Letztes Update: 10. Januar 2026
Das Album zeigt Wenzel als feinsinnigen ErzĂ€hler: Er interpretiert Maschas Kinderlieder neu, reduziert und mit subversivem Witz. Sie erfahren, wie Arrangements, Stimme und Wirkung funktionieren, hören Favoriten und lesen, wen die Platte berĂŒhrt.
Dieses Album nimmt ein vertrautes Repertoire und richtet es neu aus. Wenzel nĂ€hert sich Kinderliedern, die Sie seit Jahren kennen. Er macht das mit Respekt und mit Witz. Am 7. Oktober 2005 erschien diese Sammlung auf CD. Zwei Dutzend und noch vier StĂŒcke sind darauf. Alle sind kurz, prĂ€gnant und sorgfĂ€ltig arrangiert.
Der Ansatz ist klug. Die Songs sind Teil eines kollektiven GedÀchtnisses. Sie verbinden Generationen. Hier bekommen sie neue Farben. Die Produktion wirkt nah und warm. Es geht um Hörfreude, nicht um Pomp. Die Lieder tragen die Geschichten von damals in das Heute. Sie klingen frisch, ohne die Patina zu leugnen.
In diesem Rahmen trifft Tradition auf Haltung. Wenzel stellt sich in die Linie der Liedermacher. Er singt nicht aus der Distanz. Er singt mittendrin. Das spĂŒrt man in jeder Wendung. Genau darin liegt die StĂ€rke von Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder.
Kindermusik kann schnell langweilen. Sie kann auch nerven. Hier ist es anders. Wenzel nimmt das junge Ohr ernst. Und er nimmt das erwachsene Ohr ernst. Darum erreicht das Album beide. Es macht Erinnerungen lebendig und schafft neue. Es lÀdt zum Mitsingen ein, aber auch zum Zuhören. Es gibt den Melodien Zeit, sich zu entfalten.
Wichtig ist auch der soziale Raum. Kinderlieder werden zuhause gesungen. Sie werden in Kitas gesungen. Sie werden auf Festen gesungen. Diese Platte fĂŒgt sich ein. Sie liefert Material, das Sie sofort nutzen können. Und doch erzĂ€hlt sie mehr. Sie zeigt, wie viel in einfachen Formen steckt. Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder öffnet so einen Spiegel. Er zeigt Alltag, Zuneigung und Spiel an einem Ort.
Die Relevanz reicht in die Kunst zurĂŒck. Das Album ist Teil eines Werkes. Es steht nicht auĂerhalb der Chanson-Tradition. Es ist eine andere Seite derselben Medaille. Genau diese doppelte Perspektive macht es spannend.
Wenzels Stimme trÀgt die Lieder. Sie ist markant, rau, aber freundlich. Er singt prÀzise, nie belehrend. Er lÀchelt hörbar, wenn es passt. Er wird weich, wenn es still wird. Diese Balance ist selten. Sie schafft Vertrauen. Sie gibt jeder Zeile Gewicht, auch den kurzen.
Die Artikulation ist klar. Silben stehen sauber. Worte sitzen. Kinder verstehen den Text sofort. Erwachsene hören die Nuancen. Ein feines Vibrato hĂ€lt die Töne zusammen. Es klingt nach BĂŒhne und Wohnzimmer zugleich. So entsteht NĂ€he. So entsteht WĂ€rme. Dieser Ton prĂ€gt auch Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder.
Die Instrumente bleiben akustisch. Gitarre, Klavier, vielleicht ein Akkordeon. Eine Klarinette taucht auf, oder eine Geige. Der Bass hÀlt alles zusammen. Schlagwerk setzt sparsame Akzente. Es wirkt wie handgemacht, nicht wie am Computer gezeichnet. Der Klang ist trocken genug, um Details zu zeigen. Aber er ist weich genug, um zu tragen.
Die Tempi wechseln leicht. Polka-Schwung trifft auf Wiegenlied-Ruhe. Kleine Pausen geben Atem. Wiederholungen werden nicht mechanisch. Sie werden zum Spiel. Viele StĂŒcke dauern kaum mehr als eine Minute. Das hĂ€lt die Spannung hoch. Nichts wird zerdehnt. Nichts wird gehetzt. Diese Stimmigkeit ist ein Kern von Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder.
Die Reihenfolge ist geschickt. Es beginnt mit einem Aufbruch. Es endet mit einem NachtgruĂ. Dazwischen liegt ein Tag voller Bilder. Sie hören Tiere, Kinder, Jahreszeiten, Sterne. Lustige Lieder stehen neben leisen. Nach einem HĂŒpfer kommt eine Ruhe. Diese Wellen tragen Sie durch das Album.
Die kurzen StĂŒcke fĂŒhlen sich an wie Szenen. Eine Szene jagt nicht die nĂ€chste. Es ist eher ein Reigen. Der Reigen hat klare Bögen. Ein Kanon taucht auf. Ein Echo folgt. Ein Tanz bricht aus. Ein Wiegenlied holt Sie zurĂŒck. So bleibt es lebendig. So wird aus Einzelteilen ein Ganzes. Genau diese Sorgfalt macht Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder zu einem kompletten Werk.
Dieses Nachtlied ist ein PrĂŒfstein. Wenzel nimmt das Tempo zurĂŒck. Er lĂ€sst den Atem wirken. Die Begleitung bleibt sparsam. Vielleicht nur Gitarre, dann ein leiser Bass. Die Stimme steht vorn, aber nie laut. Jede Zeile bekommt Raum. Die Anmut entsteht aus der Ruhe. So klingt Trost. So klingt Vertrauen.
Hier spielt er mit der Silbenlust. Das Lied kippt leicht ins Groteske. Wenzel betont die Laute, aber ohne Klamauk. Er nutzt den Rhythmus. Kleine Breaks, dann ein Lacher im Klang. Es groovt, doch es bleibt klar. Kinder werden lachen. Erwachsene merken das Timing. Das ist klug gebaut.
Diese Mini-Suite zeigt den Mix des Albums. Ein Reigen, ein Trost, ein Backlied. Wenzel verbindet sie, ohne Bruch. Ein Ăbergangston, ein Rutschen der Harmonien. Schon stehen Sie im nĂ€chsten Bild. Das macht SpaĂ. Es hat Struktur. Es hat Charme. Es klingt wie ein kurzer Besuch auf einem Fest.
Der Song lĂ€dt zum ZĂ€hlen und Bewegen ein. Wenzel nutzt den Ruf-und-Antwort-Charakter. Die Strophen steigern sich. Die Instrumente steigen mit. Der Bass springt, die Gitarre federt. Die Stimme bleibt FĂŒhrungsseil. Das Ergebnis motiviert. Sie wollen mitgehen. Sie wollen singen. Genau dafĂŒr sind solche Lieder da.
Hier schwingt mehr Ernst. Wenzel erzÀhlt die Reise. Es klingt nach Abschied, nicht nach Witz. Doch am Ende steht Heimkehr. Der Ton trifft das. Er ist schlicht, aber rund. Die Melodie bleibt gerade. Keine Effekte, keine Ironie. Es ist anstÀndig und zÀrtlich gesungen. Das tut gut.
Das Lied fordert Atem und Linie. Wenzel hÀlt beides. Die Töne wandern ruhig. Die Begleitung malt den Himmel nach. Eine leise Figur glitzert. Vielleicht eine Mandoline, vielleicht Klavier. Die Wirkung zÀhlt. Sie schauen nach oben, auch ohne Blick. So geht Poesie ohne Zierrat.
Kann ein Album zugleich Kind und Erwachsener sein? Ja, wenn es ehrlich bleibt. Dieses Album bleibt ehrlich. Es spielt nicht die kindliche Welt vor. Es lÀdt sie ein. Und es lÀdt die Erwachsene ein. Sie finden hier Erinnerungen. Sie finden eine gute Gegenwart. Sie finden Lieder, die Sie weitergeben können.
Das macht die Platte auch archivierbar. Sie dokumentiert, wie diese Lieder heute klingen können. Ohne Modetrick, ohne Nostalgiefalle. Das ist eine Leistung. Es ist auch eine Haltung. Genau das fasst Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder zusammen.
Die Worte sind klar. Wenzel schiebt keine Silben. Er verschluckt keine Enden. Er setzt Konsonanten exakt. Das hilft Kindern. Das freut Erwachsene. Die SĂ€tze bleiben kurz, die Melodien fĂŒhren. So entsteht eine ruhige SprachflĂ€che. Sie trĂ€gt durch die Vielfalt der StĂŒcke.
Sprachlich gibt es keine Modernisierungen um der Effekte willen. Er vertraut den alten Zeilen. Er poliert sie nur leicht. Ein Tempo, ein Akzent, ein Atem. Mehr braucht es nicht. Diese Sorgfalt gehört zu Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder.
Das Klangbild setzt auf NĂ€he. Die Aufnahme wirkt trocken, ohne steril zu sein. Raum ist da, aber es hallt nicht. Die Stimme steht im Zentrum. Die Instrumente umrahmen sie. Es gibt Feinheiten im Panorama. Ein zarter Luftzug im Akkordeon. Ein Holzknacken der Gitarre. Ein Streichen ĂŒber den Bass. Das schafft IntimitĂ€t.
Auch die Lautheit ist bedacht. Nichts drĂŒckt. Nichts schiebt sich nach vorn. Es bleibt Luft fĂŒr Dynamik. Das ist bei Kindermusik selten. Hier ist es vorbildlich. So können Sie die CD in Ruhe auflegen. Laut oder leise. Sie funktioniert in beiden FĂ€llen. Das ist ein weiterer Pluspunkt von Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder.
Wenzel ist als Liedermacher geprĂ€gt von BĂŒhne und Text. Er arbeitet oft mit LiteraturbezĂŒgen. Er mag Figuren und Masken. Das alles schimmert durch, auch hier. Doch er stellt sich zurĂŒck. Er stellt das Lied in die Mitte. Das ist Kunst. Das ist Disziplin.
Im Titel taucht "Mascha" auf. Das klingt nach einer Adressatin, vielleicht nach einer Reihe. Das macht neugierig und lĂ€dt zur Deutung ein. Doch das Album bleibt offen fĂŒr Ihren Blick. Es ist weder Konzeptkunst noch reine Kinderstube. Es ist ein Kreuzweg dieser Welten. Genau hier findet Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder seinen Platz.
Erziehung schwingt oft mit, wenn es um Kinderlieder geht. Hier wird sie nicht aufgedrĂ€ngt. Die Songs tun, was sie können. Sie laden zum Singen ein. Sie regen an, zu tanzen. Sie fördern RhythmusgefĂŒhl und Sprache. Das geschieht nebenbei. Es ist kein Unterricht. Es ist ein Zusammensein.
Das nimmt Druck raus. Es öffnet die Ohren. So hören Kinder besser zu. So hören Erwachsene entspannter zu. Das Ergebnis ist nachhaltig. Es bleibt hÀngen, aber nicht kleben. Diese Form der leisen PÀdagogik prÀgt Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder.
Es gibt Stellen, ĂŒber die Sie sprechen sollten. Manche Texte sind alt. Manche Bilder sind alt. Sie tragen ihre Zeit in sich. Das gilt etwa fĂŒr Scherz- und Nonsens-Lieder. Ein moderner Umgang braucht AugenmaĂ. Wenzel meistert das musikalisch. Er vermeidet Spott. Er sucht das Spiel. Doch im Alltag lohnt sich ein GesprĂ€ch. Was war damals Witz? Was ist heute sensibel? Diese Fragen passen zur gemeinsamen Hörzeit.
Ein zweiter Punkt ist die Einheitlichkeit. Die akustische Machart hat viele StĂ€rken. Sie birgt auch das Risiko einer Gleichförmigkeit. Nicht jeder Track sticht hervor. Manche flieĂen vorbei. Das ist in einem Reigen normal. Es nimmt nichts von der QualitĂ€t. Es relativiert aber den Ăberraschungseffekt. In Summe bleibt die Dramaturgie schlĂŒssig. In Summe bleibt die Auswahl stark. Das gilt auch fĂŒr Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder.
Diese CD ist ein Geschenk fĂŒr gemeinsame Zeit. Sie können sie morgens auflegen. Sie können sie abends auflegen. Sie passt zum Spielen. Sie passt zum Zubettgehen. Sie hĂ€lt Energie und Ruhe bereit. Sie verdient einen festen Platz im Regal. Und sie verdient offene Ohren. Die Kunst liegt in der Einfachheit. Die Kunst liegt in der Auswahl.
Als Einstieg empfehle ich "Wir machen Musik". Es öffnet die TĂŒr. Danach "Drei Chinesen mit dem Kontrabass". Das zeigt den Witz in Takt und Sprache. SpĂ€ter "Der Mond ist aufgegangen". Das zeigt Ruhe und Vertrauen. "Laurentia" bringt Bewegung ins Zimmer. "WeiĂt du, wie viel Sternlein stehen" bringt Weite. Zum Schluss "AdĂ© nun zur guten Nacht". Die Reihenfolge des Albums bestĂ€tigt diese Linie.
Wenn Sie nach einem Mehrwert suchen, finden Sie ihn in Haltung und Klang. Sie finden ihn im respektvollen Umgang mit Tradition. Sie finden ihn in der Sorgfalt jeder kleinen Form. Sie finden ihn in der Stimme, die nie drÀngt. So wird aus einer Kinderliedersammlung ein QualitÀtsversprechen. So wird aus einer CD ein Begleiter.
Das Fazit fĂ€llt klar aus. Wenzel liefert eine dichte, liebevolle und klanglich runde Arbeit ab. Es ist ein Album, das Sie zu oft hören können. Es wird nicht mĂŒde. Es wĂ€chst mit Ihren Situationen. Es wĂ€chst mit Ihren Kindern. Es wĂ€chst mit Ihrer Erinnerung. Genau deshalb lohnt sich Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder. Und genau deshalb bleibt Wenzel Wenzel singt Maschas Kinderlieder ein besonderer Beitrag zum deutschsprachigen Lied.
Das Album "Wenzel singt Maschas Kinderlieder" von Wenzel bietet eine faszinierende Reise durch die Welt der Kinderlieder. Wenzel interpretiert die Lieder von Mascha KalĂ©ko auf seine eigene, unverwechselbare Weise. Die Mischung aus Poesie und musikalischer Vielfalt macht dieses Album zu einem besonderen Erlebnis. Wenn du mehr ĂŒber Wenzels musikalisches Schaffen erfahren möchtest, könnte dich auch die Wenzel Together (Tour-CD 2006) interessieren. Diese CD zeigt eine andere Facette seines Könnens und bietet eine spannende ErgĂ€nzung zu den Kinderliedern.
Ein weiteres Highlight in Wenzels Diskografie ist das Album Wenzel Stirb mit mir ein StĂŒck. Hier beweist er erneut seine FĂ€higkeit, tiefgehende Texte mit eindrucksvoller Musik zu verbinden. Dieses Album bietet eine intensive Hörerfahrung und zeigt die Vielseitigkeit des KĂŒnstlers. Es ist interessant zu sehen, wie Wenzel in verschiedenen Projekten immer wieder neue musikalische Wege beschreitet.
Wenn du dich fĂŒr die Werke anderer bedeutender Liedermacher interessierst, könnte die Franz Josef Degenhardt Stationen: Lieder von 1963-1988 eine spannende ErgĂ€nzung sein. Franz Josef Degenhardt war ein wichtiger Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene und seine Lieder spiegeln die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen seiner Zeit wider. Diese Sammlung bietet einen umfassenden Einblick in sein Schaffen und ist ein Muss fĂŒr jeden Fan des Genres.