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Reinhard Mey: Das große deutsche Schlager-Archiv — Rezension & Einordnung

Reinhard Mey Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu: Vorstellung und Kritik

Letztes Update: 07. Dezember 2025

Der Artikel stellt das Album »Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu« vor, analysiert Arrangements, Gesang und Songauswahl und bewertet die Neuinterpretationen. Sie erfahren, welche Tracks überzeugen, welche Schwächen sichtbar sind und ob sich der Kauf lohnt.

Vorstellung und Kritik des Albums: Das große deutsche Schlager-Archiv – Mey trifft Mathieu

Ein Archivband zwischen Lied und Chanson

Ein Album, zwei Legenden, ein Zeitfenster: 1990 trifft im Rahmen einer Archiv-Reihe deutscher Schlager der spitze Witz von Reinhard Mey auf die große Geste von Mireille Mathieu. Das Ergebnis wirkt zunächst wie ein Wagnis. Doch die Kombination ist klug. Sie führt zwei Erzählstränge der populären Musik zusammen. Der eine kommt aus dem deutschen Liedermacher-Kosmos. Der andere aus dem französisch gefärbten Chanson und Schlager. Gemeinsam ergeben sie eine kleine Kulturgeschichte in 16 Titeln. Genau das macht den Reiz dieser CD aus.

Die Sammlung bündelt bekannte Nummern und ein paar seltener gehörte Perlen. Die Spieldauer ist kompakt. Der Bogen ist jedoch weit. Er reicht vom satirischen Alltag bis zur großen Bühne in Paris. Sie hören pointierte Figurenstudien, ironische Milieubilder und elegische Abschiede. Sie hören auch Klangfarben zwischen Kabarett, Pop und orchestraler Ballade. Diese Spannweite fordert. Sie belohnt aber mit einer dichten Hörerfahrung.

Der Rahmen heißt Reinhard Mey Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu. Schon der Titel deutet an, was Sie erwartet. Ein Blick zurück. Ein Fokus auf Stimmen, die Generationen geprägt haben. Und ein kuratiertes Programm, das nicht nur Erinnerungen bedient. Es erzählt auch vom Übergang in das CD-Zeitalter. Von Sammlern für Sammler gemacht. Doch heute lohnen neue Ohren. Gerade weil dieses Format die Unterschiede scharf zeichnet.

Konzept und Kontext: 1990 und die Logik des Archivs

1990 war ein Schwellenjahr. Die CD setzte sich durch. Labels kuratierten Reihen, die Kataloge in kompakte Formen pressten. Archive sollten zugänglich werden. Das hatte Vor- und Nachteile. Vorteil: Kanonische Titel wurden neu gemastert und gebündelt. Nachteil: Dramaturgie und Werkzusammenhang gingen mitunter verloren. Diese CD steht exemplarisch dafür. Sie schafft Ordnung. Sie setzt aber auch Ecken an runde Werke.

Bei Reinhard Mey verschieben Sammlungen schnell den Blick. Denn seine Alben bauen oft aufeinander auf. Ein Song kommentiert den nächsten. In einer Compilation fällt das auf. Es entsteht ein anderes Lesen. Manches wirkt pointierter, anderes herausgelöst. Bei Mireille Mathieu ist das ähnlich, nur mit anderem Fokus. Ihre Karriere lebt von großen Themen und der Aura der Stimme. Aus einem Album-Kontext gelöst, tritt das Timbre pur hervor. Es trägt oder es wirkt zu groß. Hier trägt es meist. Das hilft dem Fluss der zweiten Hälfte.

Trackprogramm und Dramaturgie der 16 Titel

Die CD bietet 16 Stücke. Die erste Hälfte gehört in weiten Teilen dem deutschen Lied. Sie setzt auf Meys scharfe Feder und seinen klaren Ton. Titel wie Ankomme Freitag, den 13., Die heiße Schlacht am kalten Büffet, Der Mörder ist immer der Gärtner und Dr. Nahtlos, Dr. Sägeberg und Dr. Hein bilden das Rückgrat. Auch Wir sind alle lauter arme, kleine Würstchen und Annabelle, ach Annabelle stehen dafür. Der erzählerische Blick ist nah. Die Geschichten sind kurz. Der Humor ist trocken. Das trifft hier auf gute Form.

Die zweite Hälfte führt nach Paris und weit darüber hinaus. Hinter den Kulissen von Paris, Akropolis adieu und La Paloma ade setzen auf Pathos und Melodie. Walzer der Liebe, Roma, Roma, Roma, Hans im Glück und Ganz Paris ist ein Theater schließen an. Es sind klingende Postkarten. Sie zeigen Glanz und Nostalgie. Sie spielen mit dem Bild einer Stadt und einer Haltung. So entsteht ein Kontrast. Der wirkt stark. Einzelne Brüche im Übergang bleiben spürbar. Doch die Kurve hält.

Zwischen den Blöcken liegt ein kurzer Moment der Unschärfe. Ein Titel wie Daddy Blue lässt sich nicht sofort dem einen Lager zuordnen. Genau dort sitzt der Grundkonflikt dieser Sammlung. Sie ist Archiv und Bühne zugleich. Sie versucht ein Doppelporträt. Sie arbeitet dabei mit harten Schnitten. Das ist mutig. Es lädt zum Vergleich ein. Und das lohnt sich für Sie, wenn Sie genau hinhören.

Reinhard Mey Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu: Ein Doppelporträt

Die Klammer Reinhard Mey Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu ist mehr als ein Titel. Sie ist eine These. Sie behauptet, dass zwischen dem Liedermacher und der Chansonnière eine Brücke liegt. Diese Brücke führt über Sprache, Haltung und Bühne. Mey vertraut dem Wort. Mathieu vertraut der Aura. Beide tragen ihr Material mit Ernst. Beide arbeiten mit Formstrenge. In dieser Klammer können Sie beides nebeneinander prüfen.

Die Zusammenstellung nutzt diese Spannung. Sie setzt die spitze Pointe gegen die große Melodie. Sie stellt das kleine Detail neben die Filmaufnahme im Kopf. Dadurch entstehen unerwartete Spiegelungen. Ein ironischer Blick auf den Alltag kann so viel Gewicht haben wie ein elegischer Abschied von der “Akropolis”. Ein Walzer kann sehr leicht klingen, aber schwer nachhallen. Ein Couplet kann lachen und zugleich das Herz drücken. Genau das macht die Dramaturgie lebendig.

Meys Blick auf den Alltag: Genauigkeit, Witz und Milieu

Reinhard Mey ist in diesen Titeln der präzise Chronist. Er schaut auf Bürokratie, auf Buffets, auf Sprechstunden und auf kluge Frauen. Er führt Sie in Räume, die Sie kennen. Er lässt Sie Menschen sehen, die Ihnen bekannt vorkommen. Er arbeitet mit freien Rhythmen und klarer Diktion. Sein Humor ist nie zynisch. Er ist warm. So entsteht Nähe. Sie fühlen sich gesehen. Das ist die alte Stärke des Liedermachers. Hier steht sie intakt und präsent.

In Der Mörder ist immer der Gärtner zeigt er seine Freude an Rollen und Rollenbildern. Die Idee ist simpel. Der Effekt ist groß. Denn in jedem Klischee steckt ein Körnchen Wahrheit. Die heiße Schlacht am kalten Büffet ist pure Beobachtungskunst. Es ist eine Szene, so kurz wie ein Blick. Doch sie entfaltet viel. Sie zeigt Gier, Etikette und Verlegenheit. Mey braucht dafür keine großen Mittel. Nur Stimme, Gitarre und ein leichtes Arrangement. Das reicht.

Dr. Nahtlos, Dr. Sägeberg und Dr. Hein erzählt über Sprache. Es ist Karikatur, aber treffsicher. Der Sound bleibt schlank. Die Pointe sitzt am Ende. Ankomme Freitag, den 13. setzt auf Timing und Tonfall. Es ist eine kleine Odyssee. Auch hier gilt: Wenig Zutaten, großer Effekt. Diese Reduktion macht den Reiz. Sie ist auch auf CD noch frisch. Selbst wenn die Aufnahmen aus verschiedenen Phasen stammen, klingt die Handschrift einheitlich.

Mathieus Bühne: Pathos, Paris und große Gesten

Die zweite Seite der CD gehört der Stimme, die Räume füllt. Mireille Mathieu verkörpert den europäischen Schlager der Siebziger und Achtziger. Auf dieser Zusammenstellung klingt das wie ein konzentrierter Auftritt. Hinter den Kulissen von Paris öffnet sofort die große Kulisse. Die Orchestrierung trägt. Die Stimme führt und bleibt doch leicht. Akropolis adieu bringt das Reisemotiv. Es ist Abschied, Sehnsucht, Pose. Aber nicht leer. Es hat Gewicht.

La Paloma ade schlägt eine Brücke in die Tradition. Die Melodie ist bekannt. Die Interpretation ist klar, aber nicht kitschig. Walzer der Liebe tanzt, ohne zu drängen. Roma, Roma, Roma ist Postkarte und Hymne. Hans im Glück gibt eine deutsche Märchenfigur in ein anderes Licht. Ganz Paris ist ein Theater bündelt die Idee dieser Hälfte. Die Stadt wird Bühne. Die Bühne wird Welt. Und die Stimme hält das alles zusammen.

So entsteht ein anderer Zugriff auf Gefühl. Mathieu arbeitet mit Bild und Klangfarbe. Sie trägt Geschichten über Phrasierung und Atem. Die Texte treten zurück. Sie dienen der Linie. In der Gegenüberstellung mit Mey wirkt das wie ein Spiegel. Wort gegen Timbre. Pointe gegen Pathos. Beide Formen sind legitim. Auf dieser CD ergänzen sie sich. Das macht die Zusammenstellung spannender, als sie auf den ersten Blick scheint.

Klangbild und Mastering: Archivpflege mit Licht und Schatten

Die Veröffentlichung stammt aus dem Jahr 1990. Damals ging es oft darum, analoge Bänder für die CD zu sichern. Das führte zu unterschiedlichen Ergebnissen. Hier fällt die Bandbreite auf. Meys Aufnahmen klingen meist trocken und nah. Das passt zu seiner Art zu singen. Einzelne Songs wirken eine Spur heller gemastert. Das hebt die Artikulation. Es kann aber bei scharfen “S”-Lauten kurz beißen. Insgesamt bleibt der Klang sauber und ruhig.

Bei den orchestrierten Titeln von Mathieu ist die Lage anders. Die Arrangements arbeiten mit Raum und Hall. Das ist charmant. Es trägt aber das Risiko, dass Höhen betonen. Ein Chor kann dann zischeln. Eine Trompete kann spitz wirken. Auf dieser CD bleibt das im Rahmen. Der Stereo-Raum ist breit, aber nicht wuchtig. Die Dynamik ist nicht totkomprimiert. Man hört Luft zwischen den Instrumenten. Für eine Archiv-Reihe aus jener Zeit ist das gut gelöst. Sie können entspannt hören.

Sequencing und Fluss: Zwei Bögen, ein Übergang

Die Reihenfolge der Titel folgt einer doppelten Logik. Erst das erzählende Lied. Dann das große Chanson. Der Übergang ist ein Riss, aber kein Bruch. Er weckt die Ohren. Er zwingt zum Neujustieren. Das ist ein Bonus. Denn so hören Sie die zweite Hälfte mit einem wachen Blick. Und Sie hören die erste Hälfte als Kontrast zum Nachklang der Bühne. Die Dramaturgie gelingt dadurch, dass beide Bögen in sich stimmen. Sie kippen nicht. Sie tragen jeweils bis zum Ende.

Würde eine Mischfolge besser funktionieren? Vielleicht. Doch der Reiz dieser CD liegt gerade im Blockprinzip. Es zeigt die Stärken der Protagonisten am Stück. Danach dürfen Sie vergleichen. Oder einfach genießen. Für Einsteiger ist das hilfreich. Sie bekommen zwei kompakte Einstiege. Für Kenner ist es ein neues Licht. Bekannte Lieder wirken anders, wenn sie anders gerahmt sind.

Texthandwerk vs. Bühneninszenierung: Eine produktive Reibung

Auf dieser CD prallen zwei Prinzipien aufeinander. Das eine heißt Wort. Das andere heißt Präsenz. Reinhard Mey setzt auf Beobachtung, auf Ironie, auf den Blick fürs Kleine. Mireille Mathieu setzt auf Linie, Pathos und Gestus. Beide Strategien können berühren. Die Kraft entsteht aus der Reibung. Nach einem feinen Couplet hat eine große Ballade mehr Sog. Nach einer großen Ballade wirkt eine kleine Pointe doppelt hell. Diese Wechselwirkung trägt den Reiz des Albums.

Das Format Reinhard Mey Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu schärft genau diesen Effekt. Es zwingt zum Vergleich. Es erlaubt aber auch, loszulassen. Denn die Musik spricht in klaren Formen. Sie muss nicht erklärt werden. Sie will gehört werden. Wenn Sie beides mögen, finden Sie hier eine kompakte Brücke. Wenn Sie nur eines mögen, entdecken Sie vielleicht das andere neu. Das ist der schönste Ausgang einer Archiv-Idee.

Für wen lohnt sich diese Sammlung?

Wenn Sie Meys erzählerische Kunst schätzen, bekommen Sie eine Auswahl, die trägt. Wenn Sie Mathieus Glanz lieben, hören Sie eine konzentrierte Kurve ihrer Stärken. Wenn Sie neu sind, ist diese CD eine sichere Tür. Sie zeigt Profil. Sie zeigt Kontrast. Sie ist leicht zu hören. Sie bleibt aber nicht an der Oberfläche. Das ist selten in Kompilationen.

Auch als Geschenk funktioniert die Sammlung. Sie ist zugänglich. Sie weckt Gespräche. Sie eignet sich für eine lange Fahrt oder für einen ruhigen Abend. Sie lässt sich in zwei Etappen hören. Oder am Stück. Der Mehrwert liegt im Dialog der Teile. Genau darin liegt die Alleinstellung gegenüber reinen Best-ofs der Einzelkünstler.

Kulturgeschichtliche Brücke: Deutschland, Frankreich und der Pop

Die CD erzählt mehr als nur Musikgeschichte. Sie zeigt, wie deutsche Sprache und französisches Flair sich begegnen. Sie spiegelt Bilder von Paris in deutschen Ohren. Sie zeigt auch, wie Humor und Melodram nebeneinander stehen. Das ist keine Gegnerschaft. Es ist ein Wechselspiel. Musik war immer ein Ort für solche Brücken. Hier hören Sie eine davon in konzentrierter Form.

Das Label der Reihe klingt nüchtern. Doch das Ergebnis wirkt lebendig. Auch heute noch. Reinhard Mey Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu bildet so einen kleinen Kanon ab. Es hält Stimmen fest, die weit über die Charts hinaus wirken. Es lädt ein, Geschichte zu hören, nicht zu lesen. Es zeigt, wie Archivarbeit mehr sein kann als ein Regal mit Katalognummern.

Packaging und Informationen: Wunsch und Wirklichkeit

Bei Archiv-Ausgaben wünschen Sie sich oft Kontext. Fotos, Liner Notes, Aufnahmedaten. Ob Sie hier alles finden, hängt von der konkreten Pressung ab. In vielen Reihen ist die Ausstattung knapp. Der Fokus liegt auf der Musik. Das ist legitim. Für Neugierige bleibt es ein kleiner Mangel. Ein paar Worte zum Entstehungszeitraum hätten das Erleben vertieft. Hinweise zu Arrangeuren und Studios wären ein Bonus.

Für die Orientierung helfen die Titellisten. Sie geben Ihnen eine klare Struktur an die Hand. Sie erkennen sofort die beiden Bögen. Wenn Sie tiefer einsteigen wollen, lohnt ein Blick in Diskografien. Sie sehen dort, aus welchen Jahren die Stücke stammen. Und Sie können die Songs zurück in ihre Alben setzen. So wächst aus der Compilation wieder ein Netz von Bezügen. Genau das macht die Rezeption reich.

Vergleich mit anderen Zusammenstellungen

Es gibt zahlreiche Best-ofs von Mey. Und es gibt unzählige Kollektionen von Mathieu. Rein monografisch finden Sie dort oft mehr Tiefe je Künstler. Was hier anders ist, ist die künstlerische Gegenüberstellung. Sie hören zwei Welten, die in einer Zeit üblich waren, aber selten auf einer CD kollidieren. Darin liegt der Mehrwert. Er ist kuratorisch. Er ist weniger bibliografisch komplett, dafür umso erzählerischer.

Wenn Sie das mögen, ist Reinhard Mey Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu eine sehr naheliegende Wahl. Es ist ein Einstieg, aber auch ein Spiegel. Ein Spiegel auf die Frage, wie wir hören. Hören wir Worte oder hören wir Farben? Hören wir Geschichten oder hören wir Bilder? Diese CD erlaubt beides. Und sie erlaubt, zwischen beiden Arten zu wechseln.

Hörtipps: Einstiegspfade durch die 16 Tracks

Wenn Sie knapp Zeit haben, starten Sie bei Der Mörder ist immer der Gärtner. Gehen Sie dann in Die heiße Schlacht am kalten Büffet. Danach springen Sie zu Hinter den Kulissen von Paris und zu Akropolis adieu. So erleben Sie die Pole. Anschließend lohnt La Paloma ade für die Tradition. Und Annabelle, ach Annabelle für den Ton des frühen Mey. Dieses kleine Set zeigt die Spannweite. Es passt in eine halbe Stunde. Es öffnet die Ohren für den Rest.

Wenn Sie am Stück hören, teilen Sie die CD in zwei Akte. Machen Sie zwischen Track 8 und 9 eine Pause. Lassen Sie den Kopf kurz leer werden. Dann beginnen Sie die zweite Hälfte wie einen neuen Abend. Diese Hörweise passt zur Dramaturgie. Sie verhindert Ermüdung. Sie macht den Kontrast produktiv. So ist die Sammlung gedacht. Und so wirkt sie am besten.

Ein Wort zur Titelzeile und zur Suchbarkeit

Der lange Titel ist sperrig. Er ist aber präzise. Er bündelt die beiden Namen und den Serienrahmen. Für die Suche im Regal ist das hilfreich. Für die Suche im Netz ebenso. Wenn Sie nach Reinhard Mey Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu suchen, landen Sie zielsicher bei der richtigen Ausgabe. Das ist ein Vorteil in einer Zeit, in der viele Editionen ähnlich heißen.

Auch als Metadatum für digitale Bibliotheken ist diese Form nützlich. Sie verhindert Verwechslungen mit reinen Einzelausgaben. Sie stärkt die Erinnerung an den kuratorischen Kontext. Das ist mehr als Kosmetik. Es ist eine Hilfe für die Einordnung. Gerade in Sammlungen, die stark gewachsen sind, bewährt sich diese Klarheit.

Fazit: Ein kluges Paar im Archivrahmen

Diese CD ist eine Einladung zum Vergleich. Sie ist auch ein Ruhepol. Sie bündelt zwei Wege, Pop zu denken. Der eine führt über Worte, kleine Gesten und Anspielungen. Der andere über Klangfarben, Schmelz und Rampenlicht. Beides hat Geschichte. Beides hat Würde. Zusammen entsteht eine Sammlung, die mehr ist als nostalgisch. Sie ist ein Statement für Vielfalt in der Form.

Reinhard Mey Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu zeigt, wie kontrastreiche Programmierung aufgehen kann. Es zeigt, dass Archiv nicht trocken sein muss. Es zeigt, dass Hören ein Akt der Neugier bleibt. Wenn Sie dafür offen sind, wird diese CD lange halten. Sie werden Details entdecken. Sie werden Übergänge neu bewerten. Und Sie werden staunen, wie gut sich zwei Welten gegenseitig tragen können.

Bleibt die Frage, ob diese Zusammenstellung notwendig ist, wenn Sie bereits tiefe Kataloge besitzen. Die Antwort ist: vielleicht nicht, aber sie ist lohnend. Sie bringt eine frische Perspektive. Sie ist kompakt. Sie ist liebevoll in der Idee. Genau so sollte ein Archiv funktionieren. Es soll bewahren. Es soll ordnen. Es soll aber auch neu beleben. Hier gelingt das.

Als redaktionelles Urteil bleibt daher: klare Empfehlung für Neugierige und Sammler. Und eine Empfehlung auch für Sie, wenn Sie einen Einstieg in beide Kosmen wollen. Reinhard Mey Das große deutsche Schlager-Archiv - Reinhard Mey / Mireille Mathieu hält, was die Klammer verspricht. Es schenkt Ihnen zwei Stimmen, die Sie kennen. Es schenkt Ihnen aber auch einen neuen Kontext. Darin liegt der eigentliche Gewinn.

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