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Reinhard Mey Starportrait – Albumvorstellung und Kritik

Reinhard Mey Starportrait: Albumvorstellung und kritische WĂŒrdigung

Letztes Update: 05. Februar 2026

Im Artikel stelle ich Reinhard Meys Album Starportrait vor, analysiere Texte, Melodien und Produktion und ordne das Werk in sein Gesamtwerk ein. Sie erhalten eine kritische Bewertung, Hinweise zu Highlights und eine Empfehlung, fĂŒr wen das Album lohnt.

Reinhard Mey Starportrait: Eine Zeitreise in zwei Rillen

Ein Album als Spiegel einer Ära

1977 ist ein markantes Jahr fĂŒr deutschsprachiges Lied. Große Shows laufen im Fernsehen. Die Charts sind bunt gemischt. Inmitten davon erscheint Reinhard Mey Starportrait. Es ist kein neues Studioalbum. Es ist eine pointierte Auswahl. Sie zeigt eine Karriere auf dem Weg zur Reife. Sie bĂŒndelt Motive, Töne und Haltungen. In zwei prall gefĂŒllten Vinyl-Seiten. Daraus entsteht ein Blick in die Werkstatt eines Autors. Es ist ein PortrĂ€t, das seinem Namen gerecht wird.

So eine Sammlung trĂ€gt Verantwortung. Sie kann das Bild verzerren. Oder es schĂ€rfen. Reinhard Mey Starportrait entscheidet sich klar fĂŒr das SchĂ€rfen. Es zeigt den Spagat zwischen Leichtigkeit und Tiefe. Zwischen Lachen und leisen Momenten. Zwischen großer Geste und kleinem Blick. Das macht die Platte heute noch relevant. Sie hören dabei nicht nur Lieder. Sie hören Weltsicht.

Kurze Form, lange Wirkung

Das Format ist klassisch und ĂŒbersichtlich. Eine 12-Zoll-Vinyl, hier gleich doppelt gedacht. Je Seite ein klarer Bogen, je Song eine Miniatur. 24 Lieder tragen die Auswahl. Darunter Hits, Balladen und KabinettstĂŒcke. Die Dramaturgie ist bewusst gesetzt. Sie fĂŒhrt vom intimen Anfang zum kollektiven Refrain. Dann zurĂŒck in die Stille. Dieses Auf und Ab hĂ€lt die Spannung. Es weckt Neugier auf jedes nĂ€chste StĂŒck.

Das hat Konsequenz. Denn viele Songs sind kurz. Oft unter vier Minuten. Das zwingt zu PrĂ€zision. Es lĂ€sst keinen Raum fĂŒr leere Stellen. Die Worte sitzen. Die Bilder sind einfach, aber nicht simpel. Das Ohr wird gefĂŒhrt, nicht betĂ€ubt. Genau darin liegt die Kraft von Reinhard Mey Starportrait. Es ist zugĂ€nglich. Und es bleibt doch vielschichtig.

Die Stimme als ErzÀhler

Was sofort auffĂ€llt, ist die Stimme. Sie ist warm, klar, natĂŒrlich. Es gibt keinen Effektstapel. Es gibt nicht den Versuch, grĂ¶ĂŸer zu klingen als das Lied. Die Stimme steht nah. Sie spricht den Hörer direkt an. Dabei wirkt sie gelassen. Aber nie gleichgĂŒltig. Sie ist ernst, wenn es ernst sein muss. Sie ist heiter, wenn das Bild leicht ist. Sie macht den ErzĂ€hler glaubwĂŒrdig.

Damit entsteht IntimitĂ€t. Sie fĂŒhlen sich gemeint. Auch wenn das Lied von anderen spricht. Diese NĂ€he ist ein Markenzeichen. Sie hĂ€lt die vielen Themen zusammen. Und sie gibt Sicherheit, selbst bei einem humorvollen Bruch. In dieser Tonlage liegt die BrĂŒcke zwischen Lied und Chanson. Auch darin zeigt sich die QualitĂ€t von Reinhard Mey Starportrait.

Die Arrangements: Weniger ist mehr

Die Musik folgt der Sprache. Die Gitarre steht im Zentrum. Manchmal begleitet ein weiches Klavier. Manchmal ein heller Bass. Manchmal ein Sparsamkeit schaffendes Schlagzeug. Keine großen Effekte, keine spĂ€ten Wendungen. Stattdessen kleine Farben. Ein gezupfter Lauf, ein sachter Akkordwechsel. Ein Chor, der nicht drĂ€ngt. So arbeiten diese Lieder wie gute Bilder. Sie schaffen Raum fĂŒr das Wort.

Das ist kein Mangel. Es ist eine Entscheidung. Sie dient der Klarheit. Sie dient dem Timing von Pointe und Pointe-Vermeidung. Sie schafft Zeit zum Nachdenken. Deswegen trÀgt die Musik auch die stillen Texte. Und sie trÀgt die Satiren. Alles passt zusammen. Das ist das Produktionsprinzip von Reinhard Mey Starportrait. Es hÀlt die Sammlung homogen. Und es lÀsst dabei genug Vielfalt.

Die Auswahl: Von Orpheus bis zur Schlusspointe

Die erste Seite setzt den Ton mit „Ich wollte wie Orpheus singen“. Der Song wirkt wie ein Manifest. Es geht um Sehnsucht. Es geht um Handwerk. Es geht um den Mut, einfach zu singen. Danach wechselt der Blick in dasselbe Haus. Aber in ein anderes Zimmer. „Die drei Musketiere“ bringt Figuren in Bewegung. „Rouge ou noir“ fĂ€llt zurĂŒck in ein Spielmotiv. „Das Lied von der Spieluhr“ arbeitet mit der Zeit. „Trilogie auf Frau Pohl“ zeigt den Alltag als Fuge. Und in „Der Mörder ist immer der GĂ€rtner“ blitzt das Kabarett. Hier wird die Pointe zur Lupe auf die Kultur.

Die zweite HĂ€lfte des Pakets fĂŒhrt zu den großen Hymnen. „Gute Nacht, Freunde“ ist ein Abschied, der NĂ€he feiert. „Über den Wolken“ ist der Sehnsuchtssong schlechthin. Man kann ihn pfeifen. Man kann ihn mitsprechen. Und doch hat er eine tiefe zweite Ebene. „Annabelle, ach Annabelle“ winkt dem Chanson zu. „Herbstgewitter ĂŒber DĂ€chern“ malt Wetter als GefĂŒhl. „Ich bin Klempner von Beruf“ gibt der Arbeit WĂŒrde. „Es gibt keine MaikĂ€fer mehr“ blickt melancholisch zurĂŒck. Dieser Reigen zeigt die Spannweite. Genau das macht Reinhard Mey Starportrait so großzĂŒgig.

Warum Reinhard Mey Starportrait mehr ist als eine Sammlung

Eine Compilation ist oft nur Archiv. Hier ist sie mehr. Sie steht als erzĂ€hlende Einheit. Sie fĂŒhrt in Themen, die bis heute tragen. Sie zeigt den Autor als BĂŒrger. Als Beobachter. Als Satiriker. Und als Liebenden. In dieser Mischung steckt Haltung. Die Platte klingt freundlich. Sie ist aber nie naiv. Sie schaut genau hin. Das ist essenziell, wenn Sie wissen wollen, wie diese Stimme arbeitet.

Reinhard Mey Starportrait fĂ€ngt dabei keine flĂŒchtige Mode ein. Es bindet sich an eine lange Tradition. Vom BĂ€nkelsang bis zum modernen Lied. Von Brassens bis Degenhardt. Es bleibt dabei eigen. Es zitiert nicht, es ĂŒbersetzt. So entsteht die seltene Balance aus Zeitbezug und Zeitlosigkeit. Das ist die besondere QualitĂ€t dieser Zusammenstellung.

Texte und Bilder: Die Kunst der klaren Sprache

Die Sprache ist einfach, klar, prĂ€zise. Kaum Fremdwörter. Kaum kryptische Bilder. Der Reiz liegt in der Genauigkeit. In der Auswahl des Details. Ein Berufsbild. Ein Straßenschild. Ein Geruch in der KĂŒche. Ein Blick in den Himmel. Daraus entstehen Szenen. Jede Szene hat eine kleine Dramaturgie. Sie endet mal sanft. Mal mit einem Lachen. Mal mit einer Stille. Diese Kunst wirkt mĂŒhelos. Doch sie ist Ergebnis strenger Arbeit.

Ein gutes Beispiel ist „Wie vor Jahr und Tag“. Ein Motiv der Erinnerung. Ein Gang durch RĂ€ume, die man kennt. Es ist kein praller RĂŒckblick. Es ist ein leiser Gang, Schritt fĂŒr Schritt. Sie spĂŒren die Zeit, ohne dass sie erklĂ€rt wird. In „Aus meinem Tagebuch“ wird der Ton intimer. Dazu kommt „Ich bin aus jenem Holze geschnitzt“. Dort klingt Selbstbehauptung durch. Jeder Titel zeigt eine Facette. Zusammen ergeben sie ein Bild. Ein Starportrait, das sich nicht selbst verklĂ€rt.

Humor als Haltung

Der Humor blitzt oft auf. Nie schrill. Nie zynisch. Er ist freundlich, aber scharf. „Die heiße Schlacht am kalten BĂŒffet“ ist pure Beobachtungslust. Sie sehen die Szene. Sie riechen das Essen. Sie hören das Besteck. Und Sie lĂ€cheln, weil die Geste stimmt. Da ist nichts bösartig. Aber es ist klar, was er sagen will. Die Gesellschaft braucht diese Spiegel. Sie nimmt sich dabei nicht zu wichtig.

„Der Mörder ist immer der GĂ€rtner“ spielt mit Genremustern. Ein alter Witz, neu gedreht. Aus dem Krimi wird Kulturkritik. Aus der Pointe wird Methode. Solcher Humor hĂ€lt das Album lebendig. Er nimmt den Ernst nicht weg. Er macht ihn tragbar. Das ist wichtig fĂŒr das Gleichgewicht. Es ist ein Grund, warum Reinhard Mey Starportrait so gut fließt.

Das Politische im Privaten

Viele Lieder scheinen privat. Ein Text ĂŒber Arbeit. Einer ĂŒber Freunde. Einer ĂŒber das Reisen. Doch unter der OberflĂ€che liegt eine Haltung. Es geht um Freiheit. Es geht um WĂŒrde. Es geht um Maß und Mitte. In „Mann aus Alemannia“ schwingt RegionalitĂ€t als Stolz und Frage. „Es schneit in meinen Gedanken“ tastet sich durch Stimmung und Welt. So wird die Innenwelt politisch. Ohne Parole. Ohne Plakat.

Das gilt auch fĂŒr „Es gibt keine MaikĂ€fer mehr“. Nostalgie kippt hier nicht in Kitsch. Sie wird zum milden Kommentar ĂŒber Wandel. Jeder kann das fĂŒhlen. Jede kann das lesen. Der Ton ist genau richtig. Er macht das Lied offen. So bleibt die Platte aktuell. Auch Jahrzehnte nach 1977. Das ist ein Kernpunkt in der Wirkung von Reinhard Mey Starportrait.

Die Klassiker und ihr Echo

„Über den Wolken“ ist ein Markstein. Das Bild ist groß. Der Text ist knapp. Die Melodie steigt. Und sie bleibt doch bescheiden. Darin liegt die Kunst. Der Song wird zum kollektiven Moment. Ohne sein Ich zu verlieren. „Gute Nacht, Freunde“ hat eine andere Energie. Es ist ein leiser Toast. Ein Lied ĂŒber NĂ€he. Ein Abschluss, der offen bleibt. Diese StĂŒcke sind die Eckpfeiler der Sammlung. Dennoch verdrĂ€ngen sie die kleinen Lieder nicht. Sie stehen neben ihnen. Das tut allen gut.

„Ich denk' es war ein gutes Jahr“ fasst die Haltung zusammen. RĂŒckblick ohne Selbstlob. Reflexion ohne Drama. Das stĂ€rkt das ErzĂ€hler-Ich. Und es stĂ€rkt das Vertrauen der Hörerin, des Hörers. So funktioniert eine gelungene Werkschau. Sie zeigt die Höhepunkte. Und sie zeigt die Wege dazwischen. Reinhard Mey Starportrait macht das sehr bewusst.

Sequenzierung: Die Kunst der Reihenfolge

Die Reihenfolge der Songs ist mehr als Verwaltung. Sie ist Dramaturgie. Ein starkes EröffnungsstĂŒck. Ein Wechsel aus humorvoll und ernst. Ein Atemholen vor dem nĂ€chsten Bogen. Dann der Sprung zu den Hymnen. Und schließlich die RĂŒckkehr in den kleinen Raum. Diese Kurve hĂ€lt die Aufmerksamkeit. Sie vermeidet Monotonie. Sie wirkt auf Vinyl besonders gut. Das Klicken des Plattentellers wird zum Kapitelzeichen.

Die beiden Rillenpaare ergĂ€nzen sich. Das erste baut Vertrauen auf. Das zweite öffnet den Raum. Danach fĂŒhlt sich der Bogen geschlossen an. Das ist der Unterschied zu bloßen Playlisten. Eine gut gebaute Doppel-LP kann atmen. Sie mĂŒssen nicht skippen. Sie dĂŒrfen sich fĂŒhren lassen. Darin liegt der feine Luxus von Reinhard Mey Starportrait.

1977: Klang und Kontext

Die Produktion atmet die spĂ€ten Siebziger. Aber sie ist nicht gefangen in deren Moden. Der Klang ist warm und nah. Die Instrumente sind natĂŒrlich. Kein Bombast, kein Hallteppich. Das passt zum Autor. Es passt zum Ton. Und es passt zur Idee der Sammlung. Der Kontext ist wichtig. In den Charts wachsen Disco und Rock. Im Fernsehen wĂ€chst Show. Dieses Album setzt leise dagegen. Es setzt auf Sprache und Szene. Das war damals mutig. Heute wirkt es zeitlos.

Auch das Publikum von 1977 hört beides. Unterhaltung und Haltung. Diese Platte verbindet die Ebenen. Sie macht aus dem Wohnzimmer eine kleine BĂŒhne. Und aus der BĂŒhne ein GesprĂ€ch. So wĂ€chst Bindung. Sie hĂ€lt lĂ€nger als Trends. Genau das sieht man, wenn man Reinhard Mey Starportrait heute auflegt.

Artwork und Haptik

Starportrait klingt nach Galerie. Das Cover spielt mit dieser Idee. Ein PortrĂ€t, klar und wĂŒrdevoll. Kein Überladen. Kein visuelles Rauschen. Es stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Das kann man banal finden. Es ist aber stimmig. Denn die Musik ist sehr menschlich. Sie braucht keine Maske. Die HĂŒlle wirkt wie eine Einladung. Man nimmt die Platte gern in die Hand.

Die Haptik der 12-Zoll passt zum Inhalt. Sie ist mehr als TrĂ€ger. Sie ist Ritual. Platte aus der HĂŒlle. Nadel senken. Knacken. Los geht’s. Diese Pause macht den Kopf frei. Sie bereitet den Raum fĂŒr die Geschichten. Auch das ist ein Teil der Wirkung von Reinhard Mey Starportrait. Es ist Musik, die von Aufmerksamkeit lebt. Vinyl fördert genau das.

FĂŒr wen lohnt sich diese Sammlung?

Wenn Sie neu einsteigen, ist dies ein idealer Start. Sie bekommen die großen Lieder. Sie bekommen die stillen Perlen. Sie sehen das Spektrum. Und Sie hören den roten Faden. Wenn Sie schon lange dabei sind, lohnt sich der Blick zurĂŒck. Sie hören Reife. Sie hören PrioritĂ€ten. Sie hören, wie stetig das Werk gewachsen ist. Jede Seite hat ihren eigenen Mehrwert. Zusammengenommen ergibt sich ein stimmiges Bild.

Manche Compilations klingen nach Pflicht. Diese hier klingt nach KĂŒr. Sie wirkt wie eine Einladung. Sie sagt: Sieh mal, so erzĂ€hlt ein Liedermacher. So mischt er Humor, Poesie und Alltag. So stimmt er die Gitarre auf das Herz. Genau da setzt Reinhard Mey Starportrait an. Es holt Sie ab. Es lĂ€sst Sie nicht außen vor.

StÀrken, SchwÀchen, blinde Flecken

StĂ€rken: die klare Dramaturgie. Die gut gesetzten Klassiker. Die starke Textauswahl. Die homogene Produktion. Die NĂ€he der Stimme. Außerdem die kluge Mischung aus Lachen und Leise. SchwĂ€chen? Das ist relativ. Wer experimentelle KlĂ€nge sucht, wird nicht fĂŒndig. Wer große Studiotricks liebt, ebenso wenig. Ein paar Themen kehren oft wieder. Das kann Variation zur Wiederholung machen. Doch es passt zum Genre. Und es passt zum Autor.

Blinde Flecken gibt es auch. Die Auswahl ist zwangslĂ€ufig begrenzt. Manche wĂŒrden andere Titel vermissen. Manche hĂ€tten gern mehr Biss. Andere mehr Romantik. Aber die Platte will nicht alles. Sie will zeigen, was dieses Werk trĂ€gt. Und sie schafft das ĂŒberzeugend. Darin bleibt Reinhard Mey Starportrait ehrlich.

Hören mit heutiger Perspektive

Musik altert. Texte altern. Doch diese Sammlung zeigt, wie gut gutes Handwerk altert. Die Sprache bleibt frisch. Weil sie einfach und klar ist. Die Themen bleiben nah. Weil sie menschlich sind. Auch der Humor trÀgt. Weil er freundlich und wach ist. Sie können die Lieder heute hören. Ohne Nostalgie als Pflicht. Sie wirken von selbst.

Ein Detail ist wichtig. Viele Songs leben von Bildern, die man sehen kann. Das hilft dem GedĂ€chtnis. Es fördert das Mitsingen. Es macht aus Kultur ein gemeinsames Erlebnis. Das ist ein großes Plus. Es erklĂ€rt den anhaltenden Erfolg. Es erklĂ€rt die vielen Cover und Mitsing-Momente. Es erklĂ€rt, warum Reinhard Mey Starportrait nicht verstaubt.

Fazit: Ein PortrÀt, das weiterwÀchst

Diese Platte ist mehr als eine Erinnerung. Sie ist eine Lektion in Liedkunst. Sie zeigt Struktur, Sprache und Stimme in Balance. Sie macht Spaß. Sie rĂŒhrt an. Sie lĂ€sst Raum. Sie ist ein guter Freund fĂŒr den Abend. Sie funktioniert im Auto. Sie passt in das CafĂ©. Sie passt auf die Couch. Das ist nicht banal. Es ist das Zeichen von reifer Popularkultur.

Wenn Sie wissen wollen, wie ein Lied wirken kann, hören Sie hier zu. Wenn Sie spĂŒren wollen, wie Witz leise sein kann, hören Sie hier zu. Wenn Sie merken wollen, wie Gitarre und Stimme genĂŒgen, hören Sie hier zu. Reinhard Mey Starportrait fasst all das zusammen. Es tut es fair. Es tut es gefĂŒhlvoll. Es tut es ohne Eile. Das verdient Respekt.

Ein Wort zur Einordnung

Im Werk von Reinhard Mey ist diese Auswahl ein Knotenpunkt. Sie verbindet frĂŒhe Pfade mit spĂ€teren Wegen. Sie markiert Selbstbewusstsein. Sie ist ein Zeichen nach innen und außen. Wer hier ansetzt, versteht vieles schneller. Wer danach weiterhört, hat einen Kompass. Das ist der Mehrwert solcher PortrĂ€ts. Sie sind nicht nur RĂŒckschau. Sie sind auch Landkarte.

Schlussakkord

Die Nadel hebt sich. Ein kurzer Nachhall. Man lĂ€sst die Stille stehen. Dann weiß man: Diese Musik ist klar. Sie ist nah. Und sie ist offen fĂŒr ein neues Ohr. Genau so sollte eine Werkschau sein. Genau so bleibt sie lebendig. Reinhard Mey Starportrait hat diese QualitĂ€t. Es ist ein Album, das wĂ€chst. Mit jedem Hören. Mit jeder neuen Stunde.

Darum ist das Fazit einfach. Wenn Sie eine stimmige Auswahl suchen, greifen Sie zu. Wenn Sie sich ein Bild machen wollen, greifen Sie zu. Wenn Sie eine Platte fĂŒr viele Jahre wollen, greifen Sie zu. Reinhard Mey Starportrait ist ein sicheres Versprechen. Und es hĂ€lt, was es verspricht.

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