Sie die Spannweite dieses Werkes. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus ist kein Album fĂŒr einmal. Es ist ein Album fĂŒr öfter.
Es bleibt der Eindruck: Hier hat einer zur richtigen Zeit das Richtige gesagt. Er hat es in einer Sprache getan, die Sie einlĂ€dt. Er hat es auf Musik gesetzt, die trĂ€gt. Er hat Haltung gezeigt, ohne zu posieren. So funktioniert moderne Liedkunst. So bleibt ein Album lebendig. Heinz Rudolf Kunze Hier rein da raus beweist das mit jedem StĂŒck.
Das Album "Hier rein da raus" von Heinz Rudolf Kunze bietet eine spannende Mischung aus tiefgrĂŒndigen Texten und eingĂ€ngigen Melodien. Wenn du ein Fan von Kunze bist, könnte dich auch sein Werk "Heinz Rudolf Kunze Ein Sommernachtstraum" interessieren. Dieses Album zeigt eine andere Facette seines musikalischen Könnens und bietet ebenfalls viel Stoff fĂŒr Diskussionen.
Ein weiteres Highlight in Kunzes Diskografie ist das Album "Heinz Rudolf Kunze Schöne GrĂŒĂe vom Schicksal". Auch hier ĂŒberzeugt er mit seiner lyrischen Tiefe und musikalischen Vielfalt. Es ist faszinierend zu sehen, wie er immer wieder neue Themen aufgreift und diese in seinen Liedern verarbeitet.
FĂŒr Liebhaber von Singer-Songwritern könnte auch das Album "Hannes Wader WĂŒnsche" von Interesse sein. Wader, Ă€hnlich wie Kunze, ist bekannt fĂŒr seine einfĂŒhlsamen Texte und seine musikalische Vielseitigkeit. Beide KĂŒnstler haben die deutschsprachige Musikszene nachhaltig geprĂ€gt und bieten immer wieder neue Einblicke in ihre Gedankenwelt.