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Wolf Biermann: Im Hamburger Federbett – Albumkritik

Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor – Albumkritik und Einordnung

Letztes Update: 07. Februar 2026

Der Artikel stellt Wolf Biermanns Album ‚Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor‘ vor, analysiert zentrale Lieder, Texte und Arrangements und ordnet das Werk politisch-historisch ein. Er würdigt Biermanns poetische Stärke, thematische Konsequenz und seine starke Stimme, kritisiert aber stellenweise wiederholte Motive und eine etwas altmodische Produktion. Abschließend bietet die Kritik eine Empfehlung für Liebhaber von Chanson und Liedermachern.

Vorstellung und Kritik des Albums Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor

Ein Album zwischen Schlaf und Wachen

Dieses Album ist ein Riss in der Decke des Wohlstands. Es knarzt, knurrt und leuchtet. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor setzt genau dort an, wo Träume kippen. Es ist 1983 erschienen. Es war eine Zeit der Proteste, der Debatten und der Müdigkeit. In diesem Feld schlägt Biermann sein Lager auf. Das Federbett wird zur Bühne. Der Schlaf wird zum Gegenspieler. Der Wachruf kommt in zwölf Stücken. Jedes Lied stemmt sich gegen das Wegdämmern. Jedes Stück sucht Klarheit. Und doch bleibt Raum für Zweifel.

Sie hören hier keinen Zierrat. Sie hören keine dicke Schicht aus Studio-Lack. Sie hören einen Autor mit Gitarre und Atem. Die Stimme schiebt sich vor. Sie kratzt. Sie bricht. Sie tröstet. Es ist ein Album, das nah an der Haut sitzt. Es vergisst die Welt nicht. Es sieht auf Liebe, Arbeit, Krieg, Freundschaft. Der Ton ist direkt. Die Worte sind klar. Das macht die Platte stark. Das macht sie auch heute noch spürbar.

Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor

Die lange Zeile ist Programm. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor ist mehr als ein Titel. Es ist eine Haltung. Sie spüren darin den Stachel. Sie spüren auch die zarte Seite. Federbett klingt weich. Ungeheuer klingt hart. Dazwischen spannt Biermann sein Netz. Die Worte erinnern an Goya. Der Schlaf der Vernunft, das ist ein Bild für Wegsehen. Für das bequeme Nichtstun. Für falsche Ruhe. Das Federbett steht für Heimat. Für Hamburg. Für Nähe. Das prallt aufeinander. Daraus entsteht ein Reibwert. Daraus wächst eine klare Energie.

Kontext 1983: Ein Sänger zwischen Ländern und Lagern

Das Album kam sieben Jahre nach Biermanns Ausbürgerung. Er stand nun in der Bundesrepublik. Doch sein Blick blieb ost und west zugleich. Er schrieb über Macht und Moral. Er schrieb über Freunde und Gegner. Er hakte nach. Das Umfeld war rau. Nachrüstungsdebatte. Friedensbewegung. Die große Frage nach Schuld und Schutz. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor greift diese Strömung auf. Aber es predigt nicht. Es singt. Es erzählt. Es spitzt zu. Und dann lächelt es auch. Dieses Spiel zwischen Kante und Charme trägt durch die ganze Platte.

Titel als Programm: Goya in Hamburg

Der Titel führt Sie in ein Doppel-Bild. Da ist das Hamburger Federbett. Es ist ein Ort der Wärme. Es ist privat. Es ist leise. Und da ist der Schlaf der Vernunft. Er bringt Ungeheuer hervor. Er ist laut. Er ist gefährlich. Mit dieser Spannung spielt das Album in jedem Lied. Es fragt: Wie viel Trost tut gut? Wie viel Wut ist nötig? Wie viel Schlaf darf sein, wenn um Sie herum etwas kippt? Die Platte gibt keine einfachen Antworten. Sie lädt ein, zu prüfen. Sie nimmt Sie mit in ein Zimmer. Und öffnet zugleich das Fenster zur Straße.

Klangbild und Arrangement

Die Musik ist schlank. Das trägt die Texte. Biermann setzt auf Stimme und Saiten. Der Klang wirkt rau und wahr. Er vermeidet große Effekte. Er liebt Kontraste. Ein bitteres Wort trifft auf einen weichen Akkord. Ein Lachen schneidet durch ein dunkles Bild. Sie hören Nähe. Sie hören Atem. Nichts steht im Weg. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor vertraut auf Präsenz. Das Album steht in der Tradition des Liedermacher-Formats. Doch es hat eine eigene Handschrift. Die Gitarre markiert den Puls. Kleine Figuren umspielen die Melodie. Der Fokus bleibt auf der Botschaft.

Die Dramaturgie der beiden Seiten

Als Vinyl gedacht, nimmt die Platte Form an. Seite A zieht Sie hinein. Seite B weitet den Blick. Das ist kein Zufall. Es ist ein Wandel vom Konkreten zum Weiten. Von Namen und Orten zu Bildern und Mythen. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor arbeitet mit dieser Reihenfolge. Auf der ersten Seite stehen Figuren im Raum. Auf der zweiten Seite wachsen Motive zu Motiven an. Da ist Schnee. Da ist Blut. Da sind Arbeit und Erde. Der Wechsel sorgt für Atem. Er macht das Album rund. Sie können sich festhalten und später schweben.

Track-für-Track: Erste Seite

Ballade, Desertion, Schlaf

Der Auftakt mit Ballade von den drei Partisanen ist ein Statement. Die Form ist klassisch. Der Blick ist klar. Es geht um Mut. Es geht um Verlust. Es geht um die Frage, was bleibt. Biermann setzt auf eine Erzählung, die sich langsam öffnet. Er drückt nicht. Er dreht an kleinen Schrauben. Die Stimme trägt Bilder in Ihr Ohr. Am Ende steht ein Echo. Es hallt noch in das nächste Lied hinüber.

Der Deserteur arbeitet mit einem starken Impuls. Der Titel schlägt an. Desertion heißt Flucht. Heißt Nein sagen. Es ist eine alte, globale Frage. Wer geht? Wer bleibt? Und wer zahlt den Preis? Das Stück ist kurz, knapp, bestimmt. Es scheut den Pathos. Es stellt Sätze in den Raum. Es erlaubt Stille. So wächst Spannung. Sie fühlen das Risiko und die Not. Sie hören auch die feine Ironie, die Biermann beherrscht. Das hält die Schwere in Schach.

Der Schläfer im Tal ist ein Ruhepunkt. Der Titel weckt Literatur. Er öffnet ein Bild. Schlaf ist hier nicht süß. Er ist schonungslos. Das Tal ist still. Der Körper ist schwer. Die Natur blendet nichts aus. Biermann singt das ohne Schnörkel. Er zeigt, wie genau sein Blick ist. Er gibt dem Bild Raum. Gerade die Ruhe macht die Botschaft hart. In dieser Mitte der ersten Seite spüren Sie, wie das Album atmet. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor zeigt hier seine dichte Kunst.

Die Frauen im Cua erweitert den Raum. Das Lied trägt Sie in eine ferne Gegend. Es streift Krieg und Alltag. Frauen stehen im Zentrum. Sie tragen Lasten. Sie bewahren Leben. Biermann erzählt mit Respekt. Ohne Touristenton. Ohne Fernweh-Kitsch. Er schaut hin. Er urteilt nicht hastig. So entsteht ein stilles Bild. Es wirkt lange nach.

Aber vorher schiebt eine Bremse ein. Vor dem großen Schritt kommt ein kurzer Halt. Das Stück klingt wie ein innerer Dialog. Ein Fragen. Ein Prüfen. Es ist klug gesetzt. Denn danach kommt die kleine Attacke: Aus der Traum? Quatsch aus der Traum! Das ist ein Stück wie ein Stoßseufzer. Es ist nur kurz. Es knallt aber kräftig. Es bringt die Seite in Bewegung. Es mischt Humor in den Ernst. Es zeigt, wie pointiert Biermann formulieren kann.

Track-für-Track: Zweite Seite

Schnee, Blut, Arbeit, Erde

Es ist ein Schnee gefallen gehört zu den bekanntesten Motiven deutscher Liedkunst. Der Schnee steht für Kälte und Reinheit. Er steht auch für Vergessen. Biermann greift ihn auf und biegt ihn neu. Die Musik bleibt knapp. Der Text setzt auf klare Bilder. Das wirkt.

Es war der Schnee, der Schnee führt die Idee fort. Es ist wie ein zweiter Blick auf dasselbe Motiv. Der Ton wird heller und dann wieder dunkel. Der Schnee nimmt vieles auf seine weiße Haut. Am Ende bleibt eine Frage: Was decken wir zu? Und was holen wir wieder ans Licht? Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor formt aus der Wiederholung ein Thema. Das macht die zweite Seite sehr schlüssig.

Des Volkes Blut ist ein kurzes, scharfes Stück. Es sticht. Es fragt nach Erbe, nach Macht, nach Geschichte. Es gibt keinen weichen Ausweg. Die Worte sind knapp. Die Saiten sind straff. Dieses Lied funktioniert wie ein Urteilsspruch über Phrasen und Parolen. Aber es warnt zugleich. Blut als Bild ist gefährlich. Biermann weiß das. Er setzt Kontrast statt Rausch.

Schuften ist so lang wie der Arbeitstag. Der Groove ist fest. Die Worte stoßen an. Der Text schiebt, schleppt, stemmt. Es geht um Mühe, um Takt, um Würde. Das Lied kostet Kraft. Und doch gibt es Halt. Das macht seinen Reiz. Es ist ein Kernstück der zweiten Seite. Es zeigt, wie Biermann soziale Themen in klare Form bringt. Ohne Lehrsatz. Mit Gefühl für Klang und Körper.

Gesang für meine Genossen schließt an. Es ist ein Lied auf Nähe und Streit. Auf Verbundenheit trotz Bruch. Sie hören Wärme. Sie hören auch Schmerz. Freunde sind nicht nur Trost. Freunde sind Aufgabe. Das Stück nimmt Sie mit in einen Kreis. Man singt füreinander. Man ringt miteinander. Das ist politisch und privat zugleich. Hier spannt sich noch einmal der Bogen des Albums. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor erinnert daran, dass Solidarität mehr ist als ein Wort.

Die Mutter Erde geht schwanger bildet den Schlusspunkt. Der Titel zeigt ein großes Bild. Erde, Geburt, Zukunft. Das Lied klingt wie ein Blick nach vorn. Es mischt Sorge und Hoffnung. Es zählt Möglichkeiten. Es endet nicht in Resignation. Es setzt auf Bewegung. Es lässt eine offene Tür im Kopf. Ein kluger Schluss. Denn er hält Sie wach, auch wenn die Platte stoppt.

Sprache, Bilder, Ironie

Biermanns Sprache ist konkret. Er meidet Nebel. Er hat Sinn für kleine, starke Bilder. Er nutzt Volkslied-Form und bricht sie im richtigen Moment. Er setzt Ironie ein, aber nicht als Schutzschild. Die Ironie dient der Genauigkeit. Sie entlarvt faule Phrasen. Sie nimmt Pathos die Luft. Und sie erlaubt Nähe. In diesen zwölf Liedern finden Sie viele solcher Momente. Der Wechsel von hart zu zart gelingt oft in einer Zeile. Das ist die Kunst. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor bündelt diese Stärke.

Politik und Privatheit: Kein Entweder-oder

Politik steht hier nicht allein. Privatheit auch nicht. Es gibt ein Durchdringen. Es gibt viele graue Zonen. Ein Schlaf im Federbett ist nie nur privat. Ein Ruf auf der Straße ist nie nur politisch. Dieses Album zeigt, wie beide Räume sich berühren. Es zeigt, wie die Stimme im Zimmer auf die Welt trifft. Und wie die Welt wieder in das Zimmer zurückklingt. Sie spüren das im Atem der Lieder. Sie spüren es in der Haltung. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor versteht das Wechselspiel.

Das Vinyl als Statement

Die Veröffentlichung als Vinyl ist mehr als Nostalgie. Die Laufzeit pro Seite zwingt zur Form. Die Reihenfolge wird zum Teil der Aussage. Die Pausen zwischen den Stücken bekommen Gewicht. Das Knistern gehört dazu. Es erdet den Text. Die zwölf Titel bilden zusammen ein Spannungsfeld, das sich über zwei Rillen entfaltet. Wer die Platte auflegt, trifft eine Wahl. Er nimmt sich Zeit. Er dreht die Seite um. Diese Geste passt zum Geist von Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor. Es geht um Aufmerksamkeit. Um Wachheit. Um den Moment, in dem Sie hören und denken.

Hörperspektiven: Was die Reihenfolge erzählt

Die Dramaturgie ist klug. Am Anfang stehen Kampf und Gewissen. In der Mitte ruft das Album zur Prüfung. Zum Schluss öffnet es den Blick auf Arbeit, Freundschaft und Erde. So wird der Weg vom Ich zum Wir gezeichnet. Und vom Wir zurück zum Ich. Sie können die Lieder einzeln hören. Sie wirken dann wie kleine, harte Steine. In der Folge entfalten sie eine Landschaft. Das ist ein Mehrwert. Das ist auch der Grund, warum das Album im Gedächtnis bleibt.

Die Rolle der Tradition

Viele Titel greifen alte Formen auf. Ballade, Volkslied, Chanson. Biermann spielt damit. Er nimmt die Form ernst, aber nicht blind. Er verfeinert. Er schärft. Er biegt. So fühlt sich die Platte vertraut und neu zugleich an. Das ist ein Balanceakt. Er gelingt, weil der Fokus nie verloren geht. Das Ziel ist klar: ein wacher Geist, ein waches Ohr, ein waches Herz. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor geht damit in einen Dialog mit der ganzen Liedtradition. Es tut das ohne Staub, ohne Denkmal.

Rezeption und Erbe

In der Rückschau wirkt die Platte wie ein Knotenpunkt. Sie bündelt Themen aus den Jahren zuvor. Sie weist zugleich nach vorn. Sie zeigt, wie ein Liedermacher im Exil die Mitte findet. Zwischen Groll und Gnade. Zwischen Stadt und Welt. Kritik und Zuneigung stehen nebeneinander. Diese Mischung wirkt. Viele spätere Alben politischer Singer-Songwriter in Deutschland greifen sie auf. Man hört den Mut zum schmalen Klang. Man hört die Freude an klarer Sprache. Man hört das Ringen um Haltung. Die Spuren führen zurück zu Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor.

Für heutige Hörerinnen und Hörer

Warum sollten Sie diese Platte heute hören? Weil sie Ihr Ohr schärft. Weil sie zeigt, wie Kunst und Leben sich treffen. Weil sie Sie freundlich und hart anfasst. Die Themen sind nicht alt. Arbeit, Krieg, Freundschaft, Natur. Alles ist da. Der Ton ist ehrlich. Die Bilder sind stark. Es ist Musik für Ihr Wohnzimmer und für Ihren Kopf. Legen Sie sie auf. Lassen Sie die einfache Produktion wirken. Folgen Sie den Worten. Stellen Sie Fragen an Ihr Hier und Jetzt. Das ist der Kern von Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor: Es hält Sie wach, ohne Sie zu überfordern.

Kleine Stolpersteine, große Reize

Ein paar Stücke sind sehr kurz. Sie wirken wie Notizen. Manche Hörer wünschen sich mehr. Doch gerade diese Kürze hat Kraft. Sie reißt an. Sie zwingt zum Weiterdenken. Andere Passagen ziehen sich bewusst. Das ist Absicht. Das Lied Schuften etwa nimmt sich Zeit. Es spiegelt Arbeit in seiner Form. Wer das akzeptiert, bekommt Tiefe. Wer schnelle Clips erwartet, muss umlernen. Diese Platte will keine Häppchen. Sie will einen Abend. Das ist ihr Charakter. Und das macht sie eigen.

Fazit: Wacher Schlaf, helles Dunkel

Am Ende bleibt ein starkes Bild. Ein Sänger sitzt in einem Hamburger Zimmer. Draußen steht die Welt. Drinnen liegt ein Federbett. Er schläft nicht. Er singt. Er ruft. Er denkt. Er zögert. Er setzt die Gitarre an und nimmt sie wieder weg. Er schaut durch das Fenster und in sich selbst hinein. Daraus entsteht ein Album, das Bestand hat. Es ist rau. Es ist zart. Es ist klug. Es ist offen. Genau so sollte politisches Lied heute klingen. Klar und menschlich.

Sie finden auf dieser Platte zwölf Stücke, die sich ergänzen. Sie finden eine Stimme, die sich nicht schont. Sie finden ein Gespür für Form. Das macht die Vinyl-Ausgabe rund. Das macht die Lieder stark. Wer das Album einordnet, sieht es im Zentrum eines Werkes, das immer um Freiheit kreist. Und um Verantwortung. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor markiert diesen Punkt. Es zeigt, dass Schlaf kein Schutz ist. Es zeigt, dass Wachen manchmal wehtut. Es zeigt, dass Musik dabei hilft.

Wenn Sie nur ein Stück wählen, nehmen Sie Schuften für die Kraft. Oder nehmen Sie Der Schläfer im Tal für die Ruhe. Am besten aber nehmen Sie die ganze Reise. So wächst das Bild. So klingt der Titel aus. Wolf Biermann Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor ist ein Weckruf. Es ist auch ein Trost. Es ist ein Hamburger Album mit Weltblick. Es bleibt, was es sein will: ein Federbett mit Alarmfunktion. Und ein Nachweis, dass Liedkunst mehr kann als schmücken.

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