Letztes Update: 08. Februar 2026
Reinhard Meys Klaar Kiming: Live dokumentiert einen reifen Künstlerabend: sanfte Gitarren, präzise Arrangements und persönliche Ansagen. Der Text bewertet Songauswahl, Stimme und Atmosphäre, lobt intime Momente, kritisiert gelegentliche Längen und empfiehlt das Album sowohl Fans als auch Neulingen.
Reinhard Mey ist eine Ausnahmeerscheinung. Er braucht nur seine Stimme und eine Gitarre. Dann steht da ein ganzer Abend. Das gilt auch für Reinhard Mey Klaar Kiming: Live. Das Album zeigt die Essenz seines Könnens. Es ist ein Blick nach vorn und zurück zugleich. Das Werk erschien am 26. Mai 2003. Es fängt eine reife Künstlerphase ein. Sie hören ein Album, das atmet, lacht und mahnt. Es ist leise und laut zugleich. Der Ton bleibt warm. Die Haltung bleibt klar.
Der Titel ist ein Programm. Er kommt aus dem Friesischen. „Klaar Kiming“ meint einen klaren Horizont. Ein offener Blick. Ein freier Kopf. Reinhard Mey Klaar Kiming: Live nimmt dieses Bild ernst. Es führt Sie hinaus an die Kante. Dorthin, wo Denken und Fühlen Weite gewinnen. Das Publikum wird Teil dieser Bewegung. Es hört zu. Es atmet mit. Es lacht an den richtigen Stellen. Es schweigt an den ernsten.
Sie kennen die Studioalben. Sie kennen die Sorgfalt der Worte. Live kommt eine andere Schicht dazu. Der Raum, die Zeit, die Spannung. Reinhard Mey Klaar Kiming: Live fängt diesen Moment klug ein. Es gibt keinen Pomp. Keine Show. Die Dramaturgie liegt in der Reihenfolge der Lieder. Und in den kleinen Pausen. In ihnen liegt das, was nur ein Saal kennt: die Fragilität eines Abends. Sie merken: Das ist kein nachgereichter Mitschnitt. Das ist ein bewusst geformtes Dokument.
Dieses Album wirkt wie ein Bühnenstück. Es hat Akte. Es hat Figuren. Es wechselt zwischen politischer Kante und zarter Nähe. Der Fluss trägt Sie, ohne zu hetzen. So entsteht ein Spannungsbogen, der die zwei CDs verbindet. Er beginnt mit einem Weckruf. Und er endet in einem Augenzwinkern. Diese Balance ist ein Hauptgrund, warum Reinhard Mey Klaar Kiming: Live heute noch relevant klingt.
Der Spruch „Rüm Hart, klaar Kiming“ steht für eine Haltung. Ein weites Herz und ein klarer Horizont. Beides steckt in dieser Produktion. Der Abend ist nie zynisch. Er scheut Konflikte nicht. Er zeigt einen Künstler, der aufrecht steht. Das ist nicht laut. Es ist standhaft. In dieser Ruhe liegt Kraft. Genau darin ist Reinhard Mey so zeitlos.
Reinhard Mey Klaar Kiming: Live trägt diese Tugend auf die Bühne. Es verbindet Kopf und Bauch. Das gelingt durch kleine Geschichten. Durch genaue Beobachtungen. Durch eine Stimme, die nah wirkt und frei. Sie spüren die Nähe von Stuhlreihen und Holzboden. Sie spüren die Saiten unter den Fingern. Und Sie spüren ein Gegenüber, das Ihnen vertraut.
Das Album liegt als Doppel-CD vor. Die erste CD versammelt 11 Stücke. Darunter stehen einige Schwergewichte. „Das Narrenschiff“ trägt weit. Es dauert mehr als acht Minuten. „Sei wachsam“ dauert fast acht Minuten. Es zeigt eine Wunde, die nicht heilen will. Dazwischen liegen Beobachtungen und Blicke ins Private. „Ein Stück Musik von Hand gemacht“ ist ein Bekenntnis. Es ist auch ein Schlüssel zum ganzen Abend. „Zeugnistag“ und „Faust in der Hand“ spüren Druck und Zorn nach. „Neulich in der Dessousabteilung“ löst am Ende die Spannung. Es ist das längste Stück des ersten Teils. Und es ist sehr komisch.
Die zweite CD zeigt 13 Songs. Sie wirkt weiter und heller. „Ich singe um mein Leben“ eröffnet. Es ist ein Statement. „Rüm Hart“ knüpft den Faden zum Motto. „Mein Land“ schaut in den Spiegel. „Wenn ich betrunken bin“ hat Witz und Biss. „Ich liebe dich“ atmet innig. „Frei!“ schwingt sich auf. „Die Blitzlichter machen uns zu Idioten“ schaut auf Medien. „Leb’ wohl Adieu gute Nacht“ zeigt Sanftheit. „Irgendein Depp mäht irgendwo immer“ lockert mit trockenem Humor. „Laß Liebe auf uns regnen“ bringt Licht hinein. „Viertel vor sieben“ beschließt mit stiller Größe. So entsteht ein Panorama. Es trägt. Es bleibt leicht greifbar. Es passt zu Reinhard Mey Klaar Kiming: Live.
Live braucht Ordnung. Hier gibt es eine feine Ordnung. Sie ist nicht streng. Sie führt Sie Schritt für Schritt. Die große Wucht kommt früh. Später wird es zarter. Am Ende lacht die Bühne mit Ihnen. So schließt sich ein Kreis. Das ist klug gebaut. Es gibt Luft zum Atmen. Und doch verliert sich der Faden nicht. Genau dieses Gleichgewicht macht Reinhard Mey Klaar Kiming: Live stark.
Der Bogen wirkt nie didaktisch. Es gibt Raum für Ambivalenz. So hält die Musik auch beim vierten Hören. Sie entdecken neue Details. Ein betonter Konsonant. Ein Atem vor einem Refrain. Ein Lächeln im Timbre. Das sind kleine Dinge. Doch sie tragen die großen Themen.
Man nennt Mey oft politisch. Das stimmt, doch greift es zu kurz. Die Politik kommt aus dem Alltag. Aus dem Blick des Einzelnen. „Sei wachsam“ zeigt das sehr genau. Es ist kein Plakat. Es ist ein Appell an Sie als Bürger. „Das Narrenschiff“ ist eine Parabel. Sie fragt: Wer steuert? Wer sieht den Kurs? Live kippt das nicht in Pathos. Es bleibt ernst, aber ruhig. Diese Ruhe macht den Kern hörbar.
Die privaten Lieder öffnen zusätzliche Fenster. „Ich liebe dich“ und „Ich bin“ kommen ohne Kitsch aus. Sie sagen etwas Einfaches und Wahres. Das ist schwer. Mey schafft es mit Bildern aus dem Alltag. Ein Blick, eine Geste, ein Morgenlicht. Auch hier passt der Live-Raum. Er nimmt der Aussage den Lack. So wirkt sie glaubwürdig. Und Reinhard Mey Klaar Kiming: Live gewinnt Tiefe.
Meys Sprache ist sein Instrument. Sie ist einfach und doch reich. Er deutet selten. Er zeigt. Das erzeugt Nähe. Er baut keine Hürden auf. Er öffnet Türen. Seine Sätze sind kurz. Seine Bilder sind konkret. Das ist kein Zufall. Es ist Handwerk. Man hört das beim ersten Wort. Und man hört es noch im letzten Klang.
Humor hilft dabei. Die komischen Stücke sind nicht nur Beiwerk. Sie fangen den Abend auf. Sie schlagen Brücken zu den ernsten Teilen. „Neulich in der Dessousabteilung“ ist dafür ein Lehrstück. Es zeigt das Lächeln des Chronisten. Ein Lächeln ohne Spott. Dazu passt „Irgendein Depp mäht irgendwo immer“. Sie werden sich ertappt fühlen. Und Sie werden erleichtert lachen. Das ist die große Kunst des Ausgleichs. Sie prägt Reinhard Mey Klaar Kiming: Live auf jeder Minute.
Live-Aufnahmen können kühl wirken. Nicht hier. Das Klangbild ist warm und direkt. Die Gitarre steht nah. Die Stimme hat Raum. Das Publikum ist da, aber nie vordergründig. Der Applaus atmet. Er überdeckt nichts. Man spürt gutes Handwerk am Mischpult. Die Dynamik bleibt intakt. Leise Stellen sind leise. Laute sind nie scharf. So entsteht ein natürliches Hören. Es ist, als säßen Sie im mittleren Parkett.
Auch das Timing ist klug. Pausen bleiben erhalten. Ansagen sind sparsam gesetzt. Sie rahmen die Lieder. Sie verlängern den Atem. Das ist wichtig für die eigene Fantasie. Sie können mitdenken. Sie können mitschwingen. Der Abend hat einen Puls. Er schlägt ruhig. Doch er ist lebendig. Das steigert den Wert von Reinhard Mey Klaar Kiming: Live als Dokument.
Das Erscheinungsjahr 2003 war aufgewühlt. Politik und Medien waren laut. Der Ton war scharf. In dieses Klima fällt das Album. Es wählt einen anderen Weg. Es dämpft nicht. Es schreit auch nicht. Es schaut genau hin. Es hält Maß. So wird es ein Gegenentwurf. Nicht im Widerspruch, sondern im Stil. Reinhard Mey Klaar Kiming: Live setzt auf Haltung. Auf Empathie. Auf Zweifel als Stärke. Das war klug. Und es bleibt klug.
Gerade deshalb klingt es heute frisch. Die Themen sind wieder da. Vielleicht sogar stärker. Überwachung. Lärm. Überhitzte Debatten. Der Blick auf das Eigene. All das wird hier berührt. Ohne Schlagwort. Ohne Trend. Das schützt die Songs vor dem Altern. Man merkt: Gute Sprache ist die beste Zeitmaschine.
Zu Beginn steht die Ernsthaftigkeit. Titel wie „Das Narrenschiff“ und „Sei wachsam“ bilden den Boden. Sie sind keine leichte Kost. Doch sie tragen den Saal. Sie stellen Fragen. Sie geben keine einfachen Antworten. Das Publikum folgt. Es spürt die Notwendigkeit. Hier zeigt sich die Autorität des Künstlers. Sie ist leise. Doch sie ist da.
Danach öffnet sich der Raum. „Ein Stück Musik von Hand gemacht“ erklärt den Abend in einem Bild. Das Handgemachte ist kein Fetisch. Es ist eine Haltung. Es heißt: Ich mache es selbst. Ich stehe zu den Folgen. In anderen Stücken leuchten Figuren auf. Etwa in „Zeugnistag“ oder „Faust in der Hand“. Sie erzählen von Druck, Trotz und Hoffnung. Sie zeigen, wie Politik in die Küche kriecht. Und wie Humor ein Rettungsseil sein kann.
Zum Schluss wird gelacht. Aber nie leer. „Der kleine Wiesel“, „Gernegroß“, „Pöter“ oder „Neulich in der Dessousabteilung“ lockern. Sie öffnen das Herz. Sie sind stark gebaut. Sie zeigen Timing. Nach den schweren Teilen ist das wichtig. So geht man erleichtert aus dem Saal. Aber nicht entlassen. Man nimmt etwas mit. Genau so endet Reinhard Mey Klaar Kiming: Live mit Haltung und Wärme.
Meys Gitarre ist mehr als Begleitung. Sie ist Motor und Metronom. Sie trägt Bass, Harmonie, Melodie. Der Anschlag ist präzise. Die Läufe sind klar. Die Patterns sind sauber geführt. Nichts wirkt zufällig. Die Musik bleibt nah am Song. Kein Effekt lenkt ab. Die Fingerarbeit ist fein, doch nie eitel. Das ist Kunst der Reduktion. Sie können jedem Ton folgen. Und Sie verlieren nie den Text. Diese Balance macht den Reiz von Reinhard Mey Klaar Kiming: Live aus.
Das Tempo bleibt moderat. Es gibt Raum fĂĽr Silben. FĂĽr Emotion. FĂĽr Atmen. Die linke Hand zeichnet klare Bilder auf dem Griffbrett. Die rechte setzt Akzente. So entsteht ein geerdeter Groove. Auch ohne Band spĂĽren Sie Puls. Das ist sehr schwer zu erreichen. Hier gelingt es mĂĽhelos.
Live lebt vom Kontakt. Hier ist er wohldosiert. Der Saal ist nicht Statist. Er ist Partner. Lacher fallen punktgenau. Schweigen entsteht von selbst. Das verrät Vertrauen. Es verrät auch Disziplin. Niemand drängt vor. Niemand stört. Sie hören Respekt auf beiden Seiten. So entsteht ein stiller Dialog. Er trägt die Lieder. Er lässt sie größer werden als im Studio.
Dieser Kontakt zeigt sich auch in den Ansagen. Sie sind knapp. Doch sie zielen genau. Oft reicht ein Satz. Ein augenzwinkernder Einschub. Oder ein Blick auf ein kleines Alltagsdetail. Das genĂĽgt. Mehr braucht es nicht, wenn das Material stark ist. Und hier ist es stark. So bleibt Reinhard Mey Klaar Kiming: Live dicht, aber nie schwer.
Sie lieben große Arrangements? Sie wollen Wucht und Wände aus Sound? Dann ist dies vielleicht ein Gegenentwurf. Doch geben Sie ihm Raum. Wenn Sie Sprache mögen, wird es Sie packen. Wenn Sie ruhige Abende schätzen, wird es Sie tragen. Und wenn Sie Mey noch nicht kennen, ist dies ein guter Einstieg. Denn hier sehen Sie, wofür er steht. Und wie er es meint. All das steckt in Reinhard Mey Klaar Kiming: Live in reiner Form.
Auch Sammler kommen auf ihre Kosten. Die Zusammenstellung ist klug. Die Abfolge schlüssig. Es gibt Stücke, die im Live-Gewand gewinnen. „Ich bin“ ist eines davon. „Frei!“ ein anderes. Das gilt auch für die komischen Nummern. Sie leben vom Moment. Den konserviert das Album erstaunlich gut.
Ist alles gelungen? Fast. Manchmal wünscht man sich noch mehr Raum für Improvisation. Ein, zwei Stücke könnten freier atmen. Doch das ist Geschmackssache. Auf der Haben-Seite steht viel. Die Stimme ist in Form. Der Gitarrensound ist warm. Die Auswahl deckt Themen klug ab. Die Balance stimmt. Die Produktion hält sich vornehm zurück. So darf das Material strahlen.
Besonders glänzen die Übergänge. Keine Brüche, keine Lücken. Alles wirkt vorbereitet, aber nicht starr. Das ist hohe Kunst. Selten findet man dieses Maß an Ruhe. Und an Präzision in der Live-Darbietung. Genau deshalb hebt sich Reinhard Mey Klaar Kiming: Live ab.
Wie steht das Album heute da? Es hat Patina, aber keinen Staub. Es zeigt einen Künstler, der sich treu bleibt. Und der dabei offen ist. Themen wie Medienkritik, Bürgerpflicht, Selbstironie, Liebe, Werden und Vergehen. Sie sind noch da. Die Sprache ist noch da. Die Menschlichkeit ist da. Darum trägt das Album über Jahre. Darum lohnt es heute noch das genaue Hören. Darum ist Reinhard Mey Klaar Kiming: Live mehr als eine Tour-Erinnerung.
Man kann sagen: Hier blickt ein Sänger über den Tellerrand. Er sieht Weite. Er sieht auch die Stolpersteine vor den Füßen. So bleibt der Horizont klar. Genau das bedeutet „Klaar Kiming“. Genau das leistet diese Aufnahme. Sie macht die Weite hörbar.
Über acht Minuten brauchen Mut. Hier lohnt es sich. Die Erzählung bleibt fokussiert. Der Raum hält die Spannung. Die Stimme führt Sie sicher. Der Gitarrenpuls trägt. Am Ende steht Nachhall. Der Saal reagiert mit Respekt. Das Stück zeigt, wie langes Erzählen live funktionieren kann. Es zeigt auch, warum Reinhard Mey Klaar Kiming: Live keine Minute zu lang wirkt.
Hier ist der rote Faden. Es ist nicht pathetisch. Es ist ehrlich. Der Titel sagt, was Sache ist: Singen ist Leben. Leben ist Arbeit. Arbeit ist Freude. Die Gitarre folgt der Sprache. Kein Ton zu viel. Der Raum hilft. Er füllt die Zwischenräume. So wirkt das Lied wie ein Fenster. Es öffnet sich weit. Es bleibt doch intim.
Das Finale der ersten CD zeigt eine Gabe. Beobachten, zuspitzen, ohne zu verletzen. Das gelingt. Das Timing sitzt. Die Pointe kommt nicht zu früh. Nicht zu spät. Der Saal lacht. Aber er lacht über sich selbst. Das ist heilsam. Solcher Humor ist selten. Und live ist er schwerer als im Studio. Umso schöner, dass er hier so souverän gelingt.
Im Oeuvre von Reinhard Mey steht dieses Album als Scharnier. Es führt ältere Themen fort. Es bereitet spätere Tonfälle vor. Die Stimme ist gereift. Das ist hörbar. Die Sprache ist noch knapper geworden. Das Handwerk wirkt wie selbstverständlich. Und doch bleibt Neugier. Genau das macht Vitalität aus. So passt Reinhard Mey Klaar Kiming: Live in die Reihe der wichtigen Live-Dokumente. Es ist neben frühen Mitschnitten ein modernes Gegenstück. Und es ist in sich geschlossen.
Man merkt auch: Die Arbeit auf der Bühne ist Quelle. Viele spätere Studio-Varianten nähren sich aus dem Live-Erlebnis. Das ist hier spürbar. Sie hören Formen, die rund sind. Sie hören Pausen, die klingen. Diese Klarheit kommt nicht vom Zufall. Sie kommt von Abenden wie diesem.
Sie suchen ein Album, das Sie begleitet? Eines, das leise ist, aber bleibt? Dieses hier kann das. Es ist eine Schule der Aufmerksamkeit. Es fordert nicht laut. Es lädt ein. Sie können kochen und hören. Sie können spazieren und hören. Sie können im Sessel sitzen und hören. Immer finden Sie etwas. Ein Wort, das hängen bleibt. Ein Bild, das nachgeht. Ein Akkord, der wärmt. So arbeitet ein gutes Live-Album. So arbeitet Reinhard Mey Klaar Kiming: Live.
AuĂźerdem passt es in unsere Zeit. Es zeigt, wie man sagt, was ist. Ohne zu brĂĽllen. Ohne zu flĂĽstern. Mit MaĂź. Mit Herz. Mit Horizont. Das ist eine seltene Mischung. Sie tut gut. Und sie bleibt im Ohr.
Das Urteil fällt klar aus. Dieses Doppelalbum ist stark. Es ist konzentriert. Es ist menschlich. Es ist klug gebaut. Es klingt gut. Es hält sich von Effekten fern. Es setzt auf Handwerk. Auf Sprache. Auf Präsenz. Sie merken: Hier singt einer, der nichts beweisen muss. Einer, der viel zu sagen hat. Und der weiß, wann ein Schweigen reicht. Genau deshalb trägt Reinhard Mey Klaar Kiming: Live über die gesamte Länge.
Wenn Sie Ihre Sammlung pflegen, gehört es hinein. Wenn Sie sich neu nähern, beginnen Sie hier. Der Horizont ist klar. Das Herz ist weit. Besser kann ein Live-Album sein Ziel nicht beschreiben. Besser kann ein Abend nicht aufgefangen werden. Und wenn Sie nach dem letzten Ton kurz still sind, ist das kein Zufall. Es ist die Wirkung dieses Künstlers. Und es ist die Wirkung dieses Abends.
Das Album "Klaar Kiming: Live" von Reinhard Mey bietet eine eindrucksvolle Sammlung seiner besten Live-Auftritte. Wenn Sie ein Fan von Singer-Songwritern sind, könnte auch das Album Klaus Hoffmann Das süße Leben von Interesse für Sie sein. Klaus Hoffmann ist bekannt für seine tiefgründigen Texte und seine gefühlvolle Musik, die ebenso wie Reinhard Meys Werke, das Herz berührt.
Ein weiteres bemerkenswertes Album ist Stephan Sulke Ich mach’s wieder. Stephan Sulke hat mit seinen humorvollen und oft nachdenklichen Liedern eine treue Fangemeinde gewonnen. Seine Musik bietet eine perfekte Ergänzung zu den melancholischen und poetischen Klängen von Reinhard Mey.
Für Liebhaber von Reinhard Mey könnte auch das Album Reinhard Mey Ankomme Freitag, den 13. von großem Interesse sein. Es zeigt eine andere Facette von Meys Talent und bietet eine tiefere Einsicht in seine künstlerische Entwicklung. Beide Alben zusammen bieten ein umfassendes Bild seiner musikalischen Reise.