Letztes Update: 15. Dezember 2025
Wir stellen Reinhard Meys Edition française, volume 2 vor und prüfen, wie stimmig seine französischen Fassungen für Sie sind. Der Artikel analysiert Arrangements, Gesang und Übersetzungen, hebt starke Tracks und Produktionsdetails hervor und gibt eine Empfehlung.
Dieses Album ist ein Grenzgänger. Es steht zwischen Sprachen, Stilen und Märkten. 1973 veröffentlicht, zeigt es eine seltene Form von künstlerischem Mut. Es zeigt, wie ein deutscher Liedermacher in der Sprache des Chanson atmet und wächst. Reinhard Mey Edition française, volume 2 führt Sie direkt ins Herz dieser Verwandlung.
Sie hören hier keinen bloßen Nachklang. Sie hören ein bewusstes Neu-Denken. Die Lieder wandern von der deutschen Vorlage in eine französische Welt. Dabei verlieren sie nicht ihren Kern. Sie ändern aber Gestus, Rhythmus und Farbe. Genau das macht die Platte so reizvoll.
Der Titel wirkt schlicht, doch das Projekt ist groß. Reinhard Mey Edition française, volume 2 ist eine Sammlung von elf Stücken. Alle sind in französischer Sprache gesungen. Die Aufnahmen klingen nah, warm und direkt. Die Gitarre führt, die Stimme erzählt. So entsteht die Intimität, die das Album trägt.
Das Format ist 12" Vinyl. Die Reihenfolge der Titel folgt einem feinen Bogen. Er beginnt hell und endet mit ironischer Spitze. Die Laufzeiten sind kompakt, die Spannweite ist breit. Die Dramaturgie testet keine Geduld. Sie lädt zum Wiederhören ein.
1973 war eine Schwelle. In Frankreich prägten große Chansonniers den Ton. Im deutschsprachigen Raum wuchs das politische Lied. Zwischen beiden Strömungen fand die Platte ihren Sitz. Sie mischt Poesie mit Haltung. Doch sie bleibt stets zugänglich.
Man hört die 70er in der Produktion. Alles ist organisch und analog. Es gibt Raum für Atmung, für kleine Geräusche. Das wirkt zeitlos. Und es passt zur Sprache, die klar und unaufgeregt bleibt.
Reinhard Mey singt hier auf Französisch mit erstaunlicher Leichtigkeit. Er formt Silben sauber. Er lässt die Worte rollen. Das ergibt einen Klang, der sich mit dem Chanson verbindet. Zugleich bleibt er erkennbar er selbst. Auch darin liegt die Stärke von Reinhard Mey Edition française, volume 2.
Die Haltung ist besonnen. Er predigt nicht. Er lächelt oft zwischen den Zeilen. Sein Blick ist freundlich, aber scharf. Das macht die Texte offen. So kann man sie politisch lesen. Oder nur poetisch. Beides ist erlaubt.
Die Arrangements sind schlank. Die Akustikgitarre bildet den Kern. Hier und da treten leise Streicher auf. Manchmal hilft ein Holzbläser, selten ein Akkordeon. Die Begleitung ist sparsam, doch nicht karg. Sie ist bewusst und beweglich.
Die Mischungen sind klar. Die Stimme steht vorn, doch nie hart. Die Gitarre hat einen runden Ton. Kleine Verzierungen sitzen präzise. Alles steht im Dienst der Worte. Und die Worte tragen das Album. Das gilt auch und gerade für Reinhard Mey Edition française, volume 2.
Die Platte umfasst elf Stücke. Hier die Reihenfolge mit Laufzeiten: 1) Les Bulles de savon (02:39), 2) Tyrannie (05:16), 3) J’aimerais tant (03:15), 4) Je crois qu’elle est ainsi (03:17), 5) Arriverai vendredi treize (03:39), 6) La Boîte à musique (02:57), 7) Bonsoir mes amis (02:24), 8) Dans mon jardin (03:21), 9) Je dirais j’ai tout vécu (02:46), 10) Je suis fait de ce bois (02:19), 11) L’assassin est toujours le jardinier (04:10).
Die Folge ist klug gewählt. Sie wechselt Leichtigkeit und Ernst. Sie führt von Alltag zu Allegorie. Und sie endet mit einer Pointe. So bleibt die Spannung hoch. Und doch bleibt der Fluss ruhig.
Der Auftakt ist heiter. Seifenblasen steigen in den Himmel. Das Bild ist schlicht. Doch es trägt die Idee von Vergänglichkeit. Die Melodie schwingt leicht. Der Takt bewegt, ohne zu drängen.
Hier zeigt sich die Stärke der Stimme. Sie wirkt nah und weich. Der Refrain bleibt im Ohr. So öffnet die Platte eine helle Tür. Sie führt hinein in Reinhard Mey Edition française, volume 2.
Der zweite Titel schlägt dunklere Töne an. Die Gitarre klingt fester. Der Text stellt Fragen an Macht und Angst. Es ist ein stiller Protest. Er arbeitet mit Bildern, nicht mit Parolen.
Die Länge von 5:16 gibt Raum für Verlauf. Es gibt Dynamik, doch keine Wucht. Der Song meidet Pathos. Er vertraut der Klarheit. Das passt zum ruhigen Puls des Albums.
Diese zwei Lieder sind wie Zwillinge. Sie umkreisen Sehnsucht und Wahrnehmung. J’aimerais tant spricht direkt aus dem Herzen. Der Ton ist warm. Die Melodie folgt einer sanften Linie. Das Lied bleibt intim, aber nicht süßlich.
Je crois qu’elle est ainsi blickt genauer hin. Es prüft eine Gestalt, vielleicht eine Liebe. Oder ein Bild davon. Der Text hält Distanz, doch mit Milde. Beide Songs zeigen, wie fein die Balance gelingt. Das gilt als Markenzeichen von Reinhard Mey Edition française, volume 2.
Arriverai vendredi treize spielt mit Aberglauben. Es lächelt über das Datum. Und doch spürt man eine Ahnung. Aus Humor wird leichtes Bangen. Die Pointe sitzt sanft. So bleibt der Song hell, aber nicht leer.
La Boîte à musique ist ein Blick in die eigene Werkstatt. Die Musikdose dreht sich. Erinnerungen steigen auf. Das Arrangement ist fein gezeichnet. Kleine Töne funkeln. Der Song klingt wie ein leiser Walzer. Er ist ein Kernstück von Reinhard Mey Edition française, volume 2.
Bonsoir mes amis wirkt wie ein Gruß nach dem Konzert. Es ist ein Zwischenton. Er wirkt aufrichtig. Der Song nimmt sich kurz. Doch er schafft Nähe. Das ist handwerklich klug.
Dans mon jardin ist ein Raum der Ruhe. Der Garten lädt zum Verweilen ein. Bilder von Pflanzen und Wegen öffnen das Ohr. Es ist ein sehr bildliches Stück. Man sieht Farben, man hört Stille. Man atmet mit.
Diese zwei Nummern blicken nach innen. Je dirais j’ai tout vécu ist nicht prahlerisch. Es tastet die eigene Biografie ab. Es klingt wie ein Zwischenstand, nicht wie ein Fazit. Das macht den Text stark und wahr.
Je suis fait de ce bois greift die Frage nach dem eigenen Holz auf. Woraus bin ich gemacht. Was trägt mich. Die Antwort liegt im Ton, nicht im Spruch. Die Gitarre spricht ruhig. Der Song sitzt fest im Herzen von Reinhard Mey Edition française, volume 2.
Der Schluss trägt die bekannte Pointe. Der Mörder ist immer der Gärtner. Das ist witzig, aber nicht banal. Der Text spielt mit Krimi-Klischees. Die Musik hält das Maß. Sie trägt den Humor, ohne zu drängen.
So endet die Platte mit einem Lachen. Doch das Lachen hat Tiefe. Es sagt etwas über Gewohnheit und Muster. Es lässt Sie nachdenken. Und es macht Lust, das Album wieder von vorn zu hören.
Ăśbersetzen von Liedern ist heikel. Silben mĂĽssen passen. Reime sollen sich fĂĽgen. Der Sinn darf nicht verrutschen. Hier gelingt die Balance oft beeindruckend gut. Bilder bleiben lebendig. Pointen landen weich und klar.
Man merkt, wie genau an Wort und Atem gearbeitet wurde. Der Fluss wirkt natürlich. Die französische Diktion ist sauber. Zugleich hört man den Ursprung. Genau dieses Spannungsfeld trägt Reinhard Mey Edition française, volume 2.
Humor ist bei Mey nie bloß Schmücke. Er ist Werkzeug. Er lockert, dann leitet er hinüber. Er dient der Erkenntnis. Das gilt auch für die französischen Fassungen. Der Witz ist seltener laut. Er ist leise und freundlich. Doch er trifft.
Gerade in den mittleren Titeln trägt das. Ein kleines Augenzwinkern öffnet Türen. Danach ist Raum für Tiefe. So entsteht eine Dramaturgie, die kaum auffällt. Aber sie wirkt im Ohr nach.
Viele Themen kennen Sie aus den deutschen Alben. Doch die französische Fassung färbt sie anders. Der Satzbau ändert die Betonung. Ein Bild schiebt sich nach vorn. Ein anderes tritt zurück. Das macht die Hörerfahrung neu.
Manche Refrains greifen anders. Einige Konsonanten weichen. Der Klang wird runder. So entsteht eine andere Melodie der Sprache. Sie umarmt die Gitarre. Sie führt Sie auf neuen Wegen durch bekannte Räume von Reinhard Mey Edition française, volume 2.
Die Gitarrenarbeit ist präzise, aber nie kühl. Arpeggien tragen viele Strophen. Kleine Läufe blitzen auf. Der Anschlag hat Wärme. Die Dynamik bleibt beweglich.
Wenn Streicher kommen, dann als Schleier. Sie legen sich auf den Refrain. Dann ziehen sie sich zurück. Ein leiser Bass stützt die Tiefe. Ein Hauch Percussion setzt Akzente. Nichts drängt, alles dient dem Text.
Wie hört sich das 1973er Album heute. Es klingt erstaunlich frisch. Sprache und Haltung altern gut. Die Produktion ist frei von Mode-Effekten. Das hilft der Zeitlosigkeit.
Im Streaming-Zeitalter geht oft die Geduld verloren. Diese Platte lädt zum ruhigen Hören ein. Ein Abend, ein Glas, ein offenes Ohr. So entfaltet sie ihre Stärke. Und sie zeigt die Dauer des Guten. Das gilt besonders für Reinhard Mey Edition française, volume 2.
Wenn Sie Mey in Deutsch lieben, finden Sie hier eine neue Sicht. Wenn Sie Chanson lieben, entdecken Sie einen Verwandten. Wenn Sie Sprache lieben, hören Sie feine Arbeit am Wort. Und wenn Sie Ruhe lieben, werden Sie hier glücklich. Deshalb lohnt sich Reinhard Mey Edition française, volume 2 für viele Gruppen.
Auch Sammler freuen sich. Das 12" Format hält die Musik warm. Die elf Titel bilden eine runde Stunde ohne Füllware. Die Stücke tragen sich gegenseitig. Sie stärken die Mitte des Albums. Das macht die Platte so stimmig.
Französische Versionen deutscher Lieder waren damals keine Norm. Doch es gab den Austausch. Mey war in Frankreich kein Fremder. Er trat dort auf und fand Publikum. Diese Platte ist Teil dieser Brücke.
Sie hören das in der Selbstverständlichkeit. Nichts wirkt bemüht. Nichts klingt touristisch. Das Französische ist Heimat auf Zeit. In dieser Heimat spielt die Platte frei auf. Das ist die hohe Kunst in Reinhard Mey Edition française, volume 2.
Die größten Stärken sind Stimme, Text und Maß. Die Platte kennt ihr Gewicht. Sie hält die Balance zwischen Lächeln und Ernst. Sie vertraut auf das leise Wort. Das ist in dieser Dichte selten.
Schwächen sind klein. Mancher Song bleibt sehr nah am Schema. Ein weiterer harmonischer Farbwechsel hätte gut getan. Doch der rote Faden reißt nie. Er hält die Folge zusammen. So tragen die starken Stücke alle andere mit.
Les Bulles de savon ist ein idealer Einstieg. Er ist hell und klar. Tyrannie hat die stärkste Gravität. Sie bleibt lange im Ohr. La Boîte à musique glänzt mit subtilem Zauber. L’assassin est toujours le jardinier schließt mit Esprit.
Diese vier bilden ein Quadrat. Darin spannt sich das Feld des Albums auf. Zwischen ihnen liegen die leisen Nuancen. Die anderen Lieder füllen die Räume klug. So entsteht die Einheit, die Reinhard Mey Edition française, volume 2 ausmacht.
Dieses Album zeigt, was Übersetzen kann. Es ist mehr als ein Transfer. Es ist eine zweite Geburt. Die Lieder atmen neu. Sie bleiben, was sie sind. Und sie werden, was sie sein können.
Wer seine Sammlung um ein stilles Kleinod erweitern will, liegt hier richtig. Wer Sprachmusik liebt, ebenso. Das Werk zeigt Haltung ohne Härte. Es zeigt Humor ohne Klamauk. Es zeigt Poesie ohne Nebel. Darin liegt seine Größe. Reinhard Mey Edition française, volume 2 ist ein Brückenbau, der bis heute trägt.
Am Ende bleibt ein einfacher Rat. Hören Sie die Platte am Stück. Lassen Sie die Sprache führen. Folgen Sie der Gitarre. Lassen Sie die Bilder wandern. Und drehen Sie sie danach gleich noch einmal. Das ist der beste Beweis für ihre Qualität.
Reinhard Meys Album "Edition française, volume 2" bietet einen tiefen Einblick in die französische Musikszene. Wenn Sie sich für Chansons und Liedermacher interessieren, ist dieses Album ein Muss. Die Mischung aus Melodie und Text schafft eine einzigartige Atmosphäre. Meys Fähigkeit, Emotionen in Musik zu verwandeln, ist beeindruckend. Seine Lieder erzählen Geschichten, die zum Nachdenken anregen. Das Album ist ein weiteres Meisterwerk in seiner umfangreichen Diskografie.
Wenn Sie mehr über Reinhard Meys musikalische Reise erfahren möchten, könnte das Album "Reinhard Mey Edition française, volume 4" von Interesse sein. Es zeigt die Weiterentwicklung seines Stils und bietet weitere Einblicke in seine künstlerische Vielseitigkeit. Die Lieder sind eine perfekte Ergänzung zu "Edition française, volume 2".
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Ein weiteres Highlight ist das Album "Reinhard Mey Le Tendre Mordant". Es zeigt eine andere Facette von Meys musikalischem Schaffen. Die Kritiken loben seine Fähigkeit, komplexe Themen in eingängige Melodien zu verpacken. Dieses Album ist ein Beweis für seine ungebrochene Kreativität und seinen Einfluss in der Welt der Chansons.