Letztes Update: 20. Januar 2026
Der Text stellt Ina Deters Album Wenn wir unsern Neid besiegen... vor, beschreibt Stimmung und Texte, bewertet Arrangements und Produktion. Er lobt Deters Stimme, bemängelt inkonsistente Songs, nennt Highlights und fasst das Albumurteil zusammen.
Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... ist ein frühes Statement der Künstlerin. Das Album erschien 1979. Es trifft eine Zeit, in der Pop und Protest neu zueinander fanden. Der Ton ist ernst. Die Sprache ist klar. Die Lieder greifen private Zweifel und große Fragen auf. Sie hört hier eine Künstlerin, die nah am Leben schreibt. Und sie hört, wie sie Haltung zeigt. Der Titel wirkt wie ein Auftrag. Das Werk klingt zugleich roh und bedacht. Es ist eine Platte, die nicht nur Stimmungen speichert. Sie zeigt eine Haltung, die heute wieder hell leuchtet.
Dieses Album steht zwischen Rückblick und Neubeginn. Es blickt zurück auf die Jahre nach 1968. Es schaut nach vorn in eine unruhige Republik. Die Stücke wirken wie Notizen aus einer bewegten Zeit. Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... setzt genau dort an. Es stellt Fragen, die im Alltag brennen. Es gibt Antworten, die sich nicht wichtig machen. Viele Songs sind kurz. Sie kommen ohne Ballast aus. Der Klang wirkt direkt. Er lässt Worte vorgehen. So entstehen Bilder, die lange nachklingen.
Die späten Siebziger brachten eine neue Art von Lied. Politische Themen blieben zentral. Doch die Form wurde freier. Es musste nicht immer das klassische Protestlied sein. Chanson und Rock begannen zu flirten. Es gab Raum für neue Töne. Genau dort positioniert sich dieses Werk. Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... passt nicht in eine Schublade. Es zeigt Kante. Es zeigt Sanftheit. Es ruft zur Solidarisierung auf. Und es zweifelt offen an Posen und Phrasen. Diese Mischung trägt die Platte bis heute.
Der Titel ist mehr als ein schöner Satz. Er ist Programm. Neid ist ein hartes Wort. Er teilt. Er vergiftet. Er frisst Energie. Das Album stellt dem eine andere Kraft gegenüber. Es schlägt vor, das Gift zu erkennen. Es schlägt vor, es zu überwinden. Der Weg führt durch Einsicht, Humor und Mut. Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... zeichnet genau diesen Weg. Die Songs greifen verschiedene Blickwinkel auf. Mal ist es die persönliche Wunde. Mal die politische Leerstelle. Mal die ironische Gegenrede. Aus all dem entsteht ein roter Faden. Er hält die Platte zusammen.
Das erste Stück heißt Ein neues Gefühl. Der Titel ist schlicht. Doch er klingt wie ein Aufbruchssignal. Der Song öffnet die Tür. Er legt das innere Thema frei. Wer ein neues Gefühl sucht, lässt Altes los. Er stellt sich dem Risiko. Das Lied tut genau das. Es atmet Leichtigkeit, aber es bleibt wach. So beginnt der Bogen von nah zu weit. Von innen nach außen. Die Platte gewinnt damit rasch Struktur. Sie wissen, worum es geht. Und sie ahnen, dass es nicht bei einer Pose bleibt. Auch hier spüren sie: Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... will mehr als nur gefallen.
Der zweite Titel ist eine Ansage. Ihr sogenannten Progressiven richtet sich an eine Szene. Sie meint jene, die so gern fortschrittlich sind. Deter seziert ihre Pose. Sie zeigt den Abstand zwischen Wort und Tat. Sie tut es ohne Hass. Ihre Kritik sitzt, weil sie sacht ist. Das Lied hält den Spiegel hin. Es fragt nach Konsequenz. Es fragt nach Geschlechterrollen. Es fragt, wer sprach und wer schwieg. Damit setzt der Track ein scharfes Signal. Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... lässt sich nicht einlullen. Es ruft auf zu gelebtem Fortschritt, nicht bloß zu Worten.
Diese beiden Stücke gehören eng zusammen. Das eine fragt nach der Faust. Das andere nennt die Schläge. Beide sprechen von Gewalt, Macht und Widerstand. Die Fragen sind zugespitzt, aber nie platt. Sie lassen Raum zum Denken. Die Musik stützt das. Sie bleibt straff. Sie treibt, statt zu drücken. Man spürt ein Ringen um Sprache. Man spürt auch den Wunsch, Härte nicht mit Härte zu spiegeln. Diese Spannung macht die Lieder stark. Sie bewahren die Würde. Sie öffnen Wege. Und sie binden den Bogen an den großen Titel: Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... als Einladung, Kraft neu zu definieren.
Ein Song mit Frage im Titel zieht immer zu. Hier ist es anders. Es geht nicht um Neugier. Es geht um Anteilnahme. Warum starb Elvira Card? wirkt wie ein Bericht. Es ist eine Skizze, intensiv und knapp. Sie erzählt von einer Frau, die nicht gehört wurde. Sie deutet Strukturen an, die Menschen unsichtbar machen. Die Musik bleibt reduziert. So entsteht ein Raum für Stille. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich auf die Lücke, die bleibt. Auf den Menschen hinter der Schlagzeile. So zeigt sich das Ethos der Platte. Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... verweigert das Spektakel. Es sucht Würde.
Ist Freiheit mehr als ein Wort? ist ein Prüfungssatz. Er richtet sich an jede und jeden. Er richtet sich auch an die Künstlerin selbst. Der Song fragt, wie Freiheit im Alltag lebt. Er fragt, was sie kostet. Er fragt, was sie schützt. Er tut das ohne Lehrton. Stattdessen geht das Lied in kleine Szenen. Diese Szenen sind anschaulich. Man sieht eine Straße, einen Abend, einen Blick. Die Freiheit zeigt sich nicht als Fahne. Sie zeigt sich als Geste. Als Haltung in Kleinigkeiten. So baut das Album Tiefe auf. So wird der Leitspruch von Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... konkret, erfahrbar und still stark.
Als ich begriffen hatte komprimiert einen Lernweg. Der Song ist kurz, aber präzise. Er zeigt den Moment, in dem etwas klickt. Von da an gibt es kein Zurück. Daneben steht Beschreibung eines weiblichen Einpersonenstückes. Dieser Titel klingt sperrig. Doch dahinter steckt eine leise Sensation. Eine Frau auf der Bühne. Allein, aber nicht isoliert. Sie hält die Aufmerksamkeit. Sie führt das Gespräch. Das Stück wirkt wie ein innerer Monolog. Es ist ehrlich und nie larmoyant. So wird die Platte zu einer Sammlung von Szenen. Jede Szene prüft den großen Satz auf Alltagstauglichkeit. Auch hier greift der Kern: Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... ist ein Werk über Selbstbehauptung.
Die Produktion hält sich zurück. Das ist klug. Die Stimme führt. Gitarren und Tasten geben Kontur. Der Bass hält den Puls. Das Schlagzeug bleibt auf den Punkt. Manchmal hört man einen Hauch von Rock. Manchmal glimmt ein Chanson-Farbtupfer. Es gibt kleine Brüche, die wach halten. Nie drängt das Arrangement sich vor. Diese Bescheidenheit dient dem Text. Der Klang öffnet Räume. Er lässt die Worte atmen. Er schafft Nähe, ohne aufdringlich zu sein. Die Platte wirkt wie ein gut gebautes Zimmer. Es ist schlicht. Es ist warm. Und es hat Fenster. Genau dort weht die Luft von Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... herein.
Deters Sprache ist knapp. Sie liebt einfache Wörter. Sie baut aus ihnen dichte Bilder. Rhetorische Fragen sind ihr Werkzeug. Sie sind keine Masche. Sie sind ein offener Blick. Wer fragt, wird empfänglich. Wer fragt, bleibt in Bewegung. Die Metaphern bleiben nah am Körper. Faust, Schläge, Luft, Wort. Es sind Dinge, die jede versteht. Die Platte verzichtet auf Zitate und Theorie. Sie setzt auf Erfahrung. So entsteht Vertrauen. Aus Vertrauen entsteht Wirkung. Genau so kann eine Zeile tragen, auch nach vielen Jahren. Das erklärt, warum Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... heute so frisch klingt.
1979 suchte die deutschsprachige Musik nach neuen Formen. Es gab große Namen der Liedermacherei. Es gab Bands, die auf Rock setzten. Deter schlägt eine Brücke. Sie nimmt die Genauigkeit des Chanson mit. Sie nimmt den Drive des Pop hinzu. Sie beweist, dass beides sich nicht ausschließt. Die Lieder sind pointiert. Und sie sind singbar. Diese Doppelnatur ist die Stärke der Platte. Sie erreicht Herz und Kopf zugleich. Sie lädt zum Denken ein. Sie lädt auch zum Mitsingen ein. Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... behauptet so eine eigene Nische im Kanon.
Wie wurde das Album damals gehört? Es lief nicht als schrille Provokation. Es kam als kluge Begleiterin. Es fand Menschen, die sich wiederfanden. Frauen, die im Alltag Grenzen stießen. Männer, die zuhören wollten. Menschen, die den Ton der Zeit nicht ertrugen. Heute zeigt die Platte eine große Qualität: Sie altert gut. Sie wirkt nicht staubig. Sie gewinnt sogar an Tiefe. Denn viele Fragen sind wieder aktuell. Rolle, Freiheit, Gewalt, Solidarität. Diese Themen sind da, Tag für Tag. Deshalb erreicht Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... heute neue Ohren. Es trifft eine Generation, die nach Klarheit sucht.
Wie kann sie heute hören? Am besten ohne Eile. Erst den ganzen Bogen. Dann einzelne Stücke. Starten sie mit Ein neues Gefühl. Weiter zu Ihr sogenannten Progressiven. Dann die Mitte mit Wieviele Finger braucht eine Faust?. Anschließend Warum starb Elvira Card?. Zum Schluss der Titelsong. So entfaltet sich ein Weg. Er beginnt im Innen. Er geht durch Konflikte. Er endet in einem Angebot. So bewahrt das Album seine Spanne. So wird aus einer Platte ein Gespräch. Genau das macht Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... wertvoll.
Ganz am Ende steht Wenn wir unsern Neid besiegen. Der Satz formt einen Chor. Er lädt ein, mitzusingen. Er ist offen. Er ist zart. Und er ist stark. Der Song schließt den Kreis. Er verweist nicht auf die nächste Parole. Er verweist auf das eigene Handeln. Damit stellt er einen Maßstab auf. Nicht als Druck, sondern als Möglichkeit. Das Lied sagt: Wir sind nicht fertig. Es sagt auch: Wir sind nicht allein. Dieser Ton bleibt. Er trägt hinaus in den Alltag. Er macht das Album zu einem Begleiter. So bündelt Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... seinen Sinn in einem schlichten, hellen Finale.
Dieses Werk ist mehr als ein Dokument der Jahre 1979. Es ist ein lebendiger Spiegel. Es zeigt, wie Haltung klingt, wenn sie atmen darf. Es zeigt, wie politisches Lied privat werden kann. Und wie Privates politisch wirkt. Es nutzt einfache Worte. Es schafft dichte Bilder. Es baut eine klare Dramaturgie. Es lädt zur Wiederkehr ein. Wer es hört, merkt: Hier wird niemand belehrt. Hier wird erzählt. Hier wird gefragt. So wächst Vertrauen. So wächst Wirkung. Deshalb gehört diese Platte in jede Sammlung. Sie ist ein Stück Kultur, das trägt. Ina Deter Wenn wir unsern Neid besiegen... bleibt ein leiser Klassiker. Er klingt nach. Er macht Mut. Und er lässt sie nicht kalt.
Das Album "Wenn wir unsern Neid besiegen..." von Ina Deter ist ein weiteres Meisterwerk der bekannten Liedermacherin. Es zeigt ihre Fähigkeit, tiefgründige Texte mit eingängigen Melodien zu verbinden. In diesem Artikel wird das Album ausführlich vorgestellt und kritisch beleuchtet. Dabei wird auf die musikalische Vielfalt und die lyrische Tiefe der Songs eingegangen. Das Album ist ein Muss für alle Fans von Chanson und Liedermacher-Musik.
Ein weiteres bemerkenswertes Werk von Ina Deter ist das Album "Ina Deter Nur Liebe und sonst gar nichts". Auch hier zeigt sie ihre unverwechselbare Handschrift und ihre Fähigkeit, emotionale Themen in Musik zu verwandeln. Die Kritik zu diesem Album bietet einen tiefen Einblick in die Entstehung und die Bedeutung der einzelnen Lieder.
Ein weiteres Highlight in der Welt der Liedermacher ist das Album "Wenzel Wenzel singt Das kleine Meertagebuch". Wenzel ist bekannt für seine poetischen Texte und seine außergewöhnliche Musikalität. Dieses Album ist ein Beweis für sein Talent und seine Vielseitigkeit. Die Kritik zu diesem Werk beleuchtet die verschiedenen Facetten des Albums und zeigt, warum es in keiner Sammlung fehlen sollte.
Ein weiteres Album, das in diesem Zusammenhang erwähnt werden sollte, ist "Ina Deter Wenn du so bist wie dein Lachen". Auch hier zeigt Ina Deter ihre Fähigkeit, persönliche und gesellschaftliche Themen in Musik zu verwandeln. Die Kritik zu diesem Album bietet einen tiefen Einblick in die Entstehung und die Bedeutung der einzelnen Lieder. Es ist ein weiteres Beispiel für ihre herausragende Arbeit als Liedermacherin.