Letztes Update: 07. Februar 2026
Sie bekommen eine ausfĂŒhrliche Vorstellung und kritische Einordnung von Wolf Biermanns Album 'Trotz alledem'. Der Text analysiert Liedtexte, Melodien und Arrangements, beleuchtet historische und politische BezĂŒge, lobt atmosphĂ€rische Höhepunkte und benennt ProduktionsmĂ€ngel.
Das Album erschien 1998. Es kam zu einer Zeit der UmbrĂŒche. Der Kalte Krieg war vorbei. Die Republik suchte neue Töne. Alte Gewissheiten bröckelten. In dieser Lage trat Wolf Biermann noch einmal vor sein Publikum. Er tat es mit dem Album, das den Trotz im Titel trĂ€gt. Schon dieser Ton fĂ€llt auf. Er ist kein junger Protest. Er ist erwachsen, rau, ĂŒberlegt. Wolf Biermann Trotz alledem wirkt wie ein Bericht aus erster Hand. Doch er drĂ€ngt sich nicht auf. Er fragt, er stichelt, und er hĂ€lt aus.
Sie hören hier keinen Hochglanz. Sie hören Stimme, Gitarre, Atem. Dazwischen Raum, GerĂ€usche, Zeit. Es klingt lakonisch. Es klingt ehrlich. Die 15 StĂŒcke bilden ein Mosaik. Mal balladig, mal sĂŒffisant. Mal wĂŒtend, mal mĂŒde. Dieser Wechsel macht den Reiz. Er hĂ€lt wach. Er lĂ€sst Sie nicht in Ruhe. Aber er ĂŒberfordert nicht. So entsteht NĂ€he, ohne Pathos.
Der Titel ist Programm. Trotz ist hier Haltung, nicht Pose. Er sagt: Ich widerspreche. Aber ich höre zu. Er sagt auch: Ich vergesse nicht. Doch ich will lernen. Diese Ambivalenz gibt dem Album Kraft. Sie prÀgt Form, Sprache und Tempo. Wolf Biermann Trotz alledem richtet den Blick auf die Gegenwart. Dabei nimmt es die Vergangenheit ernst. Es vermeidet Nostalgie. Es meidet die Falle der reinen Selbsthistorisierung. Das ist klug. Das ist knapp und klar, und so trifft es Sie direkter als viele laute Produktionen.
Biermanns Stimme trĂ€gt Schleifspuren. Sie hat BrĂŒche, Schatten, Luft. Das passt zu den Themen. Denn Erinnerung ist sperrig. Politische Erfahrung ist nicht glatt. Der SĂ€nger lĂ€sst diese Reibung zu. Er macht sie zur Methode. Er phrasiert oft gegen den Puls. Dann wieder eng am Takt. Dieses Spiel erzeugt Spannung. Es hĂ€lt Ohren und Sinne wach. So bleibt Wolf Biermann Trotz alledem mehr als ein Denkmal. Es ist gelebte Gegenwart, die ihre Narben zeigt.
Auch die Sprache folgt diesem Plan. Die Worte sind knapp. Sie sind konkret. Sie geben Ihnen Bilder an die Hand. Aber sie deuten nicht alles aus. Zwischen den Zeilen bleibt Raum. Sie fĂŒllen ihn mit Ihren Fragen. Oder mit Ihrem eigenen GedĂ€chtnis. Das ist gutes Chanson-Handwerk. Es ist Kunst der Weglassung. Es ist Respekt vor dem Hörer.
Der Auftakt wirkt wie ein Sturz in Zeit und Mythos. Ikarus, das Bild vom Flug, vom Fall, vom Stolz. Doch hier ist er preuĂisch und irdisch. Biermann nutzt das Motiv, um MaĂ und Hybris zu prĂŒfen. Der Ton ist erzĂ€hlend. Die Gitarre stĂŒtzt, sie kommentiert. Der Song gibt die Blickrichtung vor: hoch hinaus denken, aber bodennah fĂŒhlen. Als Eröffnung stellt er das Thema Risiko in den Raum. Sie spĂŒren: Dieser KĂŒnstler will fliegen. Doch er fĂŒrchtet den Absturz nicht. Er kennt ihn schon.
Nach dem Ernst kommt der Schalk. Zwei sehr kurze StĂŒcke, norddeutsch im Dialekt, leicht und milde spöttisch. Hier blitzt ZĂ€rtlichkeit auf. Und Humor als Waffe. Kleine PortrĂ€ts, kleine HĂ€ppchen aus der StraĂe. Es sind Atempausen. Aber sie sind mehr als bloĂe Zwischenspiele. Sie zeigen, wie das GroĂe im Kleinen wohnt. Sie erinnern daran, dass Zuneigung und Trotz sich nicht ausschlieĂen. Auch darin liegt die Haltung von Wolf Biermann Trotz alledem. Der Trotz schĂŒtzt die ZĂ€rtlichkeit. Die ZĂ€rtlichkeit schĂŒtzt den Trotz.
Das kurze StĂŒck wirkt wie ein Fenster in ein Nachbar-Genre. Jazz steht im Raum, frei und skeptisch. Der Titel deutet Bezug und Respekt an. Doch er bleibt ein Kommentar, kein Zitat. Das passt zur Dramaturgie. Der Song liefert Kontext, nicht Ornament. Er zeigt, wie stark Austausch die Musik nĂ€hrt. So entsteht ein Netzwerk der Stimmen. Es verweist auf offene Ohren und offene Formen. Insofern erweitert der Kommentar das Album leise. Er öffnet eine BrĂŒcke ins improvisierende Denken.
Mit fast zehn Minuten ist dies der Brocken. Er fordert Geduld. Er lohnt sie aber. Der Song ist Klage, Spiegel und Chronik. Er wirkt wie ein Gang durch Keller und Dachboden. Er fĂŒhrt Sie durch Schuld und Ausrede, durch Pose und Pein. Der Rhythmus atmet frei. Die Gitarre ist sparsam. Die Stimme steht nackt. So wĂ€chst die Wucht aus der Zeit, nicht aus Volumen. Hier beweist Wolf Biermann, wie viel Kraft in einem langsamen Sprechen liegt. Wolf Biermann Trotz alledem nimmt in diesem StĂŒck den groĂen Atem. Es bleibt dennoch prĂ€zise. Jeder Absatz sitzt.
Der Titelsong ist Kern und Klammer. Er klingt wie ein alter Ruf. Er klingt aber auch neu. Der Refrain trĂ€gt den Aufstand im Herzen. Die Strophen tragen den Zweifel in der Hand. So wird aus Parole ein GesprĂ€ch. Aus einem Ruf wird ein Angebot zur PrĂŒfung. Dieses Gleichgewicht macht den Song stark. Er lĂ€dt zum Mitsingen ein. Doch er zwingt Sie nicht. Er lĂ€sst Ihnen den eigenen Takt. Dadurch gewinnt Wolf Biermann Trotz alledem eine Weite, die selten ist. Sie ist nicht laut, aber tragfĂ€hig.
Diese beiden StĂŒcke zeigen die Lust am Widerspruch. Erst das EingestĂ€ndnis des Irrtums. Dann die Attacke gegen laute Klage. Das ist kein Zickzack. Es ist ein PrĂŒfstand. Positionen werden gemessen. Nicht nur bei den Anderen. Auch im eigenen Kopf. Die Sprache bleibt knapp. Die Metaphern sind alltagstauglich. So bleibt der Diskurs musikalisch. Er verliert nicht das Ohr. Er bleibt ĂŒbrigens. Und er bleibt verstĂ€ndlich.
Hier betreten Sie Stadtbilder, die zugleich IntimrĂ€ume sind. Zwei kurze, helle Lieder. Sie wirken wie Momentaufnahmen. Sie erinnern an NotizbĂŒcher, nicht an groĂe Fresken. Das ist klug. Denn die NĂ€he lebt von Details. Ein Blick, ein Platz, ein Abend. Mehr braucht es nicht. Die Songs erden das Album. Sie lassen Ihre Sinne kurz ruhen, ohne zu schlafen. Sie geben der Platte ein menschliches MaĂ.
Die Collage setzt auf Montage. Zeitung, Kommentar, Echo. Die Form wirkt wie ein Radio im Kopf. Sie kippt zwischen Distanz und NĂ€he. Der Hörer wird zum Redakteur. Er schneidet im Geist mit. Er prĂŒft Quellen, er hört LĂŒcken. So wird Kritik zur Methode. Sie ist nicht moralisierend. Sie ist neugierig. Sie nimmt den Medienchor ernst. Und sie widerspricht, wenn nötig. Hier zeigt Wolf Biermann Trotz alledem seine dialogische Kraft. Er spricht zu Ihnen, nicht fĂŒr Sie. Das macht den Unterschied.
Arbeit und Umwelt. Hafen und Atom. Zwei Orte, zwei Konflikte. Beide stehen fĂŒr soziale RealitĂ€t. Beide stehen fĂŒr das Ringen um MaĂ. Biermann setzt keine Helden. Er zeigt Menschen im Streit. Er zeigt KĂŒhle, Druck, MĂŒdigkeit. Er stellt Fragen nach Mut und Nutzen. Nach Risiko und RĂŒcksicht. Die Songs haben Biss. Doch sie sind nie zynisch. Sie geben den Figuren WĂŒrde. Sie stellen die Sache vor das Spektakel. So wird aus Themenmusik wieder Lied.
Zum Schluss ein kurzes, fast skizzenhaftes StĂŒck. Es klingt wie ein Epilog. Es wirft die Frage nach Zusammenhalt auf. Aber es verschenkt sie nicht. Es bleibt offen. Offene SchlĂŒsse sind schwer. Hier gelingt es, weil der Weg klar war. Das Finale wirkt nicht abrupt. Es ist ein ruhiger Ausblick. Sie gehen aus dem Album nicht euphorisch. Aber Sie gehen wacher.
Die Arrangements sind sparsam. Gitarre fĂŒhrt, Stimme trĂ€gt. Manchmal spricht er mehr, als er singt. Manchmal singt er, als wĂŒrde er schreiben. Diese Ăkonomie passt zum Stoff. Sie betont das Wort. Sie gibt der Stille Wert. Nichts ist ĂŒberzuckert. Nichts dröhnt. Das ist konsequent. Und es ist ein Statement. So hĂ€lt sich Wolf Biermann Trotz alledem fern von Hypes. Es stellt die Frage: Was muss wirklich klingen? Die Antwort lautet: Genau so viel, dass Sinn und GefĂŒhl atmen.
Produktion und Raumklang wirken ehrlich. Man hört, wie ein Raum antwortet. Das schafft NÀhe. Man hört auch, wie ein Atem zieht. Das ist keine SchwÀche. Es ist Format. Es ist die kleine Wahrheit, die Glauben schafft. Diese Geste macht das Album widerstÀndig gegen Moden. Sie können es 1998 hören. Sie können es heute hören. Es bleibt klar.
Politische Lieder rutschen leicht in Predigt. Hier passiert das nicht. Biermann kennt die Fallen. Er hat sie selbst durchlebt. Er setzt lieber auf Szenen. Auf Figuren. Auf kleine, konkrete Orte. Er liebt Listen nicht. Er meidet harte Thesen, wenn sie leer sind. So verfÀngt die Kritik besser. Sie wÀchst aus Beobachtung. Aus Wörtern, die Sie sehen. Aus Bildern, die Sie kennen. Darin liegt eine Schule der Skepsis. Auch darin liegt die StÀrke von Wolf Biermann Trotz alledem. Es zwingt Sie nicht. Es lÀdt Sie ein.
Humor ist hier kein Zucker. Er ist Werkzeug. Er löst Spannung, aber er deckt auch auf. Dialekt sorgt fĂŒr Farbe. Er macht die Figuren nah. Er macht die Lieder ortbar. Man spĂŒrt Luft vom Hafen. Man spĂŒrt Regen in der Stadt. Solche Details sind nicht Beiwerk. Sie geben dem Politischen ein Gesicht. Sie schĂŒtzen vor Abstraktion. Sie lassen den Ernst menschlich werden. Auch das hĂ€lt die Platte jung. Es ist kein AltmĂ€nner-Spott. Es ist ein Blick, der gerne grinst. Der aber nicht klein macht. Das zeichnet Wolf Biermann Trotz alledem aus.
Stuttgart, Frankfurt, Hamburg. Diese StĂ€dte sind mehr als Kulisse. Sie sind BĂŒhnen, auf denen Politik lebendig wird. Ein Bahnhofsvorplatz reicht oft als Labor. Ein Hafen, ein Saal, ein BĂŒro. Dort entscheidet sich viel. Der SĂ€nger zeigt diese RĂ€ume prĂ€zise. Er zeigt Laternen und LĂ€rm. Er zeigt die MĂŒdigkeit im Nacken. So wird Republik fĂŒhlbar. Nicht als System. Sondern als Summe realer Wege. Das Album bleibt dadurch konkret. Wolf Biermann Trotz alledem gewinnt in diesen Skizzen an Tiefe. Es braucht dafĂŒr keine groĂen Namen. Es braucht Blick und Ton.
Wer so viel erlebt hat, droht leicht in Selbstzitat zu versinken. Dieses Album vermeidet das. Es verweist auf Geschichte, ohne sie zu verklĂ€ren. Es verweist auf Biografie, ohne sie auszuschlachten. Der SĂ€nger wirkt frei in der Wahl seiner Perspektive. Er lĂ€sst sich nicht von seinem Ruf lenken. Er erlaubt sich Pausen, Irrtum, Ratlosigkeit. Das klingt bescheiden. Es ist aber mutig. Denn Zweifel macht nackt. Genau deshalb bleibt Wolf Biermann Trotz alledem lebendig. Es hat Kanten. Es hat Risse. Und gerade das hĂ€lt es offen fĂŒr neue Hörer.
Viele StĂŒcke arbeiten mit Schnitt. Ein Bild wird gesetzt, dann gebrochen. Eine Pointe kommt, dann wird sie umgedreht. Diese Methode hĂ€lt den Text flexibel. Sie erlaubt mehrere Lesarten. Der Refrain stĂŒtzt, doch er klammert nicht zu fest. Wiederkehr schafft Halt. Kontrast schenkt Bewegung. So bleibt das Hören aktiv. Sie werden Mitautorin oder Mitautor im Kopf. Der SĂ€nger vertraut Ihnen diese Freiheit an. Er setzt darauf, dass Sie die Leerstellen fĂŒllen. Das ist respektvoll. Es ist auch klug. Denn so bleibt Sinn offen, nicht beliebig.
Das Jahr 1998 war ein Kippmoment. Eine Wahl verĂ€nderte das Land. Europa suchte neue Regeln. Globalisierung hieĂ das Schlagwort. Diese Lage prĂ€gt die Fragen im Album. Sie hören Skepsis. Sie hören auch Lust auf Zukunft. Das ist kein Widerspruch. Es ist der Ton der ĂbergĂ€nge. Lieder wie die Collage zeigen, wie Medien Macht binden. Andere StĂŒcke schauen auf ArbeitskĂ€mpfe. Wieder andere prĂŒfen das Ăko-Gewissen. So entsteht ein Rundblick in Songs. Er verzichtet auf Ăbersichtsgrafiken. Er nutzt Geschichten. DarĂŒber behauptet sich Wolf Biermann Trotz alledem gegen Zeitgeist-LĂ€rm. Es klingt genauer. Es klingt ehrlicher.
Warum dieses Album jetzt? Weil es die Langsamkeit verteidigt. Es ĂŒbt genaue Sprache. Es ĂŒbt fairen Streit. Es kennt Trauer, aber es kennt auch Witz. Diese Mischung fehlt uns oft. Wir rennen durch Feeds, wir rufen zu laut. Das Album zeigt, wie man Tempo bricht. Wie man Stille nicht fĂŒrchtet. Wie man auch im Streit Respekt hĂ€lt. All das ist keine Nostalgie. Es ist Handwerk, das bleibt. Deshalb lohnt Wolf Biermann Trotz alledem auch heute. Es bietet Ihnen MaĂ, wenn die Tage zu viel wollen.
Im Gesamtwerk steht diese Platte als spĂ€tes, konzentriertes Kapitel. FrĂŒhere Alben trugen mehr unmittelbare Brisanz. Die Geschichte hing in ihnen wie ein Feueralarm. Hier brennt es nicht, hier glimmt es. Die Glut ist nicht weniger heiĂ. Aber sie braucht Luft und Zeit. So gewinnen die feinen Linien Gewicht. Das Album hat keine Hymnik mehr nötig. Es setzt auf Reduktion. Es setzt auf Haltung. In diesem Sinn ist Wolf Biermann Trotz alledem ein LehrstĂŒck der Verdichtung. Es zeigt, wie politisches Lied im Alter reifen kann. Ohne die eigene DNA zu verlieren.
Hören Sie zuerst am StĂŒck. Ohne Pause, vom Ikarus bis zum Schluss. SpĂŒren Sie den Atem, den Wechsel der Farben. Dann wĂ€hlen Sie einzelne Tracks fĂŒr den zweiten Durchlauf. Etwa das Miserere und den Titelsong. Dann die Collage. Dann die Hafen- und Umweltlieder. So erleben Sie die groĂe Linie und die kleinen Inseln. Achten Sie auf die Pausen zwischen den Wörtern. Auf die Form der Endungen. Auf das Rascheln im Raum. Dort verbirgt sich viel. So erschlieĂt sich Wolf Biermann Trotz alledem Schicht um Schicht. Es belohnt ruhiges Hören. Es belohnt auch Widerspruch im Kopf.
Die Metaphern sind erdig. Es riecht nach StraĂen und Papier. Nach kaltem Kaffee in Redaktionen. Nach Regenjacken bei Demos. Solche Bilder sind leicht zu greifen. Doch sie kippen nicht ins Plakative. Ein kleines Wort kann die Szene drehen. Ein Atem hebt die Pointe an. So bleibt das Lied beweglich. Es verliert nie den Respekt vor den Dingen. Es macht aus Politik keine Folie. Es macht aus Menschen keine Schablonen. In diesem Ton liegt die Reife. Er ist eigenstĂ€ndig und unverwechselbar. Darin bleibt Wolf Biermann Trotz alledem exemplarisch fĂŒr das Genre.
Dieses Album bezieht Haltung. Aber es beansprucht kein Monopol auf Wahrheit. Es ringt. Es probiert. Es lernt. Diese Ethik macht es stark. Sie entspricht dem Geist der Chanson-Tradition. Dort zĂ€hlt das Individuum. Dort zĂ€hlt Zweifel mehr als Pose. Das hören Sie hier in vielen Nuancen. Es ist Musik, die Sie ernst nimmt. Sie will nicht verfĂŒhren. Sie will ĂŒberzeugen, wenn es gelingt. Und sie hĂ€lt aus, wenn es nicht gelingt. Genau das macht Wolf Biermann Trotz alledem zu einem ehrlichen Werk. Es will Bestand, nicht Beifall.
Was bleibt nach vielen DurchlĂ€ufen? Ein GefĂŒhl von Klarheit. Nicht weil alle Fragen gelöst sind. Sondern weil das Album MaĂ gibt. Es misst Worte an Taten. Es misst Bilder an der Wirklichkeit. Es fordert Respekt. Es ĂŒbt Gelassenheit. Es liebt den Widerspruch, wenn er gut ist. Es liebt die Stille, wenn sie nötig ist. So wird aus einer spĂ€ten Platte ein Kompass. Er zeigt keine simple Richtung. Aber er zeigt Haltung. Sie können sich daran prĂŒfen. Und Sie können daran wachsen. Wolf Biermann Trotz alledem erfĂŒllt damit ein hohes Ziel. Es lĂ€sst Sie nicht allein. Es lĂ€sst Sie denken. Und es lĂ€sst Sie singen, wenn es sein muss.
Darum ist dieses Werk mehr als ein Eintrag in der Diskografie. Es ist ein GesprĂ€chsangebot. Es ist ein Archiv gelebter Intelligenz. Es ist ein Beweis, dass das politische Lied die Zeit ĂŒberdauern kann. Nicht als Mahnmal. Sondern als freundliche, strenge Stimme im Alltag. Wenn Sie ein Album suchen, das Kopf und Herz zugleich fordert, sind Sie hier richtig. Wenn Sie prĂŒfen wollen, wie Haltung klingt, hören Sie hier hinein. Wenn Sie spĂŒren wollen, wie wenig es oft braucht, ist dieses Album Ihr Lehrer. Wolf Biermann Trotz alledem bleibt ein stiller Begleiter. Er meldet sich, wenn es wichtig ist. Und genau dann hören Sie ihn.
Wolf Biermanns Album "Trotz alledem" ist ein beeindruckendes Werk, das seine politischen und gesellschaftlichen Ansichten widerspiegelt. Wenn Sie sich fĂŒr die Musik und die Botschaften von Wolf Biermann interessieren, könnte auch sein Werk "Im Hamburger Federbett oder Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor" spannend fĂŒr Sie sein. Dieses Album zeigt eine weitere Facette seines kĂŒnstlerischen Schaffens.
Ein weiterer Singer-Songwriter, der Ă€hnlich wie Wolf Biermann fĂŒr seine tiefgrĂŒndigen Texte bekannt ist, ist Hannes Wader. Sein Album "Liebeslieder" bietet eine interessante Perspektive auf die Themen Liebe und Gesellschaft. Wader gelingt es, mit einfachen Melodien und poetischen Texten zu berĂŒhren und zum Nachdenken anzuregen.
Auch Konstantin Wecker ist ein KĂŒnstler, dessen Werke sich mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Sein Album "Liederbuch" ist eine Sammlung seiner besten Lieder, die sowohl musikalisch als auch textlich ĂŒberzeugen. Wecker, Ă€hnlich wie Biermann, nutzt seine Musik, um wichtige Botschaften zu verbreiten und seine Hörer zu inspirieren.