Letztes Update: 10. Februar 2026
Der Artikel stellt Reinhard Meys Compilation 'Jahreszeiten 2000-2013' vor und bietet eine fundierte Kritik: Songauswahl, Arrangements und Texte werden analysiert, markante Lieder sowie Schwächen hervorgehoben. Abschließend gibt er eine Empfehlung für langjährige Fans und Neuentdecker.
Dieses Album ist mehr als eine Sammlung. Es ist eine Reise durch dreizehn Jahre. Es ist ein Archiv von Stimmungen, Orten und Gesichtern. Und es ist ein feiner Spiegel seiner Zeit. Reinhard Mey zeigt hier, wie ein Lied mehr sein kann als ein Song. Es kann zum Tagebuch werden. Zum Trostspender. Zum Wecker für Gewissen und Gefühl. Reinhard Mey Jahreszeiten 2000-2013 setzt genau hier an. Es bildet Zyklen ab, die kommen und gehen. Wie Wetter und wie Menschen.
Der Rahmen ist klar. Der Zeitraum reicht vom Jahr 2000 bis 2013. Der Veröffentlichungstermin ist der 6. Dezember 2013. Sie hören sechs CDs mit sehr vielen Farben. Mal karg, mal reich. Mal heiter, mal schwer. Nie beliebig. Der Bogen spannt sich von leisen Familienmomenten bis zu großen Fragen. Krieg und Frieden. Würde und Mut. Humor und Hoffnung. Diese Mischung trägt das Set. Und sie fordert Sie sanft, aber bestimmt.
Sie können diese Box wie einen Roman lesen. Jede CD wirkt wie ein Kapitel. Jede Figur kehrt wieder. Jede Melodie öffnet eine Tür. Es geht um Nähe. Um Verantwortung. Um die Risse der Welt. Und um das kleine Glück. Dabei bleibt die Ordnung der Stücke schlüssig. Die Dramaturgie atmet. Die Spannungen sind logisch gesetzt. Übergänge wirken natürlich. So entsteht ein Erzählband aus Liedern.
Der Zeitraum ist nicht zufällig. Er umfasst die neuen Brüche des neuen Jahrtausends. Der 11. September und seine Folgen schweben mit. So auch die Wirtschaftskrisen, die Kriege, die Angst vor Kontrolle. Doch es gibt auch einen anderen Strom. Er fließt durch Küche, Garten und Kinderzimmer. Durch das Meer und durch die Straße. Genau darin liegt die Stärke. Das Große und das Kleine stehen nebeneinander. Sie sprechen miteinander.
Meys Stimme trägt das Set. Anfangs klingt sie hell und flink. Später kommt Wärme hinzu. Ein Hauch von Patina. Keine Schwäche. Eher ein Zeichen von Reife. Er phrasiert präzise. Er lässt Pausen zu. Er vertraut dem Raum. So wächst Bindung. Sie fühlen sich mitgenommen. Nicht belehrt. Das ist selten. Und es ist klug.
Die Artikulation bleibt stets klar. Jeder Konsonant sitzt. Jeder Vokal klingt frei. Das macht vieles leicht. Auch komplexe Inhalte bleiben greifbar. Selbst lange Stücke wirken überschaubar. Sie können folgen. Sie wollen folgen. Das ist die Kunst des Erzählens mit Atem.
Viele Lieder handeln vom Inneren des Lebens. Vom Wachsen und vom Lassen. Von Eltern und Kindern. Von Bindung, die trägt. Titel wie Vaters Mantel, Vater und Sohn oder Dann mach's gut setzen Markierungen. Da ist Nähe. Da ist Sorge. Da ist Würde. Mey wird hier besonders stark. Er zeigt, dass Sanftheit Kraft hat. Und dass Klarheit nicht kalt sein muss.
Diese Stücke bauen Brücken. Zwischen Generationen. Zwischen Alltag und Erinnerung. Sie hören es, und Sie denken an eigene Bilder. An Hände, an Stimmen, an Gerüche. Diese Lieder öffnen Räume. Sie sind schlicht gebaut. Doch sie leuchten nach. Das ist schwer zu übertreffen. Auch im Spätwerk nicht.
Die Box zeigt auch den wachen Bürger. Er meidet laute Parolen. Er sucht den genauen Ton. Alles O.K. in Guantanamo Bay benennt Schande. Die Waffen nieder! ruft nach Vernunft. Mein Land tastet nach Zugehörigkeit. Frei! denkt über Selbstbestimmung nach. Ich glaube nicht fragt nach Gewissheit. Faust in der Hand spürt der Wut nach. Überall zählt Haltung. Der Zeigefinger bleibt in der Tasche. Stattdessen spricht die Gewissensarbeit.
Das Politische ist hier nie blutleer. Es ist verkörpert. Es taucht in Figuren und Szenen auf. Es kommt durch Bilder. Durch Alltagsdinge. Durch Namen. So wird das Lied zum Gespräch. Mit Ihnen. Mit der Zeit. Mit der Zukunft. Das macht es wirksam.
Die Sammlung liebt Figuren. Sie sind nah, aber nie platt. Doktor Berenthal kommt malt das Porträt eines Arztes. Es geht um Vertrauen. Um Menschlichkeit in einer Maschine. Der kleine Wiesel zeigt die Zerbrechlichkeit der Jugend. Kurti deutet Milieu und Würde an. Sven berührt durch Stille. Der Marder nutzt Humor, doch zeigt Angst und Schaden. Chet verbeugt sich vor einem Idol. Schraders Filmpalast feiert Orte, die Träume beherbergen.
Solche Miniaturen sind typisch für Mey. Er schafft einen Raum in wenigen Strichen. Ein Satz. Ein Bild. Eine Pointe. Ein Riss. Und schon entsteht ein Film. Der Hörer sieht mehr, als er hört. Das ist gutes Schreiben. Es ist genaue Beobachtung. Es ist Empathie als Methode.
Diese Box kann auch lachen. Und das ist wichtig. Ich bin verliebt in meine Sekretärin neckt mit Rollenbild und Takt. Neulich in der Dessous-Abteilung bleibt feinsinnig. Rotten Radish Skiffle Guys kokettiert mit Stil und Szene. Kennst du die kleinen, nicht wirklich nützlichen Gegenstände? spiegelt unseren Kram. Dabei wird niemand vorgeführt. Die Witze stehen nie über den Menschen. Sie stehen neben ihnen. So wirkt Humor wie Öl im Getriebe.
Die Leichtigkeit dient als Kontrast. Nach ernsten Stücken lockert sie den Puls. Nach zarten Liedern öffnet sie das Fenster. Der Wechsel ist klug gesetzt. Er entsteht oft durch Rhythmus. Durch Tempo. Durch ein Lächeln in der Stimme. So hält die Box über viele Stunden frisch.
Sie finden viele Landschaften. Das Meer atmet durch Einhandsegler. Rüm Hart ruft Weite. Das Motto klingt mild, aber weit. Sommer ’52 erinnert an Kindheit. Mairegen riecht nach Aufbruch. Sommerende legt ein Tuch über Licht. Nanga Parbat schaut hoch. Es spürt Gefahr. Tiergarten ist Stadt und Natur zugleich. Diese Motive geben dem Set Wetter und Licht.
Die Natur ist nie bloße Kulisse. Sie deutet Zustände. Aufbruch, Reue, Mut. Reife, Verlust, Heilung. So wird der Strand zur Entscheidung. Der Regen wird zum Segen. Der Berg wird zur Frage. Und der Park wird zur Pause. Das ist Bildsprache, die trägt. Ohne Pathos. Mit stiller Kraft.
Mey schreibt in einem klaren Ton. Er liebt kurze Sätze. Er schichtet Bilder. Er setzt Reime, doch nie als Zwang. Seine Sprache ist nah. Sie siedelt im Alltag. Aber sie hat Tiefe. Douce France öffnet den Blick in das Nachbarland. Französisch klingt herein, ohne zu prunken. Das Deutsche bleibt weich. Die Mischung singt gut. Sie spüren den Handwerker. Und den Dichter.
Der Reim dient dem Sinn. Er ist Werkzeug, nicht Zierrat. Pausen sitzen an starken Stellen. Kleine Wiederholungen halten den Takt. So bleiben auch lange Erzählungen übersichtlich. Nanga Parbat zeigt das exemplarisch. Neun Minuten ziehen vorbei. Doch es bleibt Zug in der Linie. Keine Müdigkeit. Das ist Formbewusstsein.
Die Arrangements sind schlank. Oft tragen sie nur Gitarre und Stimme. Manchmal kommen leichte Farben dazu. Ein Klavier. Eine leise zweite Gitarre. Dezente Streicher. Alles ist sparsam gesetzt. Nichts drängt sich vor. Das Ohr bleibt beim Wort. Doch die Musik atmet. Sie stützt. Sie wärmt. Dieser Stil ist konsequent. Und zeitlos.
Die Produktion ist nüchtern, aber fein. Sie liebt Natürlichkeit. Kein unnötiger Hall. Kein Effekt, der blenden will. Das passt zur Haltung. Es passt zur Poesie. Und es macht das Set beständig. Sie können es heute hören. Sie werden es in zehn Jahren hören. Es wird tragen.
Die Reihenfolge der Songs wirkt durchdacht. Die Stimmung schwingt. Sie kippt nie abrupt. Melancholie und Witz halten sich die Waage. Leichte Lieder öffnen nach schweren Stücken das Herz. Erzählungen und Miniaturen wechseln sich ab. So bleibt der Fluss lebendig. Ein Beispiel ist die Nähe von Chet und Kurti. Beide nennen Namen. Beide schauen auf Ränder. Doch sie atmen anders. Dieser Kontrast stärkt beide Lieder.
Auch die Längen sind klug verteilt. Serafina nimmt sich Zeit. Erbarme dich setzt nach innen. Ich bring' dich durch die Nacht hält die Hand. Danach darf ein kurzer Track die Schultern lockern. So wachsen Hörfenster. Nichts wirkt zufällig. Vieles wirkt natürlich. Als habe es gar nicht anders sein können.
Die erste CD öffnet mit Ich bring' dich durch die Nacht. Es ist ein Versprechen. Heimatlos stellt eine große Frage. Doktor Berenthal kommt entwirft eine Figur mit Tiefe. Serafina weitet den Blick. Paradies sucht Ort und Zeit. Chet verneigt sich vor Jazz. Kurti hält die Augen offen. Wenn ich betrunken bin spürt Riss und Trost. Einhandsegler atmet Freiheit. Der Marder spiegelt Stadtleben. Erbarme dich bittet um Milde. Das war ein guter Tag steht für Dank. Das wahre Leben fasst Normalität warm an. Laß Liebe auf uns regnen setzt ein Zeichen. Es ist ein weites Spektrum. Doch es passt zusammen.
Rüm Hart öffnet den Raum. Immer mehr beschreibt Tempo. Der kleine Wiesel setzt den Fokus auf eine verletzliche Seele. Die Blitzlichter machen uns zu Idioten prangert den Hunger nach Ruhm an. Aber heute gönnt sich ein Jetzt. Neulich in der Dessous-Abteilung grinst, ohne zu verletzen. Weißt du noch, Etienne? blickt zurück, warm und klar. Gernegroß zeichnet ein Typenbild. Frei! pocht auf Selbstbestimmung. Faust in der Hand benennt Wut. Schwere Wetter malt das Klima der Seele. Ich singe um mein Leben erklärt das Motiv. Mein Land fragt still nach Zugehörigkeit. Ein Kapitel der Balance.
Alles O.K. in Guantanamo Bay setzt ein starkes Zeichen. Douce France schlägt Brücken. Ich kann! motiviert, ohne Plakat. Spider Man verleiht Alltagsszenen Charme. Friedhof denkt über Abschied nach. Sven bleibt dicht bei einem Menschen. Hundgebet spricht leise über Treue. Die Waffen nieder! wünscht Abrüstung. Ich glaube nicht hält Distanz zu falschen Heilsversprechen. Ich liege bei dir feiert Nähe. Kennst du die kleinen, nicht wirklich nützlichen Gegenstände? spiegelt Konsumriten. Nanga Parbat macht das Große konkret. Sommerende setzt eine klare Jahresfarbe. Das Kapitel ist politisch, aber voller Poesie.
Sommer ’52 rahmt Kindheit. Der Fischer und der Boss blickt auf Arbeit und Macht. Wotan und Wolf spielt mit Mythos, doch bleibt irdisch. Bunter Hund feiert Eigenart. Ich bin verliebt in meine Sekretärin bringt Heiterkeit. Drei Kisten Kindheit packt Lebensgut. Drei Jahre und ein Tag denkt über Zeit und Bindung nach. Danke, liebe gute Fee zeigt Dankbarkeit. Ich brauche einen Sommelier lacht über Unsicherheiten. Friedrichstraße trägt Stadtluft. Kai erinnert präzise. Große Schwester baut Vertrauen. Schraders Filmpalast hält Kultur am Laufen. Eine Platte, die mit Ruh und Wucht kommt.
Antje leuchtet in feinen Tönen. Das erste Mal hält den Atem an. Gegen den Wind zeigt Rückgrat. Gute Seele verneigt sich. Ficus Benjamini gibt einem Zimmerpflanzenleben Gewicht. Nachtflug öffnet den Himmel. Drachenblut spielt mit Bild und Kraft. Mairegen bringt Frische. Rotten Radish Skiffle Guys blinzelt dem Folk zu. Larissas Traum respektiert eine Hoffnung. Spring auf den blanken Stein ruft nach Mut. Das Butterbrot ehrt das Einfache. Wir sind eins predigt nicht, es zeigt. Was keiner wagt ist still und stark. Ein Bündel, das lange nachklingt.
Wenn du bei mir bist ist Nähe pur. Wenn schon Musik begründet das ganze Tun. Fahr dein Schiffchen durch ein Meer von Kerzen führt zart. Vaters Mantel ist Schutz. Vater und Sohn ist Gespräch. Wolle zeichnet ein Schicksal. Spielmann zeigt Berufung. Lieber kleiner Silvestertag schenkt Feier. Alter Freund hält Treue. Das Taschentuch ist Symbol. Tiergarten ist ein leichtes Blatt. Gute Kühe kommen in den Himmel lacht zärtlich. Spangen und Schleifen und Bänder schaut genau hin. Dann mach's gut ist Abschied mit Würde. Lass nun ruhig los das Ruder gewährt Frieden. Es ist an der Zeit stellt klar. Sally winkt. Dieses Kapitel ist ein langer Atemzug. Er endet, aber er bleibt.
Die Stärke liegt in der Einheit der Vielfalt. Jede Platte klingt eigen. Doch überall spüren Sie dieselbe Feder. Dieselbe Wachheit. Dieselbe Liebe zum Detail. Dazu kommt Mut zur Länge, wo sie nötig ist. Und Mut zur Kürze, wo ein Bild reicht. Die Figuren leben. Die Bilder tragen. Die Musik dient dem Wort. Das Ganze wird größer als die Summe.
Für Kenner ist die Auswahl klug. Ikonen stehen neben geheimen Perlen. Für Neueinsteiger ist die Dramaturgie ein guter Pfad. Der Einstieg fällt leicht. Die Tiefe wächst von selbst. Das ist selten. Und es ist hier gelungen.
Natürlich gibt es Längen. Nanga Parbat fordert Geduld. Serafina braucht Raum. Erbarme dich ruht sehr lange auf einer Bitte. Wer schnelle Hooks sucht, wird hier nicht fündig. Manches wirkt altmodisch für Pop-Ohren. Doch das ist auch Absicht. Mey spielt nicht Zeitgeist. Er spielt Zeit. Und er nimmt sich Zeit.
Manche politischen Bilder mögen heute anders klingen. Namen altern. Schlagzeilen verblassen. Doch die Fragen bleiben. Würde, Freiheit, Verantwortung. Diese Achsen sind zeitlos. In ihnen liegt die Kraft des Sets. Und seine Zukunft.
Die Tonqualität ist verlässlich. Die Dynamik bleibt intakt. Die Gitarren sprechen klar. Die Stimme steht vorn, aber nicht hart. Kleine Atemzüge sind hörbar. Das macht Nähe. Die Packaging-Idee folgt dem Thema. Jahreszeiten als Rahmen. Musik als Kalender. Das hilft bei der Orientierung. Es stärkt das Narrativ.
Für das lange Hören ist das wichtig. Sie werden nicht müde. Sie können pausieren und wieder einsteigen. Die Kapitel sind eigenständig. Doch sie greifen ineinander. Das ist gutes Kuratieren.
In Meys Gesamtwerk markiert diese Box eine späte Mitte. Die frühen Jahre brachten Leichtigkeit und Rebell. Die späten Jahre bringen Güte und Maß. Hier trifft beides zusammen. Das Resultat ist reif. Es ist leise kompromisslos. Es atmet Respekt vor Menschen. Und eine klare Haltung zur Welt.
Im Kontext der Liedermacher-Tradition bleibt Mey eigen. Er meidet Predigt. Er sucht Gespräch. Er wahrt Form. Er ehrt das Lied als kleine Form mit großem Atem. Darin liegt seine Schule. Und sein Einfluss.
Wenn Sie Texte lieben, sind Sie hier richtig. Wenn Sie schlichte Arrangements schätzen, auch. Wenn Sie Geschichten brauchen, die tragen, erst recht. Reinhard Mey Jahreszeiten 2000-2013 eignet sich für lange Wege. Für Abende mit Ruhe. Für Momente, in denen Sie ein Licht brauchen. Für Zeiten, in denen Sie Widerspruch spüren. Für Phasen, in denen Sie lachen wollen, ohne zu vergessen.
Als Geschenk funktioniert die Box gut. Sie ist freundlich. Aber sie ist nicht naiv. Sie fordert, doch sie überfordert nicht. Sie öffnet Türen. Und sie lässt Sie in Ihrem Tempo gehen.
Die Box ist eine Schule des Hinsehens. Sie lädt zum Nachdenken ein. Sie tröstet, wenn die Nacht lang ist. Sie lacht, wenn es gut ist. Sie widerspricht, wenn es sein muss. Und sie versöhnt, wenn es geht. Das ist eine seltene Mischung. Sie wirkt modern, weil sie menschlich ist. Nicht, weil sie modisch ist.
Reinhard Mey zeigt hier seine Kernkompetenz. Er vertraut auf das Lied. Auf die Gitarre. Auf das genaue Wort. Er glaubt an die Geduld des Hörers. Und an die Stärke leiser Töne. Das ist ein Versprechen. Es wird eingelöst.
Reinhard Mey Jahreszeiten 2000-2013 ist ein Atlas der Gefühle. Es ist ein Archiv der Gewissen. Es ist ein schlichtes Musikmöbel für Ihr Zuhause. Es passt zu stillen Räumen. Es hält laute Tage aus. Es leuchtet in grauen Stunden. Es funkelt in heiteren. Diese Sammlung wird bleiben. Weil sie ehrlich ist. Weil sie gut gebaut ist. Und weil sie wahr klingt.
Wenn Sie ein einziges Set aus Meys späterer Phase suchen, nehmen Sie dieses. Es bündelt. Es ordnet. Es öffnet. Und es zeigt die Kunst eines Liedermachers, der noch immer neugierig ist. Und der weiß, wann er schweigen muss. Genau dann singt die Musik am schönsten.
Sie werden diese Stücke unterschiedlich lieben. Mal wegen des Themas. Mal wegen der Melodie. Mal wegen einer Figur. Mal wegen eines Bildes. Das ist gut so. Denn Vielfalt ist das Programm. Und das Programm hält.
Am Ende bleibt ein Satz, der nicht gesungen wird. Er steht zwischen den Stücken. Er lautet: Hören lohnt sich. Für Kopf, Herz und Hand. Und für die Zeit, die danach kommt. In diesem Sinn ist diese Box ein Geschenk. Auch an Sie.
So führt die Reise durch dreizehn Jahre zu einem Gefühl von Gegenwart. Der Blick ist klar. Der Ton bleibt mild. Und doch gilt: Wo es nötig ist, wird er fest. Das macht Größe aus. Das macht Vertrauen. Und das macht den Wert dieser Sammlung.
Das Album "Jahreszeiten 2000-2013" von Reinhard Mey bietet eine beeindruckende Sammlung seiner Werke aus dieser Zeit. Wenn Sie ein Fan von Reinhard Mey sind, könnte Sie auch das Album "Reinhard Mey Jahreszeiten 1989-1999" interessieren. Es zeigt die Entwicklung des Künstlers in den Jahren zuvor und bietet eine spannende Ergänzung zu "Jahreszeiten 2000-2013".
Reinhard Mey ist bekannt für seine tiefgründigen Texte und eingängigen Melodien. Ein weiteres Highlight in seiner Diskografie ist das Album "Reinhard Mey Bobino: 25 Chansons". Diese Sammlung zeigt Meys Fähigkeit, Geschichten zu erzählen und Emotionen zu wecken, was auch in "Jahreszeiten 2000-2013" deutlich wird.
Wenn Sie sich für die Werke von Singer-Songwritern interessieren, sollten Sie auch einen Blick auf "Wolf Biermann Heimat: Neue Gedichte" werfen. Wolf Biermann ist ein weiterer bedeutender Künstler, dessen Lieder und Gedichte ähnlich tiefgründig und bewegend sind wie die von Reinhard Mey. Sein Werk ergänzt die musikalische Landschaft, die auch "Jahreszeiten 2000-2013" prägt.