Letztes Update: 06. November 2025
Sie bekommen eine kompakte Vorstellung und kritische Einordnung von Gerhard Gundermanns Auftritt am 30.04.1990 im Haus der jungen Talente, Berlin. Der Text schildert AtmosphÀre, Setlist und Stimme, lobt AuthentizitÀt, benennt SchwÀchen und ordnet das Konzert in sein Werk ein.
Der Titel nennt Zeit, Ort und Anspruch. Es ist der 30. April 1990 in Berlin. Ein Saal fĂŒr junge Stimmen. Ein Land im Ăbergang. Sie hören einen SĂ€nger, der baggert und dichtet. Er ringt mit der Frage, was bleibt. Und was nun kommt. Diese Aufnahme hĂ€lt das fest. Roh. Direkt. Ohne Filter. Genau das macht ihren Wert aus.
Es ist ein Live-Abend ohne Glanzlicht-BĂŒhne. Keine Showtreppe, kein Nebel. DafĂŒr Raum fĂŒr Stimmen, Gitarren, Tasten. Raum auch fĂŒr Unsicherheit. Und fĂŒr Mut. Der Ton sitzt nicht immer klinisch. Doch er lebt. Man spĂŒrt Atem, Raum, Reaktion. So wĂ€chst NĂ€he. Sie könnten in der dritten Reihe sitzen. Sie hören Schritte, EinsĂ€tze, Zurufe. Alles wirkt nĂŒchtern. Und gerade deshalb stark.
Die Ansage dieses Abends ist klar. Hier will niemand entkommen. Hier wird gesehen. Hier wird gesagt, was weh tut. Hier wird gelacht, wenn der Schmerz zu groĂ wird. Und hier wird gehofft. Nicht vertrĂ€umt. Sondern tastend, prĂŒfend, wach. Das ist der Kern dieser Platte. Er trifft Sie, wenn Sie Offenheit suchen. Er trifft Sie, wenn Sie Lieder mögen, die nicht kuschen.
Schon der erste Takt sagt: Heute zĂ€hlt das Hier und Jetzt. Die Zeit ist dĂŒnn. Die Wahrheit ist dick. Und dazwischen steht ein Liedermacher mit Gitarre. Er erzĂ€hlt vom Rest der Welt. Und von der kleinen Ecke daneben. Gerhard Gundermann 1990-04-30: Sehnsucht nach dem RattenfĂ€nger: Haus der jungen Talente, Berlin, Ger ist deshalb mehr als eine Setlist. Es ist ein Protokoll der Schwelle. Zwischen gestern und morgen. Zwischen Illusion und Aufgabe.
Die Songauswahl zeigt die BrĂŒcke. Eigene StĂŒcke treffen auf internationale Referenzen. Heimat trifft Ferne. Zorn trifft Witz. So wird der Abend zum Spiegel einer Landschaft. Sie erleben, wie es klirrt, wenn alte SĂ€tze reiĂen. Sie hören, wie neue Worte noch suchen. Genau diese Mischung macht den Reiz. Sie hĂ€lt wach. Sie macht die Platte jetzt noch relevant.
Die Tage sind schnell. Die Ereignisse drÀngen. Mauern sind offen. Gewissheiten fallen. Der Kalender hinkt hinterher. In dieser Stimmung wird Musik zum Kompass. Sie muss keine Parole sein. Sie darf Zweifel zeigen. Sie darf wanken. Wichtig ist nur, dass sie ehrlich ist. Dieser Abend ist ehrlich.
Die Titel deuten es an. "Dem deutschen Volke". "Europa". "GrĂŒne Armee". Dazu "Steinland". Und "Kein Land in Sicht". Das ist kein Zufall. Es ist ein Raster. Es fragt: Wer sind wir gerade. Und wer werden wir? In dieser LĂŒcke baut das Konzert seine Kraft auf. Satz fĂŒr Satz. Refrain fĂŒr Refrain. Ohne Besserwissen.
Sie hören keine Heldensaga. Sie hören Arbeit an der Sprache. An der Moral. An der eigenen Rolle. Das ist unbequem. Es ist aber auch heilsam. Denn es zeigt, was Kultur kann. Sie fasst ein GefĂŒhl zusammen. Sie gibt ihm Töne. Sie gibt ihm Richtung.
Die Aufnahme ist direkt. Sie ist nicht geschönt. Manchmal komprimiert sie hart. Manchmal sitzt die Stimme zu vorne. Dann wieder trÀgt der Saal. Diese Schwankung stört nicht. Im Gegenteil. Sie erzeugt NÀhe. Sie merken, dass da ein Raum ist. Mit WÀnden. Mit Luft. Mit Menschen, die atmen.
Die Gitarre hat Biss. Die Tasten setzen Farben. Das Schlagwerk hĂ€lt MaĂ. Die Mischung lĂ€sst die Sprache frei. Das ist wichtig. Denn hier zĂ€hlen die Worte. Sie tragen die Last. Sie brauchen Platz. Das bekommen sie.
Wenn Sie Studio-GlĂ€tte suchen, werden Sie hier nicht fĂŒndig. Wenn Sie Begegnung suchen, dann schon. Die Platte lebt vom Moment. Sie macht keine Kosmetik. Sie dokumentiert. Das klingt nĂŒchtern. Doch das Ergebnis hat Glut.
Der Puls bleibt geerdet. Die Tempi laufen ohne Hast. Jeder Einsatz dient dem Text. Kein DrÀngeln. Kein Show-Off. Das schafft Vertrauen. Die Riffs werden Anker. Die Pausen werden RÀume. Sie hören, wie das Ensemble atmet.
Die Gitarre zeichnet Kanten. Die Tasten malen FlÀchen. Zusammen entsteht Tiefe. Mal treibt es, mal trÀgt es. Mal kratzt es, mal wÀrmt es. Diese Spannweite hÀlt den Abend lebendig. Sie bekommen kein Einheitsgrau. Sie bekommen Schattierungen.
Die Stimme fĂŒhrt. Sie ist rau, aber klar. Sie hat einen warmen Kern. Sie ertrĂ€gt BrĂŒche. Sie kennt den Staub der Grube. Sie kennt den Schein der BĂŒhne. In dieser Stimme wohnen Arbeit und Anspruch. Genau das macht sie glaubwĂŒrdig. Auf der Platte trĂ€gt sie jedes StĂŒck. Gerhard Gundermann 1990-04-30: Sehnsucht nach dem RattenfĂ€nger: Haus der jungen Talente, Berlin, Ger bĂŒndelt das.
Der Einstieg geht nach vorn. Kurze Dauer. Klarer Griff. Der Song setzt das Thema: Wir kaufen vieles blind. Wir hoffen auf GlĂŒck. Doch der Sack raschelt. Das Lachen ist kurz. Die Musik greift das auf. Sie bleibt knapp. Sie sagt viel in wenig Zeit. Das ist ein gutes Zeichen fĂŒr den Abend.
Im Anschluss nimmt "Soll sein" Tempo raus. Raum fĂŒr Reflexion. Was gilt noch. Was soll gelten. Der Text fragt, die Band lĂ€sst Luft. So entsteht eine leichte Spannung. Sie wirkt produktiv. Sie trĂ€gt in die nĂ€chsten StĂŒcke.
Mit "Gerade geboren" wird der Blick zart. Ein zögernder Aufbruch. Die Musik streift sanft. Danach zieht "Einsame Spitze" an. Der Ton wird sarkastisch. Erfolg ohne Richtung wird hohl. Das hört man oft. Aber hier klingt es frisch. Weil es konkret bleibt. Weil es auf den Moment zielt.
Die Folge-StĂŒcke verbinden Beobachtung und Biss. Sie spĂŒren die Lust am Detail. Es sind kleine Szenen. Daraus baut sich das groĂe Bild. Der Abend wirkt so wie ein Mosaik. Jede Fliese zĂ€hlt. Am Ende sehen Sie mehr als vorher.
Wenn ein Ostdeutscher 1990 internationale Songs bringt, ist das ein Statement. Es ist Neugier. Es ist auch PrĂŒfung. Was taugt. Was spricht zu uns. Hier nehmen die Cover keinen Fremdkörper ein. Sie erweitern den Raum. Sie zeigen, wie weit das Ohr geworden ist. Sie zeigen auch, wie Musik Grenzen umgeht.
"Honky Tonk Woman" steht fĂŒr Körper und SpaĂ. Das StĂŒck löst die ZĂŒgel. Es lockert den Saal. Doch die Band lĂ€sst es nicht zur Nummer werden. Sie hĂ€lt eine eigene SchĂ€rfe. So bleibt die Deutung bei ihm. Die Stimme verpasst dem Lied eine Kante. Sie wird nicht zur Kopie.
"Rocket Launcher" schlÀgt den entgegengesetzten Ton an. Das ist Zorn als Ethik. Das ist der Blick auf Gewalt. Der Vortrag ist rau. Die Band greift hart an. Dennoch kippt es nicht in Pose. Die Spannung bleibt menschlich. Die Frage bleibt offen: Was darf Wut. Was muss sie lassen. Auch "Old Dixie Down" funkt in diese Denkzone. Geschichte wird zur Gegenwart. Schmerz bleibt Schmerz. Der Abend beweist seinen Mut zum Reibungspunkt.
Der Abend trĂ€gt ein Leitmotiv. Es ist der Ruf nach FĂŒhrung, nach Klang, nach Sinn. Der "RattenfĂ€nger" steht dafĂŒr. Er ist VerfĂŒhrer und Tröster. Er ist Rettung und Gefahr. Das Lied tastet dieses Spannungsfeld ab. Ohne Lehrsatz. Es legt Spuren. Es verweigert die Auflösung. Genau das ist klug. Denn 1990 will niemand noch einmal blind folgen.
Die Musik hÀlt die Balance. Ein Ruf, der sanft beginnt. Eine Linie, die sich weitet. Die Band hÀlt die Spannung bis zum Schluss. In dieser Form entfaltet das Lied seine Wucht. Es trifft die Lage. Es trifft die Sehnsucht. Und es zweifelt am Versprechen. Das bleibt hÀngen.
Wer den Abend in einem Satz fassen will, landet oft hier. Das TitelstĂŒck ist der Rahmen und der Spiegel. Es fragt nach VerfĂŒhrung. Es fragt nach Verantwortung. Es fragt nach der Kunst. In Gerhard Gundermann 1990-04-30: Sehnsucht nach dem RattenfĂ€nger: Haus der jungen Talente, Berlin, Ger ist es der ruhende Pol.
Diese drei Titel markieren das GesprĂ€ch mit dem groĂen Wir. "Dem deutschen Volke" nimmt den Satz vom Reichstag auf. Doch hier wird er privat. Er wird leise geprĂŒft. Was meint dieser Spruch in diesen Tagen. Wer meint er. Das StĂŒck zeigt Risse. Es findet Gnade im Konkreten.
"GrĂŒne Armee" blickt auf Macht und Uniform. Der Sound bleibt knapp. Er bohrt aber tief. Es geht nicht um Zeigefinger. Es geht um Blick. Um Verantwortung. Um die Versuchung, sich zu ordnen. Das StĂŒck lĂ€sst keinen Frieden. Es lĂ€sst dafĂŒr Fragen.
"Europa" weitet den Horizont. Grenzen lösen sich. Zugleich wĂ€chst die Angst. Was bringt das neue Haus. Was kostet es. Das Lied antwortet nicht. Es zeigt Bilder. Es zeigt Stimmen. Es zeigt offene TĂŒren. Sie hören den Schritt hinaus. Sie hören das Zögern. Diese Uneindeutigkeit ist StĂ€rke. Sie lĂ€sst Raum fĂŒr Sie.
Die Kraft des Abends liegt auch in den kleinen Dingen. "Wo bleiben wir" fragt nach Halt. Es zÀhlt die Wege auf, die im Sand verlaufen. "Gras" spÀht zu Boden. Es zÀhlt die unscheinbaren Zeichen. Da wÀchst etwas. Trotz allem. Diese Perspektive rettet den Abend vor Pathos.
Die Musik folgt dem Blick. Sie bleibt sparsam. Sie lÀsst die Silben arbeiten. Die Stimme knickt, wenn der Sinn knickt. Sie lacht, wenn Ironie die Brust rettet. Das ist klug gesetzt. Es ist gut gespielt. Hier liegt Handwerk. Und Herz.
Das letzte Drittel bĂŒndelt vieles. "Steinland" ist schwer. Doch der Song fĂ€llt nicht. Er findet Halt im Rhythmus. Er findet Bilder, die tragen. Alles ist fest. Und doch in Bewegung. So entsteht ein dunkles Leuchten. Es wirkt nach.
"Kein Land in Sicht" klingt wie ein Signal. Es ist keine Kapitulation. Es ist eine Positionsmeldung. Man sieht nichts. Aber man geht weiter. Das Schlagwerk setzt Meilen. Die Gitarre zeichnet Kurs. Die Stimme ruft: Bleiben wir wach. Das packt.
Am Ende steht "Das war's dann wohl". Ein kurzer Blick zurĂŒck. Kein Knall. Eher ein Nicken. Es passt zu diesem Abend. Keine groĂe Geste. DafĂŒr Ehrlichkeit. Die Platte blendet aus, wie sie einblendet: Auf den Punkt. Ohne Rauschgold.
Live-Alben aus Zeiten des Ăbergangs sind oft schwer. Sie tragen Ballast. Sie verlieren sich im Dokument. Diese Platte schafft den Sprung. Sie ist Dokument. Und Deutung. Sie hĂ€lt den Moment fest. Und sie setzt Zeichen, die bleiben. Deshalb lohnt sie heute.
Wer das Werk ĂŒber Jahre kennt, findet hier Knotenpunkte. Themen, die spĂ€ter prĂ€gen. Formeln, die spĂ€ter neue Form finden. Wer neu einsteigt, erhĂ€lt ein klares Bild. Keine Schwelle erklĂ€rt so viel wie diese. Keine zeigt so gut, wie Haltung klingt, wenn alles kippt.
Man kann darĂŒber streiten, ob alle Cover nötig sind. Man kann ĂŒber die LĂ€nge mancher Nummern diskutieren. Das gehört dazu. Doch das Gesamtbild hĂ€lt. Es ĂŒberzeugt. Es wirkt ehrlich und stark. Genau das sucht man in Live-Dokumenten. Gerhard Gundermann 1990-04-30: Sehnsucht nach dem RattenfĂ€nger: Haus der jungen Talente, Berlin, Ger liefert das.
Wenn Sie politische Lieder meiden, halten Sie inne. Diese Platte ist nicht moralisch schwer. Sie ist menschlich. Sie zeigt Zweifel. Sie zeigt Freude. Sie zeigt Wut, die bleibt, weil sie liebt. Das ist ansteckend. Es ist greifbar auch fĂŒr Menschen, die Politik scheuen.
Wenn Sie Sprache mögen, werden Sie viel finden. Die Bilder sind klar. Sie kommen ohne Schnörkel aus. Sie sitzen oft im Alltag. Doch sie öffnen in die Weite. Wenn Sie handwerkliche Ehrlichkeit schÀtzen, sind Sie hier richtig. Kein Effekt ohne Sinn. Kein Refrain ohne Grund.
Und wenn Sie Live-Band-Energie suchen, kommen Sie auf Ihre Kosten. Es swingt. Es treibt. Es hĂ€lt inne. Es probiert aus. Es fĂ€llt auch mal roh. Doch es steht immer im Dienst der Sache. Darin liegt die WĂŒrde dieser Aufnahme.
Die Setlist baut organisch. FrĂŒh kommt der erste Riss. SpĂ€ter folgen die groĂen Bögen. Zwischendrin die Weltkontakte. Dann der politische Block. Am Ende Verdichtung und Abschied. Nichts wirkt zufĂ€llig. Und doch ist viel offen. Das ist gute Dramaturgie. Sie fĂŒhrt. Und sie lĂ€sst Sie gehen.
So bleibt der Eindruck einer Reise. Anfang mit Blick nach innen. Mitte mit Blick nach auĂen. Ende mit Blick auf den Boden vor den FĂŒĂen. Das wirkt in sich stimmig. Es ist kein Konzeptalbum. Aber es hat eine klare Achse. Diese Achse macht den Abend stark.
Haus der jungen Talente. Der Name sagt es. Da geht es um Aufbruch. Um die Freiheit zu probieren. Um das Recht zu irren. Dieser Geist prÀgt die Platte. Der Saal ist nicht neutral. Er gibt dem Abend eine Idee. Er trÀgt die Stimme eines Landes, das neu beginnt.
Das Publikum hört zu. Es feiert nicht blind. Es reagiert wach. Man spĂŒrt Respekt. Man spĂŒrt eine gemeinsame Suche. Das ist selten. Und es passt zu diesem Musiker. Er spielt nicht vor Fans. Er spielt mit Mitmenschen. Das nĂ€hrt die Tiefe der Aufnahme.
Die Texte bleiben geerdet. Die Töne bleiben nĂŒtzlich. Die Haltung bleibt offen. Diese Trias trĂ€gt den Abend. Sie macht die Platte robust. Sie macht sie auch empfindsam. Sie ist beides. So ĂŒberlebt Kunst die Zeit. Sie hĂ€lt stand. Sie wĂ€chst mit neuen Ohren.
Sie können diese Platte heute hören wie ein Tagebuch. Sie können sie hören wie eine Schule der Skepsis. Oder wie eine Feier der WĂŒrde in unscheinbaren Dingen. Alles stimmt. Und alles zeigt Ihnen, wie Musik Orientierung geben kann. Nicht als Befehl. Als Einladung.
Diese Veröffentlichung ist ein GlĂŒcksfall. Sie bĂŒndelt Musik, Moment und Mut. Sie zeigt einen KĂŒnstler, der seine WidersprĂŒche kennt. Der sie nicht versteckt. Der sie formt. Sie hören keine Lösungsshow. Sie hören Arbeit am Gemeinsinn. Das ist kostbar.
Im Kanon wirkt der Abend wie ein Gelenk. Was vorher suchte, findet Sprache. Was danach kam, fand hier seine Probe. Wer verstehen will, was Lieder leisten können, wenn Geschichte sich dehnt, ist hier richtig. Der Beweis steht in jeder Nummer. Er steht im Atem zwischen den Zahlen. Er steht in der Haltung des SÀngers.
Wenn Sie mich nach einem Einstieg fragen, nenne ich das TitelstĂŒck. Danach "Steinland". Danach "Rocket Launcher". Dann "Dem deutschen Volke". SchlieĂlich "Das war's dann wohl". So erleben Sie die Spannweite. So spĂŒren Sie den Bogen. Und so sehen Sie, warum dieser Abend bleibt.
Gerhard Gundermann 1990-04-30: Sehnsucht nach dem RattenfĂ€nger: Haus der jungen Talente, Berlin, Ger ist daher Empfehlung und Zeugnis zugleich. Es ist ein Album fĂŒr Herz und Verstand. Es ist ein Abend, der weiter spricht. Heute. Morgen. Und darĂŒber hinaus.
Zum Schluss bleibt ein Satz: Diese Platte ehrt das Unfertige. Sie ehrt die Suche. Sie ehrt das GesprĂ€ch. Darin liegt ihre WĂŒrde. Darin liegt ihre Schönheit. Und darin liegt ihr Platz in Ihrer Sammlung. Wenn Sie ihn lassen.
Live-Alben können hĂŒbsch sein. Oder sie können notwendig sein. Dieses ist notwendig. Es leuchtet in eine Kante der Zeit. Es macht sie hörbar. Es lĂ€sst uns prĂŒfen, was davon noch in uns liegt. Vieles, wie es scheint. Die Fragen sind nicht vorbei. Die Antworten schon gar nicht.
Sie hören hier einen KĂŒnstler, der die Arbeit liebt. Der Sprache vertraut. Der die BĂŒhne als Werkbank sieht. Das ist selten und gut. Der Abend belegt, wie sehr Kunst von Haltung lebt. Nicht von Tricks. Nicht von LautstĂ€rke. Sondern von der FĂ€higkeit, die eigene Stimme gelten zu lassen.
Darum lohnt die Wiederkehr. Heute. In einigen Jahren. In neuen Lagen. Sie werden anderes hören. Sie werden Neues entdecken. Und Sie werden merken, wie aktuell diese Lieder bleiben. Nicht, weil sie modisch sind. Sondern weil sie ehrlich sind. Gerhard Gundermann 1990-04-30: Sehnsucht nach dem RattenfÀnger: Haus der jungen Talente, Berlin, Ger hÀlt diese Ehrlichkeit fest.
Das Album "1990-04-30: Sehnsucht nach dem RattenfĂ€nger: Haus der jungen Talente, Berlin, Germany" von Gerhard Gundermann bietet eine faszinierende Reise durch die Welt des Chansons und der Liedermacher. Gerhard Gundermann, bekannt fĂŒr seine tiefgrĂŒndigen Texte und eingĂ€ngigen Melodien, hat mit diesem Album ein Meisterwerk geschaffen. Wenn Sie mehr ĂŒber seine Werke erfahren möchten, könnte der Artikel ĂŒber Gerhard Gundermann Engel ĂŒber dem Revier von Interesse sein. Hier finden Sie eine detaillierte Kritik und Review eines weiteren bedeutenden Albums von ihm.
Ein weiterer bemerkenswerter KĂŒnstler in diesem Genre ist Franz Josef Degenhardt. Sein Album "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern" hat die Musikszene nachhaltig geprĂ€gt. Wenn Sie sich fĂŒr seine Werke interessieren, lesen Sie den Artikel Franz Josef Degenhardt Spiel nicht mit den Schmuddelkindern. Hier erhalten Sie einen tiefen Einblick in die Bedeutung und den Einfluss dieses Albums.
Auch Ina Deter hat mit ihren Alben die Herzen vieler Fans erobert. Besonders das Album "Mit frĂŒher ist heute vorbei" zeigt ihre musikalische Vielfalt und emotionale Tiefe. FĂŒr eine ausfĂŒhrliche Kritik und Vorstellung besuchen Sie den Artikel Ina Deter Mit frĂŒher ist heute vorbei. Hier erfahren Sie mehr ĂŒber die HintergrĂŒnde und die Entstehung dieses beeindruckenden Werks.