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Vorstellung und Kritik: Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner

Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner – Ein Album zwischen Poesie und Rohheit

Letztes Update: 09. Januar 2026

Der Artikel stellt Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner vor, analysiert Sound, Texte und Produktion und liefert eine fundierte Kritik. Sie erfahren, welche Songs herausragen, welche SchwÀchen das Album hat und warum es in Gundermanns Werk Bedeutung besitzt.

Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner – eine kritische Vorstellung

Ein Album als Kompass durch ein widersprĂŒchliches Werk

Dieses Album ist mehr als eine Sammlung. Es ist ein Kompass durch Widerspruch und Mut. Es fĂŒhrt Sie durch leise Töne und harte Schnitte. Es schĂ€rft den Blick fĂŒr einen Autor, der nicht kuscht. Gerade das macht die Reise so spannend. Die CD erschien am 20. Juni 2008. Sie bietet 19 Songs. Die Spannweite reicht von 1:02 bis 5:15 Minuten. Kurz und knapp, doch voller Gewicht. Gerhard Gundermann schrieb Lieder fĂŒr Kopf und Bauch. Diese Auswahl zeigt, wie stark das bis heute wirkt.

Der Fokus liegt auf dem Kern seines Schreibens. Es geht um NĂ€he und Distanz. Um Arbeit und TrĂ€ume. Um Fehler und WĂŒrde. So wird das Bild nuanciert. Die Dramaturgie der Reihenfolge hilft. Sie starten nicht auf der Höhe. Sie starten im Suchmodus. Das ist klug. Es zieht Sie hinein. Sie hören, wie sich Fragen in Haltung verwandeln. Das ist die stille Kraft dieser Platte.

Wer war Gerhard Gundermann?

Er war Baggerfahrer im Lausitzer Tagebau. Er war Liedermacher und Bandmann. Ein Mann mit kantiger Stimme. Ein Autor mit Sinn fĂŒrs Konkrete. Er kannte Staub, Schichtplan und LĂ€rm. Deshalb klingen die Lieder ehrlich. Er war kein Poseur. Er suchte das GesprĂ€ch mit dem Leben. Seine Biografie ist widersprĂŒchlich. Dazu zĂ€hlt auch eine Akte aus dunklen Jahren. Er hat das spĂ€ter offen angesprochen. Seine Songs klingen hĂ€ufig wie Selbstbefragung. Sie sind direkt. Und doch poetisch.

FĂŒr viele steht sein Name fĂŒr Ostdeutschland. Doch die Themen sind allgemein. Liebe, Zeit, Verlust, Hoffnung. Er macht daraus keine Parolen. Er baut Bilder. Er baut Figuren. Das öffnet RĂ€ume. Sie hören nicht nur ihn. Sie hören viele Stimmen. Das erklĂ€rt, warum diese Lieder bleiben. Sie sind anfassbar. Sie sind klug. Und sie sind frei von Kitsch.

Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner

Gerade der Titel ist Programm. Er deutet eine Haltung an. Keine halben Dinge. Keine falschen Kompromisse. Die Auswahl legt diesen Faden aus. Sie hören frĂŒhe und spĂ€tere Farben. Es wirkt geschlossen, obwohl es streut. Deshalb eignet sich diese CD als Einstieg. Und sie taugt als Condensat fĂŒr Kenner. Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [1] zeigt die Spannweite. Es zeigt Kraft und Zerbrechlichkeit. Das ist die besondere Leistung dieses Sammelwerks.

Konzept und Dramaturgie der Auswahl

Die Reihenfolge erzĂ€hlt eine innere Geschichte. Sie beginnt mit Suche und Zweifel. Dann folgen Spott und MitgefĂŒhl. In der Mitte wird es dunkler. Am Ende kommt ein Blick nach oben. Das klingt einfach. Doch es trĂ€gt. Die KĂŒrze einiger StĂŒcke ist kein Mangel. Sie sind Skizzen. Sie sind Atempausen. Danach entfalten sich wieder große Bilder. So bleibt der Fluss lebendig. Und Sie bleiben wach.

Sie finden Balladen und ruppige Nummern. Sie finden intime Szenen und große Bögen. Dazwischen stehen Miniaturen. Die ÜbergĂ€nge sind organisch. Das schmeichelt dem Ohr. Und es schĂ€rft den Sinn fĂŒr Nuancen. Genau dadurch baut die CD eine eigene Dramaturgie. Sie ist nicht nur eine Sammlung. Sie ist ein Konzert im Kopf.

Klangbild und Haltung

Das Klangbild wirkt geerdet. Akustische Gitarren fĂŒhren oft. Eine Band stĂŒtzt, wo es passt. Kein unnötiger Pomp. Kein Showeffekt. Die Arrangements sind klar. Sie lassen den Text atmen. Das ist wichtig fĂŒr diese Lieder. Sie tragen die Last der Worte. Und sie dĂŒrfen nicht erdrĂŒcken. So bleibt die Stimme im Zentrum. Sie ist rau. Aber sie ist nah. Das passt zur Direktheit der Texte.

Zwischen den StĂŒcken liegen Jahre. Trotzdem steht die CD in sich. Der rote Faden ist die Haltung. Sie ist empathisch und streng zugleich. Das ergibt einen Ton, der trĂ€gt. So kann man diese Auswahl in einem Rutsch hören. Es wirkt wie ein Album aus einem Guss. Das ist fĂŒr eine Werkschau bemerkenswert. Genau hier punktet Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [2]. Es zeigt, wie konstant sein Blick war, trotz Wandel.

Die ersten Schritte: Suchen, tasten, anfangen

„Und ich suche die ich liebe“ eröffnet die Reise. Der Titel sagt alles. Suche, nicht Besitz. Sie hören eine zarte Geste. Sie hören zugleich eine zĂ€he Kraft. Danach setzt „Soll sein“ ein Gegengewicht. Hier spricht der Wille. Hier ringt jemand um Maß und Richtung. Es folgt „Der Narr“. Die Figur ist Spiegel und Schutz. Humor mischt sich mit Melancholie. Das macht die Figur menschlich. Und es weitet die BĂŒhne.

„Einsame Spitze“ bringt leise Ironie. Das Arrangement bleibt schlank. Der Text zeigt die Kehrseite von Leistung. Erfolg kann einsam machen. Diese Spannungen prĂ€gen die erste Phase. Sie bilden das Fundament. Genau so stellt Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [3] die Weichen. Es ist kein lauter Auftakt. Es ist ein Schritt in einen offenen Raum.

Miniaturen, die nachhallen

„Eine kleine leise Traurigkeit“ dauert kaum mehr als eine Minute. Und doch bleibt sie im Ohr. Das ist eine poetische Skizze. Sie ist leise, aber nicht schwach. Sie prĂ€gt die Stimmung. Auch „Brigitta“ ist kurz und prĂ€gnant. Ein Name, ein Moment. So entstehen Bilder, die Sie tragen. Gerade die KĂŒrze erhöht die Wirkung. Sie zwingt zur Konzentration. Das macht diese StĂŒcke stark.

Am Ende des Albums steht „Es kommt der Tag“. Wieder ein kurzes StĂŒck. Wieder ein Satz mit Gewicht. Zwischen diesen Miniaturen entfalten sich die großen Lieder. Das erzeugt einen Sog. Sie atmen mit der CD. Die Dramaturgie greift klug ineinander. So gewinnt Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [4] an Dichte. Der Fluss bleibt straff, ohne zu eilen.

Dunkle Funken: GesprÀche mit dem Abgrund

„Spricht der Teufel“ ist ein KernstĂŒck. Der Titel ist deutlich. Hier wird Versuchung verhandelt. Doch es geht nie um Pose. Es geht um Stimme und Gewissen. Das Arrangement hĂ€lt Distanz. Der Text trĂ€gt die Last. So entsteht Spannung. „Ich mache meinen Frieden“ antwortet darauf. Es ist kein sĂŒĂŸer Friede. Es ist Arbeit. Es ist eine Haltung im Alltag.

„Keine MĂ€rchen mehr“ knĂŒpft daran an. Der Satz ist klar. Es ist eine Absage an Flucht. Es ist eine Einladung zur Reife. Dazu passen „Gras“ und „Owehoweh“. Hier mischen sich Sinnlichkeit und Staub. Es ist kein romantischer Naturblick. Es ist Erde unter den NĂ€geln. Genau hier zeigt Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [5] seine Kraft. Die Lieder sind konkret. Sie sind frei von Pathos. Und doch sind sie groß.

Zwischen Zuneigung und Verletzung

„Vögelchen“ trĂ€gt zarte Bilder. Es klingt leicht und wach. „Linda“ ist ein anderes Bild der NĂ€he. Keine große Geste. Eine kleine Szene. So wird das Private groß. Ohne Kitsch. Ohne weiße Rosen. Diese Lieder zeigen, wie Gundermann liebt. Es ist eine Liebe ohne Masken. Sie zeigt Fehler. Sie will nicht glĂ€nzen. Sie will halten. Das ist selten. Und es berĂŒhrt.

Hier liegt eine StĂ€rke des Albums. Es packt die Herzensthemen nicht in Zucker. Es zeigt sie ohne Deckel. Damit wird IntimitĂ€t hörbar. Das verstĂ€rkt die GlaubwĂŒrdigkeit. Deshalb eignet sich Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [6] so gut fĂŒr neue Hörer. Sie finden Zugang ohne Vorwissen. Sie finden Szenen aus dem Leben. Das trĂ€gt ĂŒber Zeit und Ort.

Arbeit, Zeit, Widerstand

„Keine Zeit mehr“ spricht eine Gegenwart aus. Sie kennen den Ton. Das Hamsterrad dreht sich. Der Song dreht es nicht zurĂŒck. Er stellt eine Frage. Was zĂ€hlt? Was bleibt? „Einsame Spitze“ klingt hier nach. Auch „Gras“ erzĂ€hlt von Kreislauf und Stoff. Nichts ist nur schön. Nichts ist nur schwer. Alles ist verbunden. Das ist die Welt dieser Lieder.

Gundermann kannte die Arbeitswelt. Das hört man. Es ist kein Blick von oben. Es ist ein Blick aus der Schicht. Daraus wĂ€chst WĂŒrde. Daraus wĂ€chst Ironie. Es ist kein Jammern. Es ist kein Heldenkult. Es ist ein aufrechter Gang. Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [7] gibt dieser Haltung Raum. Es zeigt sie in vielen Facetten. So entsteht ein realistisches Bild.

ErzÀhlkunst mit Biss

„Der Narr“ und „Schwarze Galeere“ zeigen seine ErzĂ€hlkraft. Figuren und Bilder tragen die Idee. Keine These steht allein. Sie wird verkörpert. Sie bekommt Stimme und Blick. Das macht die Lieder stark. Denn so bleibt die Botschaft beweglich. Sie kann atmen. Sie kann wachsen. Sie belehrt nicht. Sie lĂ€dt ein.

Das passt zur MusikalitĂ€t. Die Melodien sind eingĂ€ngig. Sie sind nicht simpel. Sie öffnen RĂ€ume. Die Band hĂ€lt Maß. Sie setzt Akzente an den richtigen Stellen. Das ermöglicht Konzentration. Sie hören Text, weil Klang trĂ€gt. Genau so funktioniert gutes Liedhandwerk. Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [8] bĂŒndelt dieses Handwerk. Es zeigt Reife und Neugier zugleich.

Zwischen Trost und Klarheit: spÀte Töne

„Und musst du weinen“ hĂ€lt inne. Der Titel lĂ€sst Raum. Die Musik gibt Halt, ohne zu beschwichtigen. So entsteht Trost. Kein falscher Trost. Ein Trost, der ehrlich ist. „Es kommt der Tag“ fĂŒgt Hoffnung hinzu. Wieder ohne Pathos. Wieder mit Blick nach vorn. Das schließt den Bogen zur Eröffnung. Der Kreis ist nicht hermetisch. Er bleibt offen. Sie dĂŒrfen weiterdenken.

Genau diese offene Form macht die CD stark. Sie fĂŒhlen sich ernst genommen. Sie werden nicht gefĂŒhrt, Sie werden begleitet. Das baut Vertrauen auf. So kann ein Sammelalbum mehr sein. Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [9] beweist das. Es ist ein GesprĂ€ch mit dem Hörer. Ein GesprĂ€ch auf Augenhöhe.

Der gute Schluss: „Der Mond ist aufgegangen“

Der Schluss ist eine vertraute Melodie. Es ist ein altes Abendlied. Doch hier klingt es anders. Es ist schlicht und nah. Kein Kitsch, keine Schleife. Der Song ist wie eine Hand auf der Schulter. Er sagt nicht viel. Er ist da. Damit endet die CD auf einem ruhigen Ton. Das passt zur Reise. Denn nach viel Dichte braucht es Ruhe.

Der bekannte Text trĂ€gt. Die Stimme gibt ihm eine neue FĂ€rbung. So entsteht ein sanfter Kontrast. Der Schluss ist kein Punkt. Er ist ein Doppelpunkt. Sie nehmen Bilder mit in die Nacht. Sie hören nach. Genau hier zeigt sich die Kunst der Auswahl. Sie denkt ĂŒber den letzten Akkord hinaus. Das macht Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [10] so rund.

FĂŒr Einsteiger, fĂŒr Kenner, fĂŒr Skeptiker

Wenn Sie Gundermann neu entdecken, starten Sie hier. Die Auswahl ist klug. Sie zeigt Vielfalt, ohne zu zerfahren. Sie zeigt Tiefe, ohne zu ĂŒberfordern. Sie ist zugĂ€nglich und dicht. Wenn Sie ihn kennen, finden Sie einen frischen Blick. Die Reihenfolge öffnet neue BezĂŒge. Sie lĂ€dt zum Vergleich ein. Sie schĂ€rft das Gehör. So bringt eine bekannte Stimme neue Töne hervor.

Gerade Skeptiker finden Zugang. Die Produktion hĂ€lt Distanz zum Pathos. Die Texte sind direkt. Sie brauchen kein Beiwerk. Darin liegt die QualitĂ€t. Damit trĂ€gt Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [11] ĂŒber Moden hinweg. Die Lieder altern gut. Denn sie stehen auf Wahrheit im Detail.

Das VerhÀltnis von Auswahl und Auslassung

Jede Sammlung ist ein Statement. Was fehlt, spricht mit. Diese CD bekennt sich zu Balance. Sie verzichtet auf Spektakel. Sie nimmt die ruhigen StĂŒcke ernst. Das wirkt reif. NatĂŒrlich könnten andere Favoriten fehlen. Doch die Dramaturgie rechtfertigt die Wahl. Denn der Fluss der Themen bleibt erhalten. Sie folgen einer inneren Logik.

So entsteht kein Best-of der Hits. Es entsteht eine poetische Karte. Sie zeigt Wege und RĂ€nder. Sie lĂ€sst LĂŒcken, die zu weiteren Alben fĂŒhren. Das ist im Sinne eines Einstiegs. Es weckt Neugier. Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [12] behauptet keinen Kanon. Es lĂ€dt zu einem persönlichen Kanon ein. Genau das macht die Auswahl sympathisch.

Form, Dauer, Hörfluss

19 Tracks sind eine klare Ansage. Die Laufzeiten bleiben schlank. Langeweile kommt nicht auf. Die vielen kurzen StĂŒcke halten Tempo. Die lĂ€ngeren bieten Raum. So bleibt das Hören dynamisch. Kurze Pausen entstehen zwischen den Songs. Sie sind wichtig. Sie lassen die Worte nachklingen. Das Ohr bleibt offen. Der Kopf bleibt wach.

Die CD funktioniert am StĂŒck. Sie funktioniert auch in Portionen. Das ist fĂŒr heutige Hörgewohnheiten wichtig. Sie können eintauchen oder streifen. Beides macht Sinn. Auch nach mehreren DurchlĂ€ufen bleibt Neues. Kleine Gesten fallen auf. Eine Wendung, ein Bild, ein Akkord. Das ist ein Zeichen fĂŒr Substanz. Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [13] hat diese Substanz.

Der Blick ĂŒber den Tellerrand

Wie steht dieses Album im deutschsprachigen Lied? Es steht sehr gut da. Es meidet die Falle der Pose. Es predigt nicht. Es fragt. Es lacht und beißt. Es tröstet ohne Zucker. Diese Tugenden sind selten. Sie sind gerade heute wichtig. Das gibt dem Album AktualitĂ€t. Es klingt nicht nach Museum. Es klingt nach Gegenwart.

Wer Vergleiche sucht, findet Spuren. Es gibt AnklÀnge an Folk. Es gibt ChansonfÀrbungen. Es gibt Rock, der nicht prahlt. Doch am Ende zÀhlt die Stimme. Sie ist unverwechselbar. Gerade deshalb bleibt die Auswahl stimmig. Sie zeigt Vielfalt und IdentitÀt zugleich. Und sie zeigt, wie nah Kunst und Alltag sein können. Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [14] hÀlt diese Spannung.

Kleines Detail, große Wirkung

Mehrfach fĂ€llt die Kraft der Refrain-Ideen auf. Diese Refrains klammern nicht. Sie öffnen. Sie tragen die Strophe, statt sie zu ĂŒberwĂ€ltigen. Das ist gute Schule. Dazu kommen prĂ€zise Bilder. Sie stammen aus dem Leben. Sie riechen nach Arbeit. Sie blinken nicht. Sie leuchten. Das steigert die GlaubwĂŒrdigkeit. Es fördert NĂ€he. So wĂ€chst Bindung, Song fĂŒr Song.

Das spiegelt sich in der Stimme. Sie ist nicht glatt. Sie ist ehrlich. Diese Ehrlichkeit ist ein Klang. Sie war sein Markenzeichen. Sie prĂ€gt das Album. Und sie wirkt lange nach. Deshalb eignet sich Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [15] auch fĂŒr Menschen, die Worte lieben. Die Texte tragen. Die Musik dient ihnen, statt sie zu verdecken.

Fazit: Eine Einladung, die man annehmen sollte

Diese CD ist mehr als Archiv. Sie ist ein lebendiges GesprÀch. Sie zeigt einen Autor in vielen Farben. Sie gibt seinen Figuren Raum. Sie respektiert das Ohr. Sie vertraut der Sprache. Genau das schafft Tiefe. Genau das schafft NÀhe. Wer ein Lehrbuch sucht, wird es nicht finden. Wer eine ehrliche Stimme sucht, wird sie hören.

Als Einstieg ist das Album ideal. Als ErgĂ€nzung ist es klug. Als RĂŒckkehr ist es tröstlich. Es verbindet Kopf und Herz. Es hĂ€lt Distanz und schenkt NĂ€he. Es lĂ€sst Ihnen die Freiheit des Urteils. Und es schenkt Ihnen viele gute SĂ€tze im Kopf. Gerhard Gundermann Auswahl 1: Alle oder Keiner [16] ist daher eine klare Empfehlung. Es ist ein leises, starkes StĂŒck Gegenwart. Auch wenn es aus vielen Jahren stammt. Genau das ist sein Geheimnis. Es bleibt nah.

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