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Reinhard Mey – Alles was ich habe: Albumkritik

Reinhard Mey Alles was ich habe — Vorstellung und Kritik

Letztes Update: 08. Februar 2026

Der Artikel stellt Reinhard Meys Album 'Alles was ich habe' vor, analysiert ausgewĂ€hlte Lieder, bewertet Texte, Stimme und Arrangements und diskutiert Produktion sowie Themen. Er lobt poetische Tiefen, kritisiert teils zurĂŒckhaltende Instrumentierungen und zieht ein abschließendes Hörer-Fazit.

Vorstellung und Kritik: Reinhard Mey Alles was ich habe

Dieses Album gehört zu den seltenen Werken, die eine ganze Epoche im Kleinen zeigen. Reinhard Mey formt darin Szenen aus dem Alltag. Dazu kommen zarte Bekenntnisse und spitze Witze. Das Ergebnis ist eine prĂ€zise Collage. Sie wirkt leicht, doch sie sitzt tief. Reinhard Mey Alles was ich habe erschien 1973 und vereint 16 Titel auf einer 12-Zoll-Vinyl. Schon der erste Eindruck ist klar: Hier spricht einer, der weiß, wann eine Pointe sitzt. Und wann Stille stĂ€rker ist als jedes Orchester.

Was dabei sofort auffÀllt, ist die Mischung. Es gibt satirische Blicke auf die Gesellschaft. Es gibt intime Lieder, die nur Gitarre und eine Stimme brauchen. Viele Songs sind kurz. Sie sparen jede Note. Sie sind dicht erzÀhlt. So entsteht ein Album, das die Balance hÀlt. Zwischen Lachen und Nachdenken. Zwischen privaten Momenten und offener Kritik.

1973: Ein Jahr zwischen Fernweh und Verdruss

Die Zeit um 1973 war bewegt. In Deutschland wie auch anderswo. Es gab neue LebensentwĂŒrfe. Es gab mĂŒde Mienen in Amtsstuben. Der Konsum lockte. Die Politik polterte. Das spĂŒrt man auch in diesen Liedern. Nichts an Reinhard Mey Alles was ich habe wirkt laut. Und doch zielt es genau auf die BrĂŒche der Zeit. Die Figuren, die hier auftreten, kennen den Spagat. Zwischen Pflicht und Willen. Zwischen Norm und Wunsch. Mey fĂ€ngt sie mit wenigen Strichen ein. Und lĂ€sst Platz fĂŒr die eigene Deutung.

Der Kontext ist wichtig. Denn viele Pointen leben von den feinen Anspielungen. Doch selbst ohne alle HintergrĂŒnde sind die Lieder verstĂ€ndlich. Das liegt an der klaren Sprache. An der freundlichen Ironie. Und an einer Ruhe, die sich Ihrem Tempo anpasst.

Reinhard Mey Alles was ich habe: Titel, Ton, Temperament

Schon der Titel ist ein kleines Programm. Er verspricht Hingabe. Er klingt schlicht. Er sagt: Hier wird nichts verhĂŒllt. Die Platte hĂ€lt dieses Versprechen. Sie fördert die Kunst der kleinen Beobachtung. Sie setzt auf prĂ€zise Worte und gezielte Bilder. Das schafft NĂ€he. Sie fĂŒhlen sich gesehen, auch wenn es nicht um Sie geht. So entsteht Vertrauen zwischen SĂ€nger und Hörer.

Reinhard Mey Alles was ich habe hat keine ÜberlĂ€nge. Doch es ist reich an Figuren. Es gibt Diplomaten beim Jagdausflug. Es gibt Menschen im Bahnhofstrubel. Es gibt HĂ€ndler an der TĂŒr. Es gibt Freundinnen und Freunde, die sich spĂ€t am Abend noch die Hand reichen. Dieses Mosaik wirkt nie zerstreut. Es bildet ein Ganzes. Und es bleibt offen fĂŒr eigene Lesarten.

Auftakt mit Biss: Diplomatenjagd

Der Opener „Diplomatenjagd“ (03:00) stellt den Ton ein. Der Song ist spöttisch, aber nicht grausam. Mey zeigt die feine Kunst der Satire. Er beschreibt Schein und Status. Er zeigt, wie leicht Macht zur Folie fĂŒr Komik wird. Die Gitarre treibt. Die Stimme hat Schwung. Ein starker Einstieg. Er verspricht eine Reise mit Witz und Wucht. Und er hĂ€lt Wort, denn Reinhard Mey Alles was ich habe bleibt dem Fluss treu.

Die Pointe sitzt nicht in einer Zeile. Sie wÀchst aus dem Bild. Und wenn das Lied endet, klingt das Lachen nach. Es mischt sich mit einer Frage: Was ist Fassade, was Substanz? Genau hier liegt die StÀrke des Albums.

Miniatur mit Herz: Das TitelstĂŒck

„Alles was ich habe“ (01:54) ist eine kleine Kostbarkeit. Das Lied ist kurz, aber dicht. Es ist zĂ€rtlich, aber klar. Es zeigt eine Haltung: weniger Pomp, mehr Wahrheit. In zwei Minuten entsteht ein Versprechen. Es klingt wie eine leise Bitte. Es bleibt als Echo im Ohr. So zeigt der Titel, was das Werk tragen soll. Ohne großen Aufwand. Ohne AusschmĂŒckung. Einfach und echt. Damit bildet er das Herz von Reinhard Mey Alles was ich habe.

Musikalisch ist es sparsam gesetzt. Eine Gitarre, eine Stimme, ein Atemzug. Das reicht. Gerade diese Reduktion macht stark. Sie lenkt Ihr Ohr auf jedes Wort.

Gesellschaft am Grat: Die heiße Schlacht am kalten BĂŒffet

„Die heiße Schlacht am kalten BĂŒffet“ (03:17) ist ein Blick in bĂŒrgerliche RĂ€ume. Das Setting wirkt harmlos. Doch es entlarvt die kleinen Rituale des Prestiges. Man hört Teller klirren, man sieht Blicke. Mey zeichnet Szenen wie ein Karikaturist. Fein, freundlich, doch sehr genau. Der Song ist witzig. Aber er berĂŒhrt auch. Denn jede Figur will nur gesehen werden. Genau darin liegt die Tragik dieser Komik. Sie ist warm. Und sie ist messerscharf. Die Dramaturgie passt in das Gesamtbild von Reinhard Mey Alles was ich habe.

Das Tempo ist leicht beschwingt. Die Harmonie bleibt nah am Grund. Nichts lenkt vom Text ab. So soll Satire im Chanson klingen.

Maskerade, MĂ€dchen, Annabelle: Rollen und Projektionen

„Maskerade“ (03:19) und „MĂ€dchen in den SchĂ€nken“ (02:36) spiegeln Blicke auf Rollen. Wer sieht wen wie? Wer fĂŒhrt die Regie in den Köpfen? „Annabelle, ach Annabelle“ (04:04) geht einen Schritt weiter. Der Song bewegt sich zwischen Sehnsucht und Kitsch. Doch er ist nie platt. Er tastet WĂŒnsche ab. Er zeigt eine Figur, die auch mal still sein darf. Die Lieder öffnen eine Fragenreihe. Wie betrachten wir uns gegenseitig? Welche Bilder hindern, welche helfen? Diese Fragen tragen bis heute. Sie sind Teil der feinen Spannung, die das Album hĂ€lt.

Die Musik bleibt der Sprache treu. Kurze Melodiebögen. Einfache Akkorde. Das ist kein Mangel. Es ist Methode. Die Texte fĂŒhren. Die Töne stĂŒtzen.

Bahnsteige, Balladen, Berufe: Menschen am Rand

„Hauptbahnhof Hamm“ (02:12) ist eine kleine Reportage. Ein Bahnsteig, ein Blick, ein Hauch von Abschied. „Die Ballade von Pfeifer“ (03:41) widmet sich einem Außenseiter. Dazu kommt „Ich wollte wie Orpheus singen“ (02:23). Ein Lied ĂŒber MaßstĂ€be, ĂŒber Vorbilder, ĂŒber das Maß der eigenen Stimme. Hier scheint die leise Empathie durch, die Mey auszeichnet. Sie hören kein Pathos. Sie hören Respekt. Auch da, wo Humor den Ton setzt, spĂŒren Sie diesen Grund.

Gerade diese Balance trĂ€gt den Kern von Reinhard Mey Alles was ich habe. Die Figuren werden nicht vorgefĂŒhrt. Sie werden begleitet. Einen Schritt weit. Und oft bleibt genug Unklarheit, damit Ihre Fantasie den Rest malt.

Komik des Alltags: Vertreter, Pechvögel, Krimifantasie

„Vertreterbesuch“ (02:27) lebt von Tempo und Timing. Das Bild ist jedem vertraut. Eine TĂŒr, ein Redeschwall, ein inneres Seufzen. Mey baut Lachen ohne HĂ€me. „Ankomme Freitag, den 13.“ (04:51) spielt mit Aberglauben und Zufall. Es ist fast eine Skizze fĂŒr eine Kurzgeschichte. „Der Mörder ist immer der GĂ€rtner“ (04:50) ist der bekannteste Streich. Eine liebevolle Parodie auf Krimimuster. Mit hohem Unterhaltungswert. Mit feinem Soundtrack der Gitarre. In Summe zeigt sich: Mey kann DrehbĂŒcher in Strophen gießen. Das tut Reinhard Mey Alles was ich habe besonders gut.

Auch die LĂ€nge passt. Die beiden langen Songs geben Raum fĂŒr Figuren und Wendungen. Sie bleiben dennoch ĂŒbersichtlich. Der Refrain verankert das Bild. Die Strophen halten den Faden.

Kleine Unterbrechung, großer Effekt: Cantus 19b

„Cantus 19b“ (01:15) ist kurz. Ein Sprung in eine andere Farbe. Ein Zwischenruf. Er lockert die Dramaturgie. Er setzt einen neuen Akzent, bevor es weiter geht. Solche Einsprengsel zeigen ein gutes GespĂŒr fĂŒr Spannungsbögen. Ein Album ist eben mehr als eine Songreihe. Es ist eine Folge mit Rhythmus. Dieser Miniatur gelingt das bestens.

Gerade durch die KĂŒrze wirkt der Ton frisch. Ein kurzer Blick zur Seite. Dann geht es weiter.

Rollenwechsel und Reibung: Bevor ich mit den Wölfen heule, Mannequin

„Bevor ich mit den Wölfen heule“ (02:56) stellt eine Entscheidung aus. Anpassen oder stehen bleiben? Der Text bleibt klar. Er klingt nicht trotzig, eher nĂŒchtern. „Ich wollte immer schon ein Mannequin sein“ (02:12) arbeitet mit Perspektivwechsel. Es hat Witz. Es kratzt an Klischees. In der heutigen Sicht wirkt manches davon angestaubt. Doch es zeigt, wie genau Mey Rollenbilder prĂŒft. Und wie er Figuren sprechen lĂ€sst, ohne sie zu verurteilen.

Die Musik hat auch hier einen dienenden Charakter. Die Gitarre fĂŒhrt. Die Stimme variiert in Farbe und NĂ€he. Es wirkt wie ein Kammerspiel.

Abschied und Ankunft: Gute Nacht, Freunde

„Gute Nacht, Freunde“ (02:50) ist das wĂŒrdige Ende. Ein Song wie eine geöffnete TĂŒr in der Nacht. Er hat den Ton eines stillen Trinkspruchs. Er ist schlicht, sanft, verbindend. Kein Wunder, dass er weit ĂŒber das Album hinaus bekannt wurde. Das Lied lĂ€dt zu einem Moment der Ruhe ein. Ohne große Geste. Ohne Pathos. Damit fasst es die Haltung von Reinhard Mey Alles was ich habe zusammen: nah, ehrlich, menschlich.

Die Melodie ist sparsam. Die Phrasen sind klar. Es ist ein leiser Chor aus einer Stimme. Das wirkt zeitlos.

Klangbild und Produktion: Weniger ist mehr

Der Sound ist schlank. Die Gitarre trĂ€gt den Raum. Ab und zu blitzt ein weiteres Instrument auf. Doch der Kern bleibt unverstellt. 1973 bedeutete das auch: warmes Analog, direkte PrĂ€senz. Auf 12-Zoll-Vinyl atmet das Material. Die leisen Stellen haben Luft. Die dynamischen Wellen rollen angenehm. Es gibt kein Getöse. Alles ordnet sich dem Wort unter. FĂŒr ein Album wie Reinhard Mey Alles was ich habe ist das stimmig.

Die Abfolge der StĂŒcke ist klug gesetzt. Satire wechselt mit Ballade. Kurze Nummern rahmen die lĂ€ngeren ErzĂ€hlungen. Es entsteht ein feiner Puls. Er hĂ€lt Sie durch die ganze Spielzeit bei Laune. Und er lĂ€sst Ihnen Raum zum Nachklingen.

Die Stimme, die erzÀhlt

Reinhard Mey spricht mit seiner Stimme fast so sehr, wie er singt. Das ist keine SchwĂ€che. Es ist seine StĂ€rke. Er gestaltet jeden Satz. Er betont Silben, die Geschichten öffnen. Sie hören einen ErzĂ€hler, keinen Dozenten. Er fĂŒhrt Sie mit ruhiger Hand. Das macht ihn so glaubwĂŒrdig. Und es macht die Texte sehr gut verstĂ€ndlich. Gerade im intimen Setting gewinnt diese PrĂ€senz. Sie trĂ€gt das ganze Album. Auch darum bleibt Reinhard Mey Alles was ich habe so zugĂ€nglich.

Seine Diktion ist deutlich. Seine AtemfĂŒhrung ist ökonomisch. Er lĂ€sst Pausen, wenn Worte Raum brauchen. Er lĂ€chelt in manchen Silben. Er senkt die Stimme bei zarten Bildern. Das ist Kunst der Nuance.

Sprache als Hauptinstrument

Die Texte arbeiten mit einfachen Worten. Trotzdem sind sie reich an Bildern. Es gibt innere Reime. Es gibt kluge Wiederholungen. Nie verspielt um ihrer selbst willen. Immer im Dienst der Aussage. Diese Haltung macht die Lieder offen. Sie sind nicht hermetisch. Sie liefern genug Anker, damit Sie folgen können. Und sie lassen genug Leerstellen, damit Sie sich selbst darin finden. Das ist die große Gnade von Reinhard Mey Alles was ich habe.

In der Summe entsteht ein Stil, der ohne Mode auskommt. Er ist freundlich, aber nicht zahm. Er ist deutlich, aber nicht hart. Genau dieser Ton bleibt im Ohr. Lange nach der letzten Rille.

Zwischen Zeitgeist und Dauerhaftigkeit

Manche Referenzen tragen das Datum 1973 in sich. Und doch ist der Kern universell. Es geht um Höflichkeit und Heuchelei. Um WĂ€rme und WĂŒrde. Um Macht und Maske. Diese Themen enden nicht. Sie Ă€ndern nur KostĂŒme. Deshalb funktioniert Reinhard Mey Alles was ich habe auch heute. Der Hörer von jetzt versteht die Szenen. Er erkennt die Menschen wieder. Vielleicht in neuem Licht. Aber mit demselben Herzschlag.

Auch die Dramaturgie bleibt frisch. Die kurzen Formate entsprechen dem heutigen Tempo. Die langen Nummern geben Raum fĂŒr Tiefe. Das hat Balance. Es erzeugt Sog, ohne Druck zu machen.

Kritik und kleine Bruchstellen

Kein Album ist ohne Reibung. Einzelne Rollenbilder wirken heute ĂŒberholt. Vor allem dort, wo der Blick auf Frauenfiguren noch stark von Stereotypen lebt. In „Ich wollte immer schon ein Mannequin sein“ kann das kratzen. Auch „Annabelle, ach Annabelle“ schwankt knapp am Rand des Kitschs. Doch die Lieder wahren in der Regel Respekt. Sie lieben die Figuren als Menschen, nicht als Maske. Deshalb bleibt die Kritik milde.

Ein zweiter Punkt betrifft die LĂ€nge mancher Nummern. „Der Mörder ist immer der GĂ€rtner“ und „Ankomme Freitag, den 13.“ sind fast fĂŒnf Minuten lang. Wer nur schnelle Pointen sucht, könnte hier unruhig werden. Doch die Zeit zahlt sich aus. Die Geschichten brauchen Luft. Insgesamt bleibt das VerhĂ€ltnis von KĂŒrze und Atem gut. Am Ende bleibt der Eindruck eines runden Ganzen. Das gilt auch fĂŒr Reinhard Mey Alles was ich habe als Ganzwerk.

Kontext im Werk: Linie und Leuchtpunkt

Im Lauf der Jahre hat Reinhard Mey viele Farben gezeigt. Dieses Album markiert einen Leuchtpunkt. Es bĂŒndelt StĂ€rken. Es zeigt scharfes Beobachten. Es wahrt zarte Töne. Es setzt Humor ein, ohne zu verletzen. Und es vertraut der Einfachheit von Stimme und Gitarre. In dieser Mischung liegt der Zauber. Man kann das Album als Einstieg empfehlen. Es lĂ€sst sich leicht hören. Es lĂ€sst sich lange entdecken. Jeder Durchlauf öffnet kleine TĂŒren.

Die Reihenfolge der StĂŒcke verstĂ€rkt das. Ein spöttischer Auftakt. Ein intimer Kern. Ein heiterer Bogen zum Ende hin. Das ist nicht zufĂ€llig. Es ist komponiert wie ein Konzertabend im Wohnzimmer.

Hörtipps und versteckte Linien

Wer das Album zum ersten Mal hört, kann mit drei Stationen starten. „Diplomatenjagd“ als Startschuss. „Alles was ich habe“ als HerzstĂŒck. „Gute Nacht, Freunde“ als Schlusslicht. Danach lohnt ein Blick auf „Hauptbahnhof Hamm“. Dort liegt viel in kleinen Gesten. Auch „Die Ballade von Pfeifer“ trĂ€gt weit. Sie öffnet die stille Seite des Albums. Und „Die heiße Schlacht am kalten BĂŒffet“ zeigt die lichte Hand der Satire. So wĂ€chst Ihr Bild. Aus Inseln wird eine Karte.

Beim zweiten Hören fallen die ÜbergĂ€nge auf. Ein leises Ausatmen hier. Ein kleiner harmonischer Schlenker dort. Sie merken, wie sehr das Ganze geplant ist. Ohne starr zu sein. So entfaltet Reinhard Mey Alles was ich habe seine Tiefe.

Fazit: Ein leises Album mit großer Reichweite

Dieses Werk ist keine laute Schau. Es ist eine Schule der Genauigkeit. Es ist reich an Figuren, die man verstehen kann. Es ist klug in Humor und Maß. Es ist ehrlich in den stillen Momenten. Darin liegt seine Kraft. Sie werden lachen. Sie werden nicken. Manchmal werden Sie schlucken. Und am Ende werden Sie das GefĂŒhl haben, einen alten Freund getroffen zu haben. Genau das ist die Wirkung von Reinhard Mey Alles was ich habe.

Wer Chanson mit Haltung sucht, wird hier fĂŒndig. Wer Sprache liebt, wird reich belohnt. Wer Gitarre und Stimme genug findet, sowieso. 1973 liegt weit zurĂŒck. Doch dieses Album atmet Gegenwart. Es zeigt, wie groß kleine Formen sein können. Und wie nah Kunst kommt, wenn sie uns ernst nimmt.

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